FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011 ™

26 Juni - 17 Juli

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011™

Rosana: "Am Ende hatten wir einfach Pech"

© Getty Images

Nach Gastgeber Deutschland muss mit Brasilien ein weiterer Titelfavorit der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011™ die vorzeitige Heimreise antreten. In einem an Dramatik kaum zu überbietenden Viertelfinal-Krimi unterlag die Mannschaft von Trainer Kleiton Lima den USA mit 5:7 nach Elfmeterschießen.

Dabei hatte eigentlich alles nach einem Sieg der Südamerikaner ausgesehen: Zwar waren die U.S.-Amerikanerinnen nach gerade einmal 100 gespielten Sekunden durch einen Eigentor durch Daiane in Führung gegangen, doch die amtierende FIFA Weltfussballerin Marta sorgte erst für den Ausgleich (68.), um dann in der Verlängerung mit ihrem zweiten Treffer die Seleção auf die vermeintliche Siegerstraße zu führen (92.). Doch in der Nachspielzeit war es Abby Wambach, die die *Stars and Stripes *ins Elfmeterschießen rettete. Dort parierte U.S.-Schlussfrau Hope Solo den Versuch von Eigentor-"Pechvogel" Daiane. Und Ali Krieger schoss die USA ins Halbfinale.

Einfach nur Pech
"Am Ende dieser Partie musste es nun einmal einen Gewinner geben, und das waren heute nicht wir. Es war ein sehr gutes Spiel, und ich hoffe, dass die Menschen in Brasilien jetzt mehr Respekt vor dem Frauenfussball haben werden", äußerte sich eine äußerst zerknirschte Rosana nach dem Aus im Viertelfinale. "Wir haben das Spiel im Elfmeterschießen verloren. Es war die ganze Zeit ein sehr enges Spiel, und am Ende hatten wir einfach Pech. Wir hatten schon immer sehr viel Respekt vor den U.S.-Amerikanerinnen. Sie hatten eine Spielerin weniger auf dem Platz (Anm.d.Red.: Rachel Buehler war in der 65. Minute vom Platz gestellt worden), aber das hat keinen Unterschied gemacht", fasste sie die Ereignisse auf dem grünen Rasen kurz und knapp zusammen.

Brasiliens Nationaltrainer sah sein Team und die USA als ebenbürtige Gegner. "Jede der beiden Mannschaften hätte als Sieger hervorgehen können. Es war ein sehr ausgewogenes Spiel. Es gab Zeiten in dem Spiel, in dem wir deutlich besser waren, wir unsere Chancen aber nicht ausgenutzt haben. Mal gab es mehr Spielanteile auf der einen Seite, mal auf der anderen. Es war nie so, dass eine der beiden Mannschaften das Spiel zu einem Zeitpunkt besonders beherrscht hat. Wer gewinnt, der hat es verdient. Und das waren nun einmal die USA."

*Es wird Zeit nötig sein
*
"Natürlich sind die Spielerinnen nach solch einem Verlust in der letzten Minute sehr enttäuscht und traurig. Sie haben gekämpft, ihr ganzes Herzblut gegeben und sind nun am Boden zerstört. Wir haben versucht sie zu trösten, aber das ist nicht möglich von einem Moment auf den nächsten. Es wird Zeit nötig sein“, brachte Lima die Gefühlslage seiner Spielerinnen auf den Punkt.

Zeit werden sie brauchen, doch dann wird man sich zweifelsohne noch intensiver auf die nächsten Frauen-Weltmeisterschaft 2015 in Kanada vorbereiten, um es dort dem brasilianischen Männer-Team, das bereits fünfmal Weltmeister wurde, gleichzutun. Für die Damen wäre ein Titelgewinn dann aber noch besonderer, schließlich warten Marta und Co. noch auf ihren ersten WM-Triumph.

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