FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019

7 Juni - 7 Juli

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2019™

Marinette PICHON (FRA)

© FIFA.com

Marinette Pichon (Frankreich)
Geboren am 26. November 1975 in Bar-sur-Aube
112 Länderspiele (81 Tore)

*Die Spielerin *Marinette Pichon hat in ihrer Karriere Tore geschossen. Viele Tore. Aber sie hat auch und vor allem Mannschaften geprägt, sie hat inspiriert. Sie hat sich unsterblich gemacht. Pichons aktive Laufbahn begann 1992 und endete 2007. Aber auch danach hat sie unermüdlich weiter daran gearbeitet, eine Sportart voran zu bringen, über die vor ihrer Zeit in Frankreich kaum berichtet wurde.

Zum Beispiel, indem sie ihren Herzensklub Saint Mémmie Olympique bis in die Division 1 führte. Oder indem sie 2002 als erste französische Spielerin überhaupt in die renommierte amerikanische Profiliga wechselte und zum Dreh- und Angelpunkt bei den Philadelphia Chargers wurde. Nach ihrer Rückkehr nach Frankreich im Jahr 2004 gewann sie mit dem FCF Juvisy, wo sie auch ihre Karriere beendete, das Double aus Meisterschaft und Pokal.

"Ich glaube, ich weiß gar nicht, welche Auswirkungen ich hatte", sagte sie vor zwei Jahren auf FIFA.com. "Ich bin immer erstaunt, wenn mich Leute um Fotos bitten, mich auf meine Karriere ansprechen, mir danken. Mir ist eigentlich gar nicht klar, was ich gemacht haben soll. Ist vielleicht auch ganz gut so."

Bescheiden ist Marinette Pichon, großartig ihre Karriere im blauen Trikot der Nationalmannschaft. Mit ihr im Angriff gelang Frankreich 2003 erstmals der Sprung zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™. Insgesamt bestritt sie 112 Länderspiele, in denen sie 81 Tore schoss. Damit gibt es auch bei den Männern niemanden, der in der französischen Nationalmannschaft mehr Tore geschossen hat. Kurz, Marinette Pichon hat nicht nur Tore geschossen. Sie hat in Frankreich Fussballgeschichte geschrieben.

Erfolge

  • Meisterschaft in Frankreich 2006 mit FCF Juvisy
  • Pokalsieg in Frankreich 2005 mit FCF Juvisy
  • Wertvollste Spielerin der U.S.-Profiliga WUSA 2003 bei den Philadelphia Chargers

    112 Länderspiele und 81 Tore für Frankreich

Erinnerungen
"Ich war immer schon fussballverrückt. Als ich als Kind einmal mit meiner Mutter spazieren gegangen bin, konnten wir die Leute im Stadion jubeln hören. Da wollte ich wissen, was da los ist. Es war ein Fussballspiel und ich war hin und weg. Ich fing bei AS Brienne an, einem kleinen Verein in meiner Nähe. Meine Vorbilder waren Jean Pierre Papin und Filippo Inzaghi bei den Männern und Mia Hamm und Michelle Akers bei den Frauen.

Mit 17 ging ich dann zu Saint-Mémmie Olympique, was den Vorteil hatte, dass der Klub keine 80 Kilometer von meinem Wohnort entfernt war. Außerdem war es ein bescheidener und familiärer Verein. Das kam mir sehr entgegen. Ich ging dort weiter zur Schule und feierte mit dem Aufstieg in die Division 1 meine ersten sportlichen Erfolge; meine ersten Länderspiele für Frankreich kamen hinzu. Und dann waren da ja noch die USA. Mein Gastspiel jenseits des großen Teichs war nicht stressfrei und nicht ohne Kummer, aber es hat sich letztlich gelohnt. Es war eine großartige Erfahrung für mich.

Was die Nationalmannschaft betrifft, standen wir damals noch nicht so gut da wie heute, aber wir hatten schon was drauf. Wir haben mit unseren Mitteln gekämpft. Wir hatten nicht die Physis der anderen, vor allem nicht die der Deutschen oder Amerikanerinnen, aber wir waren spielstark und hatten mit Corinne Diacre in der Abwehr und mit Sandrine Soubeyrand im Mittelfeld auch individuelle Klasse.

Meine schönste Erinnerung aus meiner aktiven Zeit ist mit der Nationalmannschaft verknüpft, und zwar die erste Qualifikation für eine FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2003, die wir mit einem 1:0 im Stade Geoffroy Guichard gegen England erreicht haben. Überhaupt bin ich sehr stolz, dieses blaue Trikot mit dem gallischen Hahn getragen zu haben. Ich bekomme heute noch Gänsehaut, wenn ich die Marseillaise höre. Es ist schön, dass ich Rekordtorschützin bin, aber, ganz ehrlich, ich wünsche mir, dass der Rekord gebrochen wird, weil das bedeuten würde, dass die französische Nationalmannschaft erfolgreich ist. Ich habe jetzt vor zehn Jahren aufgehört. Es wird langsam Zeit!"

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