FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

7. Juni - 7. Juli

FIFA Frauen-WM 2019™

Niederlande und USA holen Gruppensieg – Zwei afrikanische Teams weiter

Ajara Nchout of Cameroon celebrates after scoring
© Getty Images
  • Kamerun und Nigeria qualifizieren sich am letzten Tag der Gruppenphase
  • USA und Niederlande Gruppensieger nach Erfolgen gegen Schweden und Kanada
  • Reaktionen und mehr:Live-Blogs #NEDCAN, #CMRNZL, #SWEUSA und #THACHI

Die Gruppenphase bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™ ist beendet und die Achtelfinalpartien stehen fest. Die Niederlande und die USA zogen als Sieger der Gruppen E und F in die nächste Runde ein. Die Europäerinnen treffen nun in Rennes auf Japan und die Amerikanerinnen in Reims auf Spanien.

Es war ein denkwürdiger Tag für den afrikanischen Frauenfussball, denn sowohl Kamerun als auch Nigeria schafften den Sprung aus der Gruppenphase. Die Kamerunerinnen benötigten dazu allerdings ein Siegtor durch Ajara Nchout in der fünften Minute der Nachspielzeit. Chile hätte um ein Haar noch Nigeria den Platz im Achtelfinale weggeschnappt. Doch ein verschossener Elfmeter bedeutete das Aus für die Südamerikanerinnen, die allerdings zum Abschluss ihres WM-Debüts ihren historischen ersten Sieg feiern konnten.

Die vollständige Auflistung der Achtelfinalpartien finden Sie hier.

Niederlande – Kanada 2:1

Analyse der Teamreporter

Emma Coolen (NED)
Für die Niederländerinnen war dies ein perfekter Abschluss einer perfekten Gruppenphase. Die Oranjeleeuwinnen zeigten vor tausenden Zuschauern aus der Heimat, die nach Frankreich gekommen waren, ihren bislang besten Fussball bei diesem Turnier. Nach dem dritten Sieg im dritten Gruppenspiel haben sie die maximal mögliche Ausbeute von neun Punkten auf dem Konto. Entsprechend groß ist das Selbstbewusstsein im Vorfeld der Achtelfinalpartie.

Mona Yeganegi (CAN)
Kanada hätte einen Sieg benötigt, um Gruppenerster zu werden, und ging selbstbewusst in die Partie. Doch die Niederlande zeigten, mit welchen Qualitäten sie die Europameisterschaft gewannen. Für die Kanadierinnen blieb es nahezu unmöglich, die gegnerischen Abwehrreihen zu durchbrechen. Selbst das Halten des Balles in den eigenen Linien war streckenweise eine Herausforderung.

Kamerun – Neuseeland 2:1

Cynthia Nzetia (CMR)
In Kamerun gibt es ein Sprichwort: "Für Kamerun ist nichts unmöglich." Heute untermauerten die Unzähmbaren Löwinnen genau das, indem sie sich noch für die nächste Runde qualifizierten, als eigentlich alles schon verloren schien. Ajara Nchout sorgte mit ihrem zweiten Treffer der Partie für die Entscheidung tief in der Nachspielzeit. Und obwohl nur noch Sekunden zu spielen waren, wirkte sie dabei abgebrüht und technisch perfekt.

Brendan Bradford (NZL)
Was für ein enttäuschendes Ende für das neuseeländische Team, das sich berechtigte Hoffnungen auf den ersten WM-Sieg und den Einzug in die nächste Runde gemacht hatte. Dennoch kann man nach diesem Turnier konstatieren, dass zahlreiche talentierte junge Spielerinnen nach vorn drängen. Wenn die vielversprechenden Nachwuchstalente Meikayla Moore und CJ Bott sich nicht in den ersten beiden Partien verletzt hätten, dann wäre das Turnier für die Football Ferns womöglich ganz anders verlaufen.

Schweden – USA 0:2

Alexandra Jonson (SWE)
Die heutige Partie sollte Aufschluss über die wahre Stärke der Schwedinnen geben, doch weil Trainer Gerhardsson eine ganze Reihe von Umstellungen vornahm, lässt sich kaum etwas über die tatsächliche Bereitschaft der Schwedinnen für die K.o.-Runden sagen. Die erfahrene Verteidigerin Linda Sembrant zeigte eine gewohnt starke Leistung in der Defensive. Doch die Schwedinnen kassierten kurz nach dem Anpfiff und kurz nach der Pause jeweils ein Gegentor. Danach gelang es ihnen nicht, mit den schnellen Amerikanerinnen Schritt zu halten. Nun steht ein Duell gegen Kanada auf dem Programm, in dem die Spielerinnen endgültig zeigen müssen, aus welchem Holz sie geschnitzt sind.

Erin Fish (USA)
Das mit großer Spannung erwartete Duell zwischen den USA und Schweden erwies sich als perfekte Prüfung für die Titelverteidigerinnen. Die Amerikanerinnen hatten deutlich mehr Ballbesitz und gewannen das Spiel verdient. Doch die Schwedinnen setzten ihnen deutlich mehr robusten Druck entgegen, als die USA in den vorherigen Partien erlebt hatten. Das Team dürfte dadurch nur umso besser auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet sein.

Thailand – Chile 0:2

Piyapat Saropala (THA)
Die Thailänderinnen wussten, dass sie keine realistische Chance aufs Weiterkommen mehr hatten. Dennoch zeigten sie wahren Teamgeist und gaben bis zum Schlusspfiff nicht auf. Leider führten zwei individuelle Fehler in der zweiten Halbzeit zu einer weiteren Niederlage. Die Thailänderinnen müssen zudem mit dem Negativrekord der meisten Gegentore aller Teams die Heimreise antreten.

Cecilia Lagos (CHI)
Die Analyse des letzten Auftritts der Roja Femenina geht über den Sieg in dieser Partie hinaus. Vor drei Jahren war das chilenische Frauenteam aus der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste verschwunden. Heute sind die Südamerikanerinnen zwar ausgeschieden, doch sie zeigten wahren Kampfgeist und feierten ihren ersten Sieg bei einer FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™. Dies kann man als Durchbruch bezeichnen. Das Team hat eine rosige Zukunft vor sich. Chile kommt wieder!

So geht es weiter

22. Juni
Deutschland – Nigeria, Achtelfinale, Grenoble, 17:30 Uhr
Norwegen – Australien, Achtelfinale, Nizza, 21:00 Uhr

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