FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

7. Juni - 7. Juli

FIFA Frauen-WM 2019™

Halbfinale für Niederlande und Schweden

Sweden players celebrate victory after the 2019 FIFA Women's World Cup France Quarter Final match between Germany and Sweden.
© Getty Images
  • Schwedinnen nach Sieg gegen Deutschland nun gegen Niederlande
  • Oranjeleeuwinnen erstmals im WM-Halbfinale
  • Reaktionen und mehr: Live-Blogs #ITANED und #GERSWE

Ganz Frankreich stöhnt derzeit unter einer Hitzewelle und ebenso wie die Temperaturen im Gastgeberland steigt die Spannung bei der FIFA Frauen-WM 2019™ weiter und weiter. In Lyon stehen als nächstes die Halbfinalpartien zwischen England und den USA sowie den Niederlanden und Schweden auf dem Programm.

Die Schwedinnen dürfen dabei durchaus als Überraschungsteam gelten, nachdem sie gegen die DFB-Auswahl einen Rückstand aufholten und die Partie drehten - nach 24-Jahren der erste Pflichtspielsieg der Skandinavierinnen gegen den zweimaligen Weltmeister.

Zuvor hatten die Niederländer den beeindruckenden Erfolgslauf der Italienerinnen gestoppt. Vivianne Miedema und Stefanie van der Gragt sorgten mit ihren Kopfballtreffern in der zweiten Halbzeit für die Entscheidung zugunsten der Oranjeleeuwinnen. Spätestens jetzt dürfte man im Lager der Europameisterinnen auch vom Weltmeistertitel träumen.

Italien – Niederlande 0:2

Analyse der Teamreporter

Sonja Nikcevic
Die Italienerinnen gaben in diesem Viertelfinale noch einmal alles und waren in der ausgeglichenen ersten Halbzeit ein absolut gleichwertiger Gegner. Im zweiten Durchgang wurden die Azzurre dann allerdings das Opfer ihrer Emotionen, während die Europameisterinnen ihre Erfahrung nutzten und mit präzisen Abschlüssen glänzten. Letztlich haben die Italienerinnen den historischen Halbfinaleinzug knapp verpasst, doch sie kehren nach einer der größten Erfolgsgeschichten der WM nach Hause zurück. Dort wird man sie – völlig zu Recht – als Heldinnen empfangen.

Emma Coolen
"Wir wollen Geschichte schreiben", hatte Lieke Martens vor einigen Tagen gegenüber FIFA.com bekräftigt – und genau das taten die Niederländerinnen auch. Auf dem Papier mag der 2:0-Sieg über Italien in Valenciennes komfortabler wirken, als er auf dem Platz tatsächlich war, doch dass es nicht leicht werden würde, war von vornherein klar gewesen, schon allein wegen der drückenden Hitze. Für die Oranjeleeuwinnen ist das Erreichen der Halbfinalrunde bei ihrer erst zweiten WM-Teilnahme ein herausragender Erfolg. Nun führt sie ihr Weg nicht nur nach Lyon sondern auch nach Tokio, denn mit dem heutigen Sieg qualifizierten sie sich zugleich für das Olympische Fussballturnier der Frauen im kommenden Jahr – ein Turnier, bei dem sie noch nie zuvor dabei waren. Allmählich scheint es für Martens und Co. zur Gewohnheit zu werden, Geschichte zu schreiben.

Deutschland – Schweden 1:2

Analyse der Teamreporter

Steffen Potter
In der Gruppenphase hatte die DFB-Auswahl keinen einzigen Gegentreffer kassiert, obgleich die Defensive – insbesondere bei langen Bällen in die Spitze – nicht immer ganz sattelfest wirkte. Heute nun wurde diese defensive Schwäche von den Schwedinnen gnadenlos ausgenutzt. Die Skandinavierinnen spielten die Deutschen zwar nicht aus, doch nach den ersten 20 Minuten gelang es den Schützlingen von Martina Voss-Tecklenburg kaum noch, zwingende Torchancen herauszuspielen. Dennoch hat man bei diesem Turnier eine ganze Reihe vielversprechender junger Spielerinnen gesehen, die allerdings die in Frankreich gezeigten Schwächen definitiv noch abstellen müssen.

Alexandra Johnson
Erstmals seit 24 Jahren ist den Schwedinnen bei einem großen Turnier wieder ein Sieg gegen die Deutschen gelungen! Das ist keineswegs ein geringer Erfolg, nachdem mehrere schillernde Spielergenerationen daran gescheitert waren. Doch das aktuelle Team hatte bereits angekündigt, diesen Fluch durchbrechen zu wollen, und heute zeigten die Spielerinnen auf dem Feld, wie ernst es ihnen mit diesem Vorsatz war. In der Hitze von Rennes waren blitzschnelle Vorstöße und Steilpässe in die Spitze das Mittel der Wahl. Die Schwedinnen deckten schon früh in der Partie genau diese defensive Schwäche der Deutschen auf. Nachdem vor allem Sofia Jakobsson und Stina Blackstenius den Erwartungen gerecht wurden und die beiden Treffer für die Schwedinnen erzielten, dürfte sich nun im Team die Überzeugung breit machen, dass man es bei diesem Turnier mit jedem Gegner aufnehmen kann.

So geht es weiter

2. Juli

England – USA , Halbfinale, Lyon, 21:00 Uhr

3. Juli

Niederlande – Schweden , Halbfinale, Lyon, 21:00 Uhr

Tickets

Fans, die die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2019™ vor Ort in Frankreich erleben möchten, können für die verbleibenden Spiele die noch erhältlichen Tickets online unter de.fifa.com/tickets erwerben, ebenso wie bei den Ticket-Verkaufsstellen direkt an den Stadien.

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