FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

7. Juni - 7. Juli

FIFA Frauen-WM 2019™

Sechs Teams wollen Frankreich und Deutschland folgen

The Norway players form a team huddle
© Getty Images
  • Frankreich und Deutschland bereits für das Achtelfinale qualifiziert
  • Verbleibende sechs Teams in den Gruppen A und B haben alle noch Chancen
  • LIVE-BLOGS: #CHNESP, #RSAGER, #NGAFRA, #KORNOR

An einem aktionsreichen Tag der Gruppen A und B können zwei weitere Mannschaften den Einzug in die nächste Runde der WM 2019 perfekt machen und den Gastgeberinnen sowie dem zweimaligen Weltmeister Deutschland im Achtelfinale Gesellschaft leisten. Die VR China und Spanien spielen um den zweiten automatischen Qualifikationsplatz in Gruppe B. Später werden Norwegen und Nigeria dann versuchen, ihre Spiele für sich zu entscheiden und Frankreich in die K.-o.-Runde zu folgen.

Die Republik Korea könnte theoretisch auch noch einen automatischen Qualifikationsplatz erreichen, müsste dafür allerdings gegen Norwegen gewinnen und acht Tore Rückstand aufholen. Südafrika hat nur noch geringe Chancen auf den Einzug in die nächste Runde und muss auf einen der besten dritten Plätze hoffen.

VR China – Spanien, Gruppe B, Le Havre, 18:00 Uhr

Analyse der Teamreporter

Qian Sun (CHN)
Da China in der letzten Partie nur einen knappen Sieg landen konnte, muss das Team diesmal noch härter kämpfen, wenn es den Sprung in die nächste Runde schaffen will. Die beiden größten Schwächen sind mangelnde Präzision beim letzten Pass sowie Konzentrationsmängel. Diese Probleme waren auch gegen Südafrika wieder zu erkennen. Spanien ist ein stärkerer Gegner, sodass die Chinesinnen sich noch mehr darauf konzentrieren müssen, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und La Roja nicht zu viele Konterchancen zu geben.

Elisa Revuelta (ESP)
Die Platzierung Spaniens in Gruppe B ist noch völlig offen, mit einem Remis oder Sieg gegen die VR China würde das Team jedoch ins Achtelfinale einziehen. Sollten die Spanierinnen am Ende auf dem zweiten Platz landen, dann würden sie in der nächsten Runde möglicherweise auf die USA treffen. Die Botschaft ist jedoch klar: Spanien will nicht spekulieren und wird auf Sieg spielen. Obwohl sie sich am Ende gegen Deutschland geschlagen geben mussten, haben die Spanierinnen eine sehr gute Leistung gezeigt. Daher ist es gut möglich, dass Jorge Vilda bei einer 4-2-3-1-Formation mit demselben Personal bleibt (normalerweise bevorzugt er ein 4-3-3-System). Größtes Problem der Spanierinnen ist die mangelnde Präzision im Abschluss.

Südafrika – Deutschland, Gruppe B, Montpellier, 18:00 Uhr

Analyse der Teamreporter

Busisiwe Mokwena (RSA)_
Die Banyana Banyana geht nach der Rückkehr von Linksverteidigerin Nothando Vilakazi gestärkt in die Partie gegen Deutschland. Vilakazi bringt Erfahrung und Stabilität in die Abwehr. Südafrika hat in den bisherigen Gruppenspielen viel zu tief gestanden und Fehler gemacht, die das Team teuer zu stehen gekommen sind. Wenn die Südafrikanerinnen bei ihrer ersten WM-Teilnahme zumindest einen Punkt holen wollen, kann eine etwas offensivere Ausrichtung sicher nicht schaden.

Steffen Potter (GER)
Nächster Halt: Grenoble. Dieses Ziel haben sich die DFB-Frauen auf die Fahnen geschrieben, denn als Gruppensieger der Gruppe B würden sie dort im Achtelfinale auf den besten Drittplatzierten aus den Gruppen A, C oder D treffen. Alle Spiele der Gruppe B haben gezeigt, dass es hier extrem eng zugeht, enger als viele im Vorfeld erwartet hatten. Daher sind die Deutschen sehr zufrieden mit ihrer bisherigen Ausbeute von sechs Punkten. Ein Unentschieden gegen Südafrika würde ausreichen, um das Ziel zu erreichen. Dennoch bin ich sicher, dass wir ein offensiver ausgerichtetes Team sehen werden als gegen Spanien.

Nigeria – Frankreich, Gruppe A, Rennes, 21:00 Uhr

Analyse der Teamreporter

Ann Odong (NGA)
Die Nigerianerinnen haben nach dem enorm wichtigen Sieg gegen die Republik Korea nun gute Chancen auf ein Weiterkommen aus der hart umkämpften Gruppe A. Die Super Falcons gehen voller Selbstvertrauen in die Partie gegen Frankreich und wollen gegen die Gastgeberinnen ein dynamisches und schnelles Spiel aufziehen. Beim letzten Aufeinandertreffen konnten die Französinnen einen deutlichen Sieg verbuchen. Doch im nigerianischen Lager sind alle fest davon überzeugt, dass das Ergebnis diesmal anders ausfallen wird.

Emmanuelle Hingant (FRA)
Frankreich ist bereits für die nächste Runde qualifiziert und möchte sich die Tabellenführung sichern. Gleichzeitig gilt es jedoch zu entscheiden, ob einige Spielerinnen geschont werden sollen, die eine kleine Auszeit gut gebrauchen könnten. Damit ist jedoch das Risiko verbunden, dass einige Leistungsträgerinnen des Teams aus dem Turnierrhythmus kommen. Denn wenn sie gegen Nigeria pausieren, bestreiten sie möglicherweise zehn Tage lang kein Spiel.

Korea Republik – Norwegen, Gruppe A, Reims, 21:00 Uhr

Analyse der Teamreporter

Hounche Chung (KOR)
Für Trainer Yoon Dukyeo scheint die Priorität momentan darauf zu liegen, seine Spielerinnen nach den beiden Niederlagen wieder aufzurichten. Er hat bereits die große Kluft zwischen seinem Team und den europäischen Spitzenmannschaften angesprochen. Die Südkoreanerinnen brauchen gegen Norwegen vielleicht ein Wunder, um die Hoffnung am Leben zu erhalten, doch wenn sie neuen Mut fassen und noch einmal alles geben, werden wir sicherlich keine 1:7-Niederlage sehen wie beim Aufeinandertreffen der beiden Teams 2003 in den USA.

Philip O'Connor (NOR)
Trotz einer knappen 1:2-Niederlage gegen Gastgeber Frankreich gehen die Norwegerinnen voller Selbstvertrauen in das letzte Gruppenspiel gegen die Republik Korea. Die Weltmeisterinnen von 1995 haben in den letzten drei Spielen gegen die Südkoreanerinnen zwei Siege und ein Remis erreicht und werden versuchen, sich mit einem Sieg in Reims den zweiten Platz zu sichern.

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