FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011 ™

7. Juni - 7. Juli

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011™

"Matildas" setzen auf Garriocks Erfahrung

© Getty Images

Mittelfeldroutinier Heather Garriock kann auf die reiche Erfahrung aus drei FIFA Frauen-Weltmeisterschaften™ zurückblicken. Damit stellt sie ein wichtiges Gegengewicht zum restlichen Kader von Coach Tom Sermanni dar. Denn Australien stellt in Deutschland 2011 das drittjüngste Team des Turniers.

Neben Torhüterin und Spielführerin Melissa Barbieri ist Garriock das einzige Mitglied aus der Nationalelf des Turniers 2003 in den USA - und mit 120 Länderspielen bei weitem die erfahrenste australische Akteurin. Selbst der nationale Rekord von 151 internationalen Einsätzen, den die legendäre Cheryl Salisbury hält, rückt inzwischen in Reichweite.

*Dynamisch wie eh und je
*
Diese imposante und lange Karriere sollte indes nicht zu dem Trugschluss verleiten, dass die in Sydney geborene Spielerin inzwischen an Spritzigkeit verloren haben könnte. Nach einer zwölfjährigen internationalen Karriere mögen sich erste Abnutzungserscheinungen einstellen, doch auch heute noch sind ihre Dynamik und ihr Einsatzwille das Markenzeichen der 28-Jährigen.

Die Laufbahn der linken Mittelfeldspielerin hat in den letzten vier Jahren seit der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2007 zudem eine erstaunliche Entwicklung genommen. In dieser Zeit sorgte Garriock mit ihren gefährlichen Flanken und Freistößen in drei der weltbesten Ligen für Gefahr: in den USA bei Chicago Red Stars, in Dänemark für Fortuna Hjorring sowie in Schweden für den FC Malmö. Die Spielführerin des australischen Meisters 2010, FC Sydney, blieb auch in der Nationalmannschaft - mit Ausnahme von Verletzungspausen -  trotz des Zugangs vieler neuer, meist jüngerer Namen eine feste Konstante.

*Mehr Kreativität im Team
*
In Deutschland 2011 steht Australien vor einer bedeutenden Herausforderung. In ihrer Vorrundengruppe bekommen es die Matildas mit dem Vize-Weltmeister von 2007, Brasilien, sowie mit dem Weltmeister von 1995, Norwegen, und der afrikanischen Überraschungself aus Äquatorial-Guinea zu tun. Der Gegner im Auftaktspiel ist Brasilien, ausgerechnet das letzte Team, gegen das Australien bei der vorherigen WM spielte. In der damaligen Viertelfinalpartie mussten die Südamerikanerinnen ihr ganzes Können und einige spektakuläre Tore aufbieten, um sich am Ende mit 3:2 durchzusetzen.

"Dieses Team unterscheidet sich sehr von früheren australischen Mannschaften", sagte Garriock über die jüngste Generation der Matildas. "Im Vergleich zu früher haben wir einen viel tiefer besetzten Kader. Wir verfügen auch über mehr kreative und viele dynamische Spielerinnen. Die Spielphilosophie der Mannschaft hat sich geändert, obwohl Tommy (Sermanni) immer noch unser Trainer ist. Das finde ich großartig, denn er weiß, wie er das Beste aus uns herausholt."

*"Meine Erfahrung weitergeben"
*
Auf individueller Ebene, so Garriock, sei sie aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung zu einer kompletteren Fussballerin geworden. Und eine, die darauf achtet, sich spielerisch weiterzuentwickeln. "Ich weiß heute viel mehr über mich als Spielerin als vor vier Jahren", sagte die starke Technikerin. "Einer der Vorteile des Älterwerdens ist, dass du mehr über dich selbst und deine eigenen Fähigkeiten lernst. Ich bin auch entspannter, denn ich weiß, was mich bei einer Weltmeisterschaft erwartet. Auf meinen Stationen in mehreren Ländern habe ich verschiedene Fussballstile kennen gelernt, und ich habe in jedem Klub, bei dem ich in den letzten Jahren gespielt habe, etwas dazugelernt."

Wie fühlt es sich also an, in einem Team mit einem Altersdurchschnitt von 22 Jahren und sieben Teenagern die Seniorin zu sein? "Ich fühle mich mehr zu dieser Mannschaft zugehörig als je zuvor", sagte die Nummer sieben. "Ich sehe mich gar nicht in einer besonderen Rolle als Dienstälteste. Ich passe einfach als eine weitere Spielerin rein, und ehrlich gesagt läuft es gut für mich. Aber natürlich genieße ich es auch, wenn ich die Gelegenheit habe, etwas von meiner Erfahrung weiterzugeben. Und hoffentlich von Zeit zu Zeit einige hilfreiche Einblicke zu geben."

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