FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011 ™

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Klimafair und nachhaltig: "Green Goal 2011" ein Erfolg

Martin Schmied of 'oeko Institut, Ulrich Wolter of FIFA 2011 Organizing Committee, Claudia Roth, DFB enviromental officer, Rolf Hocke, vice president of the DFB, Stefanie Schulte of 'DFB Nachhaltigkeit', and Federico Addiechi
© Getty Images

Der Fussball hinterlässt seine Spuren: An diesem Freitag wurde am Haupsitz des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) der "Legacy Report" der Umweltkampagne der FIFA Frauen-WM veröffentlicht. Daraus geht klar hervor, dass das Programm "Green Goal 2011" mit dem Ziel, eine umweltfreundliche und klimafaire Veranstaltung zu erreichen, zum Erfolg wurde.

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter erklärte im Vorwort des Berichts: "Zu einer erstklassigen FIFA-Weltmeisterschaft gehören heute auch das Bewusstsein für die Umwelt und ein entsprechendes Programm, das die negativen Auswirkungen auf die Umwelt ermittelt und mit gezielten Maßnahmen reduziert und kompensiert. Diese Aufgabe hat die Green-Goal-Umweltschutzkampagne der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011 hervorragend gelöst."

In acht der neun WM-Stadien konnte ein nachhaltiges Umweltmanagement etabliert werden. "Diese Bilanzen belegen, dass Deutschland einmal mehr die Chance genutzt hat, sich als gastfreundlicher und fussballbegeisterter Gastgeber zu präsentieren sowie ein umweltbewusstes und klimafaires Turnier auszurichten", so DFB-Präsident Theo Zwanziger.

*Emissionen vollständig kompensiert
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Dank eines umfangreichen Umweltmanagements wurden im Rahmen von "Green Goal 2011" rund um die begeisternde WM-Endrunde in den fünf Kernthemen Energie, Wasser, Abfall, Mobilität und Catering zahlreiche Lösungen gefunden, um einerseits die Umweltbelastung bei dieser Großveranstaltung zu reduzieren, und gleichzeitig die Öffentlichkeit bezüglich dieser Aspekte zu sensibilisieren, Umweltkooperationen einzugehen und Nachhaltigkeit zu schaffen. "Der Dank geht auch an die FIFA", erklärte die bei der Präsentation des "Legacy Reports" und dem in diesem Rahmen veranstalteten Dialogforum anwesende Claudia Roth, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und Beauftragte für Umwelt- und Klimaschutz des DFB.

Für die Kompensation der WM-bedingten Treibhausgasemissionen wurden vom Organisationskomitee und dem DFB mit Unterstützung der FIFA auf freiwilliger Basis insgesamt 600.000 Euro investiert. Mit diesen Mitteln werden fünf Projekte in Entwicklungsländern gefördert, um insgesamt 40.000 Tonnen CO2-Emissionen zu kompensieren. Am Ende des WM-Jahres 2011 werden die Emissionen, die im Rahmen des Turniers entstanden sind, dann vollständig kompensiert sein.

Mit dem Zertifikat "ÖKOPROFIT" wurde ein Umweltmanagement in acht der neun WM-Stadien eingeführt. In fünf Workshops wurden die Mitarbeiter der Stadien über ökologische und ökonomische Maßnahmen zur Senkung des Energie- und Wasserverbrauchs sowie zur Vermeidung und Reduktion von Abfällen informiert. Im Zuge der Einführung von "ÖKOPROFIT" wurden insgesamt 50 Einzelmaßnahmen umgesetzt, 20 weitere sollen folgen, wodurch jährlich rund sechs Millionen Kilowattstunden Energie in den Stadien eingespart werden.

*In die Breite der Gesellschaft
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Im Detail heißt dies: In der Frankfurter WM-Arena wurden während des Turniers beispielsweise insgesamt 24.000 Bio-Bratwürste verkauft. Und in allen WM-Stadien wurde jeweils mindestens eine Speise in Bio-Qualität angeboten. Im Bereich Mehrwertbecher wurde ebenso gearbeitet wie im Bereich der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und beim Umsteigen vom Fliegen auf den Schienenverkehr. Sowohl große als auch kleine Maßnahmen wurden ergriffen, um das Treffen der weltweiten Frauen-Elite grüner zu gestalten. "Dies ist ein Turnier, das in die Breite der Gesellschaft gegangen ist", sagte Ulrich Wolter, Gesamtkoordinator des LOC für die FIFA Frauen-WM 2011.

Insgesamt fällt das renommierte Öko-Institut, das die Bilanz erstellt hat, ein überwiegend positives Urteil. Der DFB, der Weltverband FIFA und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, als Initiatoren und Unterstützer der Kampagne, können sich mit dem Ergebnis zufrieden zeigen. "Green Goal war nicht der Anfang. Aber es war der Katalysator, der alles beschleunigt hat. Es geht auf jeden Fall weiter", ist sich Markus Gladys von der SGL Arena Augsburg, in der WM-Spiele ausgetragen wurden, sicher.

*Wichtige Erfahrungen für die Zukunft
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Während in Deutschland das Streben nach mehr Umweltfreundlichkeit infolge von "Green Goal 2011" fortan in die Stadien und Vereine transportiert werden soll und der DFB sich in diesem Bereich auch weiterhin intensiv engagieren wird, wird die Nachhaltigkeit auch global ein großes Thema sein. "Die Erfahrungen aus dieser Kampagne sind unheimlich wichtig im Hinblick auf künftige Turniere und geben wesentliche Impulse", erklärte der beim "Green Goal"-Dialogforum in Frankfurt ebenfalls anwesende Leiter der FIFA-Abteilung für Soziale Verantwortung, Federico Addiechi. Ein nachhaltiges Erbe zu hinterlassen, diese Idealvorstellung erscheint nun äußerst realistisch zu werden.

Allerdings gibt Addiechi auch zu bedenken: "Es gibt natürlich Unterschiede von einem Land zum anderen. Da müssen wir uns anpassen." Doch längst ist im Bereich Umweltbewusstsein im Fussball der Anfang gemacht. Nicht zuletzt dank "Green Goal 2011" gibt es für klimafaire Veranstaltungen nun klare Richtungen und Erfahrungswerte.

"Jetzt ist ein Rahmen vorhanden. Die fünf Bausteine Energie, Wasser, Abfall, Mobilität und Catering sind die Themen des Umweltprogramms. Für 2014 sind es gar sechs: Wasser, Abfall, Energie, Transport, Procurement und Klimawandel. Sie werden in Zukunft bei den WM-Endrunden präsent sein", zeigte sich Addiechi zuversichtlich. 125 Tage nach der FIFA Frauen-WM 2011 und exakt 937 Tage vor der FIFA WM 2014 in Brasilien wurde an diesem Freitag in Frankfurt damit ein Etappenziel erreicht.

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