FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

7. Juni - 7. Juli

FIFA Frauen-WM 2019™

Italien mit Überraschungssieg – England schlägt Schottland

© Getty Images
  • Italien gelingt bei WM-Rückkehr ein Auftaktsieg gegen Australien
  • Cristiane schnürt einen Dreierpack für Brasilien – England siegt im Nachbarschaftsduell gegen Schottland
  • Reaktionen und mehr: #AUSITA, #BRAJAM und #ENGSCO

Italien sorgte am dritten Spieltag der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™ für die größten Schlagzeilen. Den WM-Rückkehrerinnen gelang mit einem Sieg gegen Australien nach zwischenzeitlichem Rückstand die erste große Überraschung des Turniers.

Barbara Bonansea schnürte in der Partie einen Doppelpack für die Azzurre. Im Spiel zwischen Brasilien und Jamaika gelang Cristiane gar ein Hattrick. Die Südamerikanerinnen haben ihre Formschwäche offenbar genau im richtigen Moment überwunden und kamen auch ohne Superstar Marta zu einem ungefährdeten Sieg gegen Jamaika. Im dritten Spiel des Tages wehrten dann die Engländerinnen in Nizza ein spätes Aufbäumen der Schottinnen ab und behielten gegen den Turnierdebütanten die Oberhand.

Australien – Italien 1:2

Analyse der Teamreporter

Pete Smith (AUS)
Die Australierinnen zeigten eine durchwachsene Leistung. Nach leichten Unsicherheiten zu Beginn der Partie wirkten sie während der gesamten ersten Halbzeit sehr gefährlich. Doch nach zwei VAR-Entscheidungen verloren die Matildas im zweiten Durchgang ihren Rhythmus und mussten dies in der Schlussphase teuer bezahlen. Auch weiterhin bleibt die Defensive das größte Problem des Teams, das in den letzten zwei Spielen vor dem WM-Auftakt nicht weniger als acht Gegentore kassierte. Auch gegen die Italienerinnen wirkten die australischen Verteidigerinnen gelegentlich unkonzentriert.

Sonja Nikcevic (ITA)
Vor dieser Partie hatte Australiens Trainer bereits erklärt, dass er Italien fürchte – und die Azzurre zeigten heute, dass dieses Gefühl zurecht bestand. Sie ließen sich in der Partie gegen ein Team aus dem erweiterten Favoritenkreis nicht einschüchtern sondern zeigten bei ihrer lang ersehnten Rückkehr auf die Weltbühne des Frauenfussballs eine beherzte Leistung. Barbara Bonanseas spätes Siegtor war aus italienischer Sicht ein perfekter Schlusspunkt der Partie. Die Jubelszenen auf dem Platz machten deutlich, wie wichtig dieses Resultat für das ganze Team war.

Brasilien – Jamaika 3:0

Analyse der Teamreporter

Giancarlo Giampietro (BRA)
Marta sah von der Bank aus zu, als die Seleção demonstrierte, wie stark sie im Angriff besetzt ist. Cristiane, die auf Martas Position ins Spiel ging, erzielte Brasiliens ersten Hattrick seit 1999 bei einer FIFA Frauen-WM. Das Offensivquartett mit Beatriz, Andressa, Debinha und Cristiane harmonierte sehr gut. Den Brasilianerinnen gelang es zudem besser als erwartet, den Rhythmus der Partie zu kontrollieren. Alles in allem war es eine sehr solide Leistung zum Auftakt.

Kayon Davis (JAM)
Dies war ein ernüchternder Turnierauftakt für die Reggae Girlz. Sie gingen zwar mit viel Selbstbewusstsein ins Spiel, doch letztlich setzten sich die sehr viel erfahreneren Brasilianerinnen, allen voran Cristiane und Formiga erwartungsgemäß durch. Aber auch die Jamaikanerinnen kamen durchaus zu einigen guten Spielzügen, meist über Shaw, Carter und Matthews. Im Mittelfeld hingegen offenbarte das Team Probleme und in der Abwehr mangelte es an Disziplin. Nun muss für das nächste Spiel ein neuer Ansatz gefunden werden.

England – Schottland 2:1

Analyse der Teamreporter

Laure James (ENG)
Englands Trainer Phil Neville hatte mehrfach den Optimismus und das Selbstvertrauen seiner Schützlinge gelobt, die nun die Gelegenheit nutzten, um diese Stärken auch umzusetzen. Einzig gegenüber der schottischen Torschützin Claire Emslie schienen die Engländerinnen etwas zu sorglos. Die unermüdliche Angreiferin fand mehrfach Lücken in der gegnerischen Defensive und nutzte eine davon aus. Letztlich brachten das gute Kombinationsspiel zwischen Lucy Bronze und Nikita Parris, das starke Mittelfeld und die guten Abschlüsse den Engländerinnen den hart erkämpften Sieg ein.

Aileen Larkin (SCO)
Die Schottinnen werden zwar enttäuscht sein, dass ihnen kein Punktgewinn gelang, doch sie bewiesen sich auf der Weltbühne durchaus als würdiges Team. Nach dem heutigen Auftritt gegen den Weltranglistendritten und Titelanwärter England dürfen die Spielerinnen und auch die Fans durchaus voller Optimismus auf die verbleibenden zwei Partien in Gruppe D blicken.

Siehe auch

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So geht es weiter

10. Juni

Argentinien – Japan, Gruppe D, Paris, 18:00 Uhr
Kanada – Kamerun, Gruppe E, Montpellier, 21:00 Uhr

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