FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011 ™

7. Juni - 7. Juli

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011™

Haavi rettet Norwegen vor Ausrutscher

© Getty Images

Emilie Haavi hat Norwegen vor einem Fehlstart in die FIFA Frauen-WM 2011 bewahrt. Die 19-Jährige traf zum Auftakt der Gruppe D an diesem Mittwoch in Augsburg gegen ein überraschend starkes und über weite Strecken sogar dominierendes Team aus Äquatorial-Guinea in der Schlussphase zum 1:0-Siegtreffer und sicherte den Skandinavierinnen damit drei wichtige Zähler im Kampf um das Weiterkommen.

Wie erwartet setzte der Weltmeister von 1995 zunächst die Akzente. Haavi hätte schon nach 120 Sekunden für die Führung sorgen können, doch die Mittelfeldspielerin traf frei vor dem gegnerischen Gehäuse auftauchend aus spitzem Winkel nur den Pfosten. Und auch Angreiferin Isabell Herlovsen konnte das Leder wenig später aus aussichtsreicher Position nicht im Tor unterbringen. Diese beiden Großchancen wirkten wie ein Weckruf bei den Afrikanerinnen, denn fortan kamen sie besser ins Spiel und setzten Norwegen phasenweise mächtig unter Druck.

Nach einer guten Viertelstunde sorgte Jumaria mit einem frechen Lupfer aus 35 Metern für Raunen auf den Zuschauerrängen, doch Torfrau Ingrid Hjelmseth konnte das Leder gerade noch so mit den Fingerspitzen über das Gehäuse lenken. Dann fanden Dorine und Spielführerin Anonman in der norwegischen Keeperin ihren Meister. Und in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit tauchte Anonman sogar alleine vor Hjemlseth auf und scheiterte abermals an der starken Nummer eins der Gresshoppene.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Norwegerinnen wieder stärker. Die eingewechselte Lene Kykjaland traf nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff den Pfosten. Es folgte ein offener Schlagabtausch zweier Teams, die unbedingt drei Punkte einfahren wollten und die Zuschauer damit mächtig begeisterten. In der 53. Minuten scheiterten erst Anonman auf der einen, dann Herlovsen auf der anderen Seite aus aussichtsreichen Positionen. Und auch in der Folge boten sich beiden Ensembles äußerst hochkarätige Chancen, die nicht genutzt werden konnten.

Als Äquatorial-Guinea gerade wieder die Oberhand übernahm und gleich mehrfach durch die starke, aber vor dem gegnerischen Gehäuse mit großem Pech versehene Anonman das Führungstor hätte bejubeln müssen, erwies sich Norwegen als eiskalt: Sechs Minuten vor dem Schlusspfiff setzte sich die eingewechselte Leni Larsen Kaurin auf dem rechten Flügel durch und gab flach in die Mitte, wo Haavi goldrichtig stand, um aus kurzer Distanz den Siegtreffer zu erzielen.

Das Ensemble aus Äquatorial-Guinea hat es im Rahmen des zweiten Spieltages der Gruppe D am kommenden Sonntag in Bochum mit Australien zu tun. Norwegen trifft am gleichen Tag in Wolfsburg auf Brasilien.

Spielerin des Spiels: Ingrid Hjelmseth

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