FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011 ™

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FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011™

Gruppe D: Topfavorit überzeugt, WM-Debütant begeistert

Erika (R) of Brazil celebrates scoring the first goal with Aline
© Getty Images

In der Gruppe D der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011™ in Deutschland waren alle Augen auf Brasilien gerichtet. Vor Beginn des Turniers hatten die Ballkünstlerinnen aus Südamerika unmissverständlich klargemacht, dass es an der Zeit sei, den ersten Titel nach Brasilien zu holen. In der ersten Partie konnten Marta und Co. allerdings noch nicht hundertprozentig überzeugen, steigerten sich aber im Laufe der Gruppenphase und stellten somit ihre Favoritenrolle eindrucksvoll unter Beweis.

Das als Geheimfavorit gehandelte Team aus Norwegen musste nach der Vorrunde hingegen überraschend die Heimreise antreten und den zweiten Platz Australien überlassen. Das von Tom Sermanni trainierte Team von Down Under überzeugte durch Kampfkraft und Siegeswillen und zog verdient in die Runde der letzten Acht.

Endstand
1. Brasilien (9 Punkte)
2. Australien (6)
3. Norwegen (3)
4. Äquatorial-Guinea (0)

Die nächsten Partien
Brasilien - USA, Dresden, 10. Juli, 17:30 Uhr
Schweden - Australien, Augsburg, 10. Juli, 13:00 Uhr

*Ein Rückblick
*
Nach der Vorrundenauslosung in Frankfurt wurde Brasilien als klarer Favorit auf den Gruppensieg in der Staffel D gehandelt. Auch Norwegen räumte man gute Chancen auf das Erreichen der nächsten Runde ein. Zum Auftakt taten sich Fussballmächte aus Südamerika und Europa jedoch etwas schwer. Vize-Weltmeister Brasilien feierte im ersten Gruppenspiel einen Arbeitssieg gegen Australien und konnte seinen Status als Titelmitfavorit noch nicht vollends rechtfertigen. Auch Norwegen setzte sich dank eines späten Treffers nur knapp mit 1:0 gegen ein überraschend starkes Team aus Äquatorial-Guinea durch.

Am zweiten Spieltag kam Brasilien dann so langsam in Fahrt. FIFA Weltfussballerin Marta führte ihr Team fast im Alleingang zu einem souveränen Sieg gegen Norwegen. Damit zog Brasilien frühzeitig in das Viertelfinale ein und verpasste den "Grashüpfern" aus Norwegen einen herben Dämpfer. Australien hatte sich hingegen nach einem hart umkämpften Sieg gegen Äquatorial-Guinea erfolgreich in das Rennen um die Viertelfinal-Tickets zurückgemeldet. Für das Team aus Afrika bedeute diese Niederlage allerdings das Aus.

Während Brasilien vor dem letzten Vorrundenspiel seinen Platz in der Runde der letzten Acht bereits sicher hatte, mussten Australien und Norwegen im direkten Duell den zweiten Viertelfinal-Teilnehmer ausmachen. Spannung pur war angesagt und die Partie hielt, was sie versprach. Während Norwegen unbedingt einen Sieg benötigte, um sich für die nächste Runde qualifizieren zu können, reichte den Australierinnen aufgrund der besseren Tordifferenz ein Remis. Nach einem 2:1-Erfolg durften am Ende die Matildas jubeln, während bei Norwegen, die erstmals bei einer WM nicht in die K.o.-Runde einziehen konnten, Tristesse pur herrschte.

Unvergessene Momente
Äquatorial-Guinea bringt Farbe ins Spiel
Auch wenn sich der WM-Neuling aus Afrika in allen drei Spielen der Gruppenphase geschlagen geben musste, hinterließ die Mannschaft aus Äquatorial-Guinea einen bleibenden Eindruck. Zum einen sorgte das Team von Trainer Marcello Frigerio mehrfach für Raunen und Szenenapplaus auf den Rängen, zum anderen brachte der Debütant jede Menge Farbe ins Spiel. Das zu Cornrows geflochtene Haar von Anonman war ein regelrechtes Kunstwerk. Während zu Beginn des Turniers noch zahlreiche grün gefärbte Strähnen ihr Oberhaupt schmückten, strahlten zum Ende rote Strähnen heraus. Doch nicht nur Anonman brachte Farbe ins Spiel, auch ihre Teamkolleginnen sorgten mit Schuhen in orange, gelb, blau, grün, weiß, rot für jede Menge bunte Momente.

*Die Marta-Gala *
Während Marta im ersten Gruppenspiel ihr wahres Können noch nicht unter Beweis stellen konnte, sollte in der Partie gegen Norwegen eine Marta-Gala folgen. Zweimal traf die 25-Jährige ins gegnerische Gehäuse und konnte in der Torschützenliste der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft mit Michelle Akers gleichziehen. Mit zwölf Treffern belegt sie nun gemeinsam mit der U.S.-Amerikanerin den zweiten Platz. Nur Deutschlands Ausnahmestürmerin Birgit Prinz hat bisher öfter getroffen (14). Außerdem hat die 25-Jährige nun schon drei Treffer gegen Norwegen in dieser Turnierserie erzielt - so viele wie gegen keinen anderen Gegner.

Das Zahlenspiel
7- Bisher erzielte Cristiane sieben Treffer für Brasilien bei einer FIFA Frauen-WM. Dabei scheint sich allerdings immer etwas Zeit zu lassen. Sämtliche ihrer Treffer fielen erst in der zweiten Halbzeit zwischen der 47. und 56. Minute.

Das Zitat
"Manche sagen, unsere Abwehr sei rückständig, aber wir stehen kompakt und solide. Und wir haben tolle Konterspielerinnen und Stürmerinnen. Marta ist ganz klar darauf konzentriert, dass Brasilien Weltmeister wird!"
Kleiton Lima (Trainer, Brasilien)

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