FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

7. Juni - 7. Juli

FIFA Frauen-WM 2019™

Freudentränen nach Bronze-Gewinn

Caroline Seger of Sweden and her teammates celebrate following t
© Getty Images
  • Schweden sicherte sich bei der WM die Bronzemedaille
  • Frankreich 2019 steigerte die Beliebtheit des Frauenfussballs
  • "Es sind viele Freudentränen geflossen"

Nach dem Abpfiff der Partie in Nizza war die große Freude bei den Schwedinnen nicht zu übersehen.

"Es sind viele Freudentränen geflossen, das kann ich Ihnen sagen!", so Caroline Seger gegenüber FIFA.com.

Für die Schwedinnen sind der 2:1-Sieg gegen England und der Gewinn der Bronzemedaille bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™ beeindruckende Erfolge. Sie gingen als Weltranglisten-Neunter ins Turnier und erreichten dennoch einen Platz auf dem Podium.

"Wir haben sehr viel erreicht", sagte denn auch Mittelfeldspielerin Kosovare Asllani. "Niemand hätte gedacht, dass wir einen der drei Olympia-Startplätze oder die Bronzemedaille holen würden. Wir sollten wirklich stolz sein."

Historisch gehört Schweden seit vielen Jahren zu den Hochburgen des Frauenfussballs. Bereits zum vierten Mal landeten die Skandinavierinnen bei einer FIFA Frauen-WM™ in den Top 3. Doch mit der enormen weltweiten Entwicklung des Frauenfussballs haben andere Länder aufgeholt.

"Es ist kein Geheimnis, dass es Länder gibt, die deutlich mehr investieren als wir", so Torhüterin Hedvig Lindahl. "Wir müssen entsprechend noch härter arbeiten, um auf diesem Niveau spielen zu können."

Für Lindahl ist es die dritte WM-Medaille und die zweite aus Bronze. Sie ist ihr ganz besonders viel wert.

"So haben wir auch 2011 abgeschnitten", so die Torhüterin. "Aber ich persönlich finde, dass ich dieses Mal besser gespielt habe. Und ich denke auch, dass Schweden vor acht Jahren im Vergleich zu anderen Ländern noch weiter vorn lag. Mittlerweile haben uns einige Länder überholt. So gesehen ist diese Bronzemedaille eine größere Leistung. Genau das macht mich sehr stolz."

"Es lässt sich nur schwer in Worte fassen", so Verteidigerin Nilla Fischer. "Wir haben während des gesamten Turniers gezeigt, wie konkurrenzfähig wir sind – auch heute wieder. Darauf sollten wir stolz sein."

Für alle schwedischen Spieler steht zudem fest, dass es um mehr geht, als die Bronzemedaille um den Hals. Es geht um die Auswirkungen auf den Frauenfussball in der Heimat. 

"Ich denke, das wird deutliche Auswirkungen haben", ist Seger überzeugt. "Es ist ein großer Erfolg, dass wir ein weiteres Mal eine Medaille gewonnen haben. Frauenfussball wird heute im Fernsehen gezeigt, man kann das Geschehen verfolgen. Wir haben uns mit den Menschen in Schweden gesteigert."

"Je länger das Turnier lief, desto deutlicher wurden die Auswirkungen", so Linda Sembrant. "In der Heimat hat sich Einiges getan. Sehr viele Menschen haben die WM verfolgt, haben Interesse entwickelt. Es ist großartig, Anteil an diesen Auswirkungen zu haben, für Schweden und für junge Mädchen. Das ist etwas ganz Besonderes."

Für Lindahl, Seger, Sembrant und Fischer könnte dies durchaus das letzte WM-Spiel gewesen sein. Sie alle haben unter ganz anderen Bedingungen mit dem Fussball angefangen, als sie heute für die neue Generation hinterlassen. Sie haben an vorderster Front dazu beigetragen, den Weg zu ebnen.

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