FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

7 Juni - 7 Juli

FIFA Frauen-WM 2019™

Eseosa Aigbogun und der magische Moment

© AFP
  • Eseosa Aigbogun schrieb Geschichte, als sie das erste Schweizer WM-Tor für die Frauen-Nationalmannschaft erzielte
  • Die 25-Jährige setzt auf mannschaftliche Geschlossenheit
  • "Wir wollen es einfach!"

Wenn Eseosa Aigbogun von ihrer ersten Frauen-Weltmeisterschaft erzählt, dann spürt man, welchen besonderen Stellenwert dieses Turnier in ihrem Leben einnimmt. 2015 nahm sie mit der Schweiz an der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft in Kanada teil, die dort ihr Debüt auf der globalen Bühne feierte. Aigbogun selbst schrieb dabei Geschichte, als sie das erste Schweizer WM-Tor für die Frauen-Nationalmannschaft erzielte.

"Die erste WM ist wirklich unglaublich gewesen. Das kann man gar nicht erklären. Diese Erfahrung muss man einfach selbst gemacht haben", erzählt die in Zürich geborene Stürmerin im Gespräch mit FIFA.com. "Deshalb möchte ich das unbedingt noch einmal erleben und unbedingt zur zweiten WM fahren. Wir müssen als Team jetzt noch einmal alles geben, damit wir das zusammen erleben können. Dass ich das erste Tor für die Schweiz bei einer WM erzielt habe, hat damit eigentlich gar nichts zu tun. Dies mit seinen Mitspielerinnen erleben und teilen zu dürfen ist eigentlich der magische Moment.“

Denkbar knapp hat das Team von Martina Voss-Tecklenburg den direkten Sprung nach Frankreich 2019 verpasst. Am vorletzten Gruppenspieltag hätte gegen Schottland schon ein Punkt zur direkten Qualifikation gereicht. Aber Schottland erwies sich mit dem 2:1 im Spitzenspiel als Spielverderber. In der abschließenden Partie hätten die Eidgenössinnen einen Sieg gegen Polen einfahren müssen. Aber auch dort konnten sie die Korken nicht knallen lassen. Am Ende reichte es nur zu einem torlosen Remis.

"Wie man in den letzten zwei Spielen gesehen hat, haben wir noch Steigerungspotential. Sonst hätten wir uns direkt qualifiziert. Wir haben das aber abgehakt, schauen nach vorne und werden jetzt auf jeden Fall alles geben", analysiert die Offensivkraft im Dienste von Paris FC.

Nun gilt es, sich voll und ganz auf das anstehende Playoff-Halbfinale gegen Belgien am 5. und 9. Oktober vorzubereiten. Ein positives Ergebnis würde den Einzug ins Finale gegen den Sieger der Partie zwischen Dänemark und den Niederlanden bedeuten und den WM-Startplatz in greifbare Nähe bringen.

"Unsere Trainer werden uns bestmöglich auf das Spiel vorbereiten. Wir werden sicherlich noch einige Szenen der letzten beiden Spiele anschauen und dafür sorgen, dass so etwas nicht noch einmal passiert und das bestmögliche aus uns herausholen. Wir haben verschiedene Spielerinnen, von der jede etwas anderes mitbringt. Unser Schlüssel zum Erfolg wird sein, dass jede ihre Stärken einsetzt.", zeigt sich Aigbogun kämpferisch.

"Ich glaube, dass wir das Spiel gewinnen, weil wir alle noch von der letzten WM zehren oder eine WM unbedingt erleben wollen. Wenn wir den Spielerinnen, die nicht dabei waren, davon erzählen, dann merken wir, dass das Feuer auch in ihnen brennt. Wir wollen es einfach! Wir wollen es als Team einfach noch einmal zusammen erleben. Wir wollen es unbedingt und werden das auch genauso auf dem Spielfeld zeigen."

Über ihre scheidende Trainerin Martina Voss-Tecklenburg

"Sie hat viel aus der Schweiz gemacht, seit sie gekommen ist. Mit ihr haben wir uns zum ersten Mal für eine WM qualifiziert. Mit ihr haben wir uns zum ersten Mal für eine Europameisterschaft qualifiziert. Hoffentlich werden wir uns mit ihr zusammen zum zweiten Mal für eine Weltmeisterschaft qualifizieren. Für jede einzelne Spielerin ist Martina Voss-Tecklenburg sehr wichtig, auch für mich persönlich. Sie hat mich sehr weit gebracht, alles aus mir herausgeholt und mir viel Vertrauen geschenkt. Sie wird bis zum letzten Tag alles mit uns durchziehen."

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