FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019

7 Juni - 7 Juli

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2019™

Es ist Playoff-Zeit!

  • Vier Teams kämpfen um das letzte Europa-Ticket für Frankreich 2019
  • Die Halbfinalduelle werden im Hin-und-Rückspielmodus ausgetragen
  • Belgien trifft auf die Schweiz, Europameister Niederlande auf Dänemark

35 Mannschaften waren in der Gruppenphase der Europa-Qualifikation angetreten, um sich eines der acht begehrten Tickets für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2019 zu sichern. Sieben von ihnen dürfen als Gruppenerste bereits für Frankreich planen, vier noch darauf hoffen. Die Niederlande, Dänemark, Belgien und die Schweiz haben als beste Gruppenzweite den Sprung ins Playoff-Halbfinale geschafft und werden den letzten Teilnehmer Europas untereinander ausspielen.

Die Spiele

Belgien – Schweiz, Leuven, 5. Oktober, 20.30 Uhr (Ortszeit)
Schweiz – Belgien, Biel, 9. Oktober, 19.00 Uhr (Ortszeit)

Belgien steht vor einer Premiere – und zwar fast im doppelten Sinne. Das Team von Bondscoach Ives Serneels will es Schottland nachmachen und im nächsten Jahr sein WM-Debüt feiern. Um diesen Traum wahr werden lassen zu können, müssen die Red Flames ihr erstes Playoff überhaupt erfolgreich abschließen. Der Gegner im Halbfinale? Die Schweiz, die bei der letzten Auflage 2015 in Kanada ihr Debüt auf der globalen Bühne gab.

Die letzte Begegnung zwischen diesen beiden Mannschaften beim Zypern-Cup 2017 endete mit einem 2:2-Unentschieden. Für Martina Voss-Tecklenburg werden die Playoffs die letzten Spiele als Schweizer Nationaltrainerin sein, da sie im Anschluss an die WM-Qualifikation der Eidgenössinnen die deutsche Frauen-Nationalmannschaft übernehmen wird. Nils Nielsen, der Dänemark zum Finale der UEFA Frauen-EM 2017 führte, wird am 1. Dezember ihre Nachfolge antreten. Eines ist auf jeden Fall sicher: Die Fans dürfen sich nicht nur auf ein ausgeglichenes, sondern auch offensiv geprägtes Spiel freuen. In der neusten Ausgabe der FIFA/Coca-Cola-Frauenweltrangliste trennen die Mannschaften gerade einmal fünf Plätze. Die Schweiz belegt Rang 18, die Belgierinnen Rang 23. Den Drang zum Tor nennen beide Teams ihr Eigen (21, bzw. 28 erzielte Treffer in der Gruppenphase).

Niederlande - Dänemark, Breda, 5. Oktober, 20.00 Uhr (Ortszeit)
Dänemark - Niederlande, Viborg, 9. Oktober, 18.00 Uhr (Ortszeit)

Seit der ersten Austragung einer FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 1991 in China VR mussten die Frauen des niederländischen Fussballverbandes darauf warten, erstmals bei dem globalen Kräftemessen dabei sein zu können. 2015 war es dann soweit. Nach einem erfolgreichen Abschneiden im Playoff-Finale gegen Italien im November 2014 sicherten sich die Oranje Leeuwinnen das Ticket für die Frauen-WM 2015 in Kanada. Für die Ausgabe im nächsten Jahr muss der amtierende Europameister erneut den Weg über die Playoffs gehen. Dieses Mal wartet mit Dänemark kein Unbekannter auf die Niederländerinnen. Zuletzt gewann man beim Algarve Cup 2018 gegen diesen Gegner und hat besonders gute Erinnerungen an das Finale der UEFA Frauen-EM 2017, das man mit 4:2 für sich entschied.

Im Gegensatz zu den Niederlanden kann Dänemark bereits auf vier WM-Teilnahmen zurückblicken. 1991 und 1995 schaffte die DBU-Elf den Sprung ins Viertelfinale, wo sie sich Deutschland, bzw. Norwegen, geschlagen geben mussten. Dänemark verpasste 2003 und 2011 die WM über die Playoffs. Die direkte Qualifikation gelang zuletzt 2007. Gegen die Niederlande will die Elf von Trainer Lars Søndergaard nun die Durststrecke von zwölf Jahren beenden und an alte Erfolge anknüpfen.

Zitate

"Zu Beginn des Jahres, nach der 0:3-Niederlage gegen Schweden [Niederlage am grünen Tisch Anm. d. Red. ] wussten wir, dass es schwer werden wird, sich direkt zu qualifizieren. Aber plötzlich hatten wir die Chance, wir mussten nur das Rückspiel gewinnen. Aber wir haben immer gewusst, dass es ein sehr schwieriger Weg sein würde und diese Playoffs sind schwierig.“
Lars Søndergaard, Trainer Dänemark

"Belgien hat eine tolle EM gespielt und sich enorm entwickelt. Trotzdem wird das ein offenes Spiel in einer grundsätzlich guten Konstellation für uns. Ob es ein Vor- oder Nachteil ist, mit einem Auswärtsspiel zu beginnen, lässt sich nur schwer sagen. Wir müssen es einfach so annehmen, wie es ist."
Martina Voss-Tecklenburg, Trainerin Schweiz

Die Sieger der beiden Halbfinal-Duelle spielen zwischen dem 5. und 13. November um das letzte europäische WM-Ticket.

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