FIFA Frauen-Weltmeisterschaft China 2007 ™

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft China 2007 ™

7. Juni - 7. Juli

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2007™

Endspiele voller Spannung und Dramatik

Es gab ein Golden Goal und Elfmeterschießen, und auch sonst waren die Endspiele der vier vergangenen FIFA Frauen-Weltmeisterschaften an Spannung kaum zu überbieten. FIFA.com blickt noch einmal zurück auf den Verlauf der Finalpartien.

USA 2003: Deutschland - Schweden 2:1 (n. V.)

Mit attraktivem Offensivfussball gewann Deutschland schließlich durch ein Golden Goal und hatte sich spätestens jetzt als Spitzenmannschaft im Frauenfussball etabliert. Birgit Prinz gewann den Goldenen Ball und den Goldenen Schuh und die deutsche Torfrau Silke Rottenberg wurde beste Torhüterin des Turniers. Zunächst hatte es nach dem Führungstreffer durch Hanna Ljungberg in der ersten Hälfte jedoch lange so ausgesehen, als würden die Schwedinnen die Oberhand behalten. Zu Beginn der zweiten Hälfte mussten sie dann den Ausgleich durch Maren Meinert hinnehmen und sich zahlreicher Angriffe der Deutschen erwehren. Zum zweiten Mal in Folge ging das Finale dann in die Nachspielzeit und die eingewechselte Nia Künzer erzielte in der 98. Minute im Anschluss an einen Freistoß von Renate Lingor den Siegtreffer per Kopfball. Damit war Deutschland Weltmeister, und Tina Theune-Meyer war die erste Trainerin, der es gelang, eine Mannschaft zum WM-Sieg zu führen.

USA 1999: USA - China 0:0 (n. V.; 5:4-Sieg für die USA nach Elfmeterschießen)

Erstmalig wurde ein Finale der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft im Elfmeterschießen entschieden, genau wie fünf Jahre zuvor das Finale der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ der Männer, das ebenfalls im Rosebowl-Stadion von Pasadena ausgetragen worden war. China hatte sich zuvor als torhungrigste Mannschaft der 16 Teilnehmer erwiesen und in den vorangegangenen fünf Spielen 19 Treffer erzielt. In diesem Spiel sorgten die Chinesinnen jedoch erst in der Nachspielzeit wirklich für Gefahr. Fan Yunjies Torschuss wurde jedoch auf der Linie von Kristine Lilly geklärt, die auch acht Jahre später noch im Kader stehen sollte. Im Elfmeterschießen parierte Briana Scurry dann den dritten Versuch von Liu Ying und sorgte damit für die Vorentscheidung, bis dann Brandi Chastain vor einer Rekordkulisse von 90.185 Zuschauern den letzten Elfmeter zum Titelgewinn für Gastgeber USA versenkte.

Schweden 1995: Norwegen - Deutschland 2:0

Die Norwegerinnen gewannen die zweite Auflage der Weltmeisterschaft nach einer nahezu perfekten Gruppenphase mit 17 Toren ohne Gegentreffer und einem Halbfinalsieg gegen die USA, an denen sie vier Jahre zuvor im Finale noch gescheitert waren. Im Endspiel in Solna trafen sie auf das deutsche Team, das sich nach einer anfänglichen Niederlage gegen Schweden gefangen hatte und dann ein starkes Turnier spielte. Im Halbfinale setzten sich die deutschen Damen gegen China durch, das in der vorigen Runde die Hoffnungen der Gastgeberinnen zunichte gemacht hatte. Tore von Hege Riise und Marianne Pettersen, die kurz vor dem Halbzeitpfiff innerhalb von drei Minuten fielen, sicherten der Mannschaft von Even Pellerud vor 17.158 Zuschauern den Titel.

China 1991: USA - Norwegen 2:1

Das Sturmtrio der Amerikanerinnen war bei der ersten FIFA Frauen-Weltmeisterschaft nicht aufzuhalten, und die USA überzeugten beim Titelgewinn auf ganzer Linie. Michelle Akers, Carin Jennings und April Heinrichs, die von der chinesischen Presse den Spitznamen "das dreischneidige Schwert" erhalten hatten, erzielten bei dieser Weltmeisterschaft 20 von 25 Treffern der US-Girls. Akers gewann schließlich den Goldenen Schuh und erzielte im Finale in Guangzhou sowohl das erste als auch das spielentscheidende Tor. Zwischenzeitlich hatte Linda Medalen für den Ausgleich gesorgt. Die Partie schien bereits auf eine Verlängerung zuzusteuern, als Akers den Ball nach einem missglückten Rückpass von Tina Svensson erlief und Torhüterin Reidun Seth umkurvte, bevor sie seelenruhig ins leere Tor einschob. Das war Akers' zehnter und wichtigster Treffer in diesem zweiwöchigen Turnier.

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