FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

7. Juni - 7. Juli

FIFA Frauen-WM 2019™

Duelle um die Tabellenführung

Eugenie Le Sommer of France battles for possession with Hyeri Kim of Korea Republic
© Getty Images

Vier europäische Teams, die mit Auftaktsiegen gestartet sind, treten heute zu ihrer zweiten Partie an. In den Duellen zwischen Norwegen und Gastgeber Frankreich in Gruppe A sowie zwischen Spanien und Deutschland in Gruppe B geht es um die Tabellenführung.

Nigeria und die Republik Korea hingegen stehen bereits mit dem Rücken zur Wand. Nach ihren deutlichen Auftaktniederlagen gilt für beide Teams, dass ein weiterer Misserfolg schon fast das Ende der Hoffnung auf ein Weiterkommen bedeuten würde.

Nigeria – Korea Republik, Gruppe A, Grenoble, 15:00 Uhr

Analyse der Teamreporter

Ann Odong (NGA)
Die Nigerianerinnen können mit ihrem ersten Auftritt in Frankreich überhaupt nicht zufrieden sein. Dennoch oder gerade deswegen konzentrieren sie sich seitdem voll und ganz auf den nächsten Gegner, die Republik Korea. Veränderungen an Aufstellung und Formation sind dabei durchaus zu erwarten. Möglicherweise erfolgt eine Umstellung auf ein 3-4-3-System. Durchaus möglich auch, dass die 18-jährige Chidinma Okeke in die Startaufstellung rückt, nachdem sie nach ihrer Einwechslung gegen Norwegen mit einer abgeklärten Leistung beeindruckte. Dieses Spiel ist für die Nigerianerinnen überaus wichtig. Ein Sieg ist Pflicht, wenn man sich noch realistische Hoffnungen aufs Weiterkommen machen will.

Hounche Chung (KOR)
Nach der hohen Auftaktniederlage gegen Frankreich hat sich das Team der Republik Korea mittlerweile physisch und auch psychisch gefangen und ist bereit für das wichtige Duell gegen Nigeria. Yoon Dukyeos Schützlinge dürften mit einer deutlich offensiveren Einstellung in die Partie gehen, denn ein Sieg ist Pflicht. Der Trainer dürfte einige Spielerinnen von Anfang an bringen, die am Freitag nach ihrer Einwechslung überzeugt hatten. Durchaus denkbar, dass Kang Chaerim und Lee Mina nun in der Startaufstellung stehen.

Deutschland – Spanien, Gruppe B, Valenciennes, 18:00 Uhr

Analyse der Teamreporter

Steffen Potter (GER)
Die Partie am Mittwoch wird für Spanien und Deutschland durchaus vorentscheidenden Charakter haben. Nach den Auftaktsiegen ist der Druck für beide Teams nicht mehr so groß. Allerdings könnte der zweite Platz in dieser Gruppe gleichbedeutend sein mit einem Achtelfinalduell gegen Titelverteidiger USA, dem beide Teams wohl lieber aus dem Weg gehen würden. Bitter für die Deutschen: Spielmacherin Dzsenifer Marozsan, die in der Partie gegen die VR China einen Tritt gegen den Fuß bekam, fällt für das Kontinental-Duell aus.

Elisa Revuelta (ESP)
Nach ihrem historischen ersten Sieg bei einer FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ gegen Südafrika wollen die Spanierinnen nachlegen und erstmals auch gegen Deutschland einen Sieg einfahren. Beide Teams sind bislang vier Mal aufeinander getroffen, zwei Mal in Qualifikationsspielen für UEFA-Europameisterschaften und zwei Mal in Freundschaftsspielen. Aus Sicht der Roja stehen zwei Niederlagen und zwei Unentschieden zu Buche. Für die Schützlinge von Jorge Vilda ist es durchaus von Vorteil, bereits drei Punkte auf dem Konto zu haben. Da Deutschland in der Favoritenrolle steckt, können die Spanierinnen die Partie relativ gelassen und ohne allzu großen Druck angehen. Wenn sie allerdings einen Überraschungscoup landen wollen, müssen die Ibererinnen die Präzision im Abschluss verbessern und gefährliche Ballverluste vermeiden, die den Deutschen Gegenangriffe ermöglichen.

Lina Magull of Germany is challenged by Mara F. Caldentey Oliver
© Getty Images

Frankreich – Norwegen, Gruppe A, Nizza, 21:00 Uhr

Analyse der Teamreporter

Emmanuelle Hingant (FRA)
Nach dem perfekten Start ins Turnier mit dem hohen Sieg gegen die Republik Korea dürfte es für die Französinnen gegen Norwegen deutlich schwerer werden. Die Skandinavierinnen hinterließen bei ihrem Auftaktsieg gegen Nigeria einen sehr starken Eindruck. Die Bleues tun gut daran, gegen die physisch robusten Norwegerinnen einen harten Kampf zu erwarten. Der Ausgang dieser Partie dürfte darüber entscheiden, wer am Ende in dieser Gruppe die Nase vorn hat. Wendie Renard, die im Auftaktspiel noch glänzte, konnte am Sonntag nicht trainieren und fällt möglicherweise in der Partie gegen Norwegen aus.

Philip O’Connor (NOR)
Norwegen erwischte mit dem 3:0-Sieg gegen Nigeria einen Turnierauftakt nach Maß. Ebenso wichtig könnte sein, dass alle Spielerinnen ohne Blessuren aus der Partie kamen. Trainer Martin Sjogren könnte somit durchaus auf die gleiche Startformation setzen. Allerdings ist es gut denkbar, dass er sich für eine etwas stärker defensiv orientierte Aufstellung entscheidet, um den starken Angreiferinnen der Gastgeberinnen etwas mehr entgegenzusetzen, die im Eröffnungsspiel gegen die Republik Korea vier Mal trafen.

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