FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019

7 Juni - 7 Juli

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2019™

Brasilien bestätigt Vormachtstellung – Chile schreibt Geschichte

  • Brasilien holt Titel und fährt nach Frankreich 2019
  • Das zweite WM-Ticket löste Gastgeber Chile
  • La Roja wird zum ersten Mal beim Frauen-Weltturnier dabei

Brasilien konnte die Copa América Femenina Chile 2018 für sich entscheiden und qualifizierte sich problemlos für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™. Das zweite WM-Ticket löste Gastgeber Chile, das den zweiten Platz belegte und zum ersten Mal beim Weltturnier auf A-Nationalmannschaftsebene vertreten sein wird. Argentinien wurde am letzten Spieltag vom zweiten Platz verdrängt, darf aber noch träumen. Das Team bestreitet die interkontinentale Playoff-Runde gegen den Viertplatzierten des Qualifikationsturniers der CONCACAF. Dem Sieger winkt ein Startplatz bei der WM.

Darüber hinaus ...

  • Brasilien qualifizierte sich für das Olympische Fussballturnier der Frauen 2020 in Tokio.
  • Chile wird in der interkontinentalen Playoff-Runde für Tokio 2020 gegen das drittplatzierte Team aus Afrika antreten.
  • Argentinien, Kolumbien und Paraguay sind für die Panamerikanischen Spiele 2019 in Lima qualifiziert.

*Brasilien konkurrenzlos     
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Brasilien war den anderen Teams wie erwartet haushoch überlegen. Das Team gewann alle sieben Spiele, erzielte 31 Tore und kassierte nur zwei Gegentreffer – einen in der Gruppenphase vom späteren Drittplatzierten und einen weiteren vom Vizemeister in der vier Teams umfassenden Finalrunde.

Dabei waren die Brasilianerinnen so variantenreich, dass die legendäre Marta noch nicht einmal unter den neun Torschützinnen war, obwohl sie bei jedem Spiel auf dem Platz stand. "Die Vorbereitung war grundlegend", erklärt Nationaltrainer Vadão.

"Von den 22 Spielerinnen, die hier dabei waren, haben elf an der dreimonatigen Vorbereitung in Brasilien teilgenommen, weitere vier waren die meiste Zeit dabei und die Auslandsakteurinnen sind an den FIFA-Spieltagen dazugestoßen. Alles hat sehr gut funktioniert."

Hätten Sie's gewusst?

  • Dies ist der siebte Titel Brasiliens in acht Turnierauflagen.
  • Brasilien brachte es auf durchschnittlich 4,42 Tore pro Spiel – das ist der höchste Schnitt seit Einführung des aktuellen Turnierformats (2006).
  • Bia Zaneratto war mit sechs Treffern beste Torschützin.
  • Alle 22 Spielerinnen, die Vadão mit nach Chile genommen hat, sind auch zum Einsatz gekommen. Neun gaben ihr Turnierdebüt.
  • Vadão ist zweifacher Südamerikameister (2014, 2018).

*Chile mit beständigem Auftritt     
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Die Beständigkeit war die größte Stärke der Chileninnen, die jedes Spiel so angingen, wie es die jeweilige Situation erforderte. Auf diese Weise landeten sie drei Siege und drei Unentschieden und mussten sich nur in der letzten Runde gegen Brasilien geschlagen geben.

​Den wichtigsten Erfolg konnten sie am letzten Spieltag gegen Argentinien verbuchen, wo sie dem Druck des vollen Stadions standhielten, die Albiceleste besiegten und ihr den zweiten Platz vor der Nase wegschnappten. Nach der Niederlage Kolumbiens gegen Brasilien gab es dann Grund zum Feiern.

"Besonderes Lob verdienen die beständigen Leistungen dieser Spielerinnen. Sie sind beharrlich geblieben und haben sich ihren Traum erfüllt. Die innerliche Freude jeder einzelnen Spielerin und der gesamten Mannschaft ist wunderbar. Es ist nicht dasselbe, wenn man einen Titel gewinnt. Das ist eine Geschichte, die viele von euch nicht kennen", so Trainer José Letelier.

Hätten Sie's gewusst?

  • Chile belegt zum zweiten Mal den zweiten Platz bei der Südamerikameisterschaft. Das erste Mal gelang dies bei der ersten Turnierauflage im Jahr 1991.
  • Beste Torschützin war Yanara Aedo mit drei Treffern.
  • Sieben Spielerinnen erzielten 12 der 13 Tore der Roja (das andere war ein Eigentor).
  • Von den 22 Spielerinnen kamen nur vier im Turnierverlauf nicht zum Einsatz.

*Die anderen Teams 
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Wenn man berücksichtigt, dass Argentinien lange Zeit keinen Wettbewerb mehr bestritten hat, konnte das Team die Erwartungen übertreffen. Nach einer überzeugenden Gruppenphase, in der man hinter Brasilien den zweiten Platz belegte, ließen die Argentinierinnen mit einem Sieg gegen Kolumbien in der Finalrunde aufhorchen.

Die Niederlagen gegen Brasilien und Chile sorgten am Ende dafür, dass aus der Direktqualifikation für Frankreich 2019 nichts wurde. Der Auftritt der Argentinierinnen gibt jedoch Anlass zum Träumen und lässt darauf hoffen, dass sie sich über die Playoff-Runde für ihre dritte WM qualifizieren können. Vor allem Soledad Jaimes, Estefanía Banini und Florencia Bonsegundo überzeugten mit herausragenden Leistungen.

Kolumbien ließ hingegen Zweifel aufkommen. Das Team war als Titelanwärter ins Rennen gegangen und spielte in der ersten Phase auch entsprechend. In der vier Teams umfassenden Finalrunde hatte man den Gegnern jedoch nichts entgegenzusetzen. Der einzige Trost: Catalina Usme wurde mit neun Treffern beste Torschützin des Turniers.

*Statistik 
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18.500 Zuschauer sahen das Duell zwischen Chile und Argentinien. Laut Angaben der verantwortlichen Stellen der Region Coquimbo besuchten etwa 200.000 Fans die 26 Spiele des Turniers. Das sind durchschnittlich fast 7.700 Zuschauer pro Spiel.

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