FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011 ™

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FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011™

Boxx setzt auf Dynamik der U.S.-Girls

Shannon Boxx and Carli Lloyd of USA celebrate
© Getty Images

Die U.S.-amerikanische Mittelfeldspielerin Shannon Boxx kennt sich aus, wenn es darum geht, bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ erfolgreich zu sein. Neben Abby Wambach und Christie Rampone ist Boxx die einzige Spielerin der USA, die auf mindestens drei WM-Teilnahmen zurückblicken kann, nachdem sie 2003 beim Turnier auf heimischem Boden debütierte. Ihre Karriere ist sogar eng mit dieser Wettbewerbsserie verbunden.

Im Vorfeld der Endrunde 2003 wurde Boxx in die Nationalmannschaft berufen, obwohl sie noch kein einziges Länderspiel bestritten hatte - übrigens als einzige Spielerin in der Geschichte des U.S.-Frauenfussballs. Seitdem ist sie nicht mehr wegzudenken. Dafür sorgte in erster Linie ihr Treffer, den sie gleich im Auftaktspiel des damaligen Turniers gegen keinen Geringeren als Schweden beisteuerte.

Acht Jahre später treffen Boxx und ihre Mitstreiterinnen erneut auf die Skandinavierinnen. Jene Partie in Washington DC endete mit 3:1 für das Gastgeberland, und Boxx wünscht sich natürlich, dass sich die Geschichte in Wolfsburg wiederholt. Obwohl die USA wissen, dass ein Unentschieden für den Gruppensieg bereits ausreichen würde.

"Wir geben immer 100 Prozent und spielen immer auf Sieg", sagte Boxx zu FIFA.com und erstickte damit jeden Verdacht im Keim, die USA könnten den Fuß vom Gaspedal nehmen. "Wir wollen uns von Spiel zu Spiel steigern, und in unserer Mannschaft sind wir von Natur aus Wettkämpferinnen. Schweden ist ein großartiges Team, es wird also eine großartige und aufregende Begegnung. Beide Mannschaften werden voll zur Sache gehen."

"Wir kennen uns definitiv sehr gut"
Die morgige Partie ist bereits die vierte zwischen diesen beiden Ländern im Rahmen einer FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ - zusammen mit den Duellen zwischen den USA und Korea DVR beziehungsweise Norwegen die häufigste Paarung in den sechs bisherigen Turnieren. Doch die im kalifornischen Redondo Beach geborene Akteurin weist die Vermutung, dass diese Tatsache der Partie den Biss nehmen könnte, weit von sich.

"Es scheint, als ob wir jedes Mal aufeinandertreffen", sagte sie in ihrer lockeren Art, als sie auf die Vertrautheit der beiden Teams angesprochen wird. "Wir kennen uns definitiv sehr gut, doch ich denke, dass dies die Rivalität noch verstärkt. Wir kennen auch viele der Spielerinnen, es ist also irgendwie spaßig."

Zusätzliche Würze erhält die bevorstehende Begegnung durch die Tatsache, dass U.S.-Trainerin Pia Sundhage nach einer 22-jährigen internationalen Karriere mit den Blagult eine Legende des schwedischen Fussballs ist. Auch bei ihr nimmt die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ einen besonderen Platz in ihrem Lebenslauf ein. Nachdem die 51-Jährige die ersten beiden WM-Turniere als Spielerin erlebte, übernahm sie in der darauffolgenden Auflage in China das Traineramt der Gastgeberinnen.

Momentum aufbauen *
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Mit einem Sieg gegen Schweden würden die USA wohl einem Viertelfinalduell mit Brasilien aus dem Weg gehen, gegen das sie 2007 scheiterten. Vorausgesetzt, die Südamerikanerinnen holen in der abschließenden Partie noch den einen Punkt, den sie für den ersten Platz in Gruppe D benötigen. Doch Boxx - in dieser Hinsicht ganz studierte Psychologin - betonte, dass der Fokus ihrer Mannschaft ausschließlich darauf liegt, jeweils das nächste Spiel zu gewinnen und eine positive Dynamik aufzubauen.

"Wir sind hier, um (das Turnier) zu gewinnen", sagte sie. "Man muss daran glauben, doch im Moment denken wir nur von Spiel zu Spiel, eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Wir haben gegen Nordkorea gut gespielt, und gegen Kolumbien ebenfalls. Wir hatten ein gutes Spiel gegen Kolumbien und Spaß beim Toreschießen. Fünf verschiedene Spielerinnen haben bereits getroffen, das ist ein gutes Zeichen. Das Momentum ist am Entstehen, doch wir können noch viel mehr."

Aufgrund ihrer Erfahrung aus nunmehr drei FIFA Frauen-Weltmeisterschaften und zwei Olympischen Fussballturnieren gibt es wohl kaum jemanden, der Deutschland 2011 besser einordnen kann als Boxx - sowohl bezüglich des Wettbewerbs wie auch des Spielniveaus. "Diese Weltmeisterschaft war bisher so ausgeglichen, das ist großartig", sagte sie. "Wir wollen alle, dass sich der Sport weiterentwickelt und größer wird. Das haben wir hier in Deutschland mit Sicherheit gesehen, und man muss zufrieden sein. Wir kämpfen alle darum, dass dieser Sport größer wird, egal, wo wir herkommen."

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