FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

7. Juni - 7. Juli

FIFA Frauen-WM 2019™

Australien und China schlagen zurück – Marta schreibt WM-Geschichte

© Getty Images
  • Australien besiegt Brasilien nach 0:2-Rückstand
  • VR China setzt sich in Paris knapp gegen Südafrika durch
  • Reaktionen und mehr: Live-Blogs #AUSBRA und #RSACHN

In einer Partie, die wirklich alles zu bieten hatte, was ein großartiges Fussballspiel ausmacht, gelang Australien eines der größten Comebacks in der Geschichte der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™: Die Matildas schockten ihren Kontrahenten und verwandelten einen 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Erfolg – dieses Kunststück gelang zuvor erst einem anderen Team in der Turniergeschichte. Mit diesem Sieg hält Australien seine Hoffnungen aufs Weiterkommen in Frankreich am Leben. Zuvor schrieb Marta WM-Geschichte und ist nun die erste Fussballerin, die bei fünf verschiedenen Weltmeisterschaften getroffen hat.

In der anderen Partie des Tages in Paris erhöhte die VR China ihre Chancen aufs Achtelfinale durch einen knappen 1:0-Erfolg gegen Südafrika. Durch dieses Ergebnis stehen indes Frankreich und Deutschland vorzeitig in der Runde der letzten 16.

Australien – Brasilien 3:2, Gruppe C, Montpellier, 18:00 Uhr

Analyse der Teamreporter

Pete Smith (AUS)
Australien stand vor der Partie gehörig unter Druck. Nach dem denkbar schlechten Turnierstart und den beiden Gegentreffern in Hälfte eins war das Team sichtlich geschockt. Die jüngsten Erfolge gegen Brasilien schienen plötzlich wie eine verblassende Erinnerung aus längst vergangenen Tagen. Sam Kerr fand kaum ins Spiel, und die Matildas kreierten in der ersten Halbzeit noch weniger Torchancen als zum Auftakt gegen Italien. Doch das Team ist ja dafür bekannt, niemals aufzugeben. So auch diesmal: Innerhalb von nur 20 Spielminuten erzielte Australien bemerkenswerte drei Tore und drehte die Partie zu seinen Gunsten. Nach diesem einzigartigen Comeback sind die Hoffnungen auf den Einzug ins Achtelfinale wieder deutlich gestiegen.​

Giancarlo Giampietro (BRA)
Was für ein Spiel! Dieser Thriller fügt der mittlerweile besonderen Rivalität zwischen beiden Teams ein weiteres unglaubliches Kapitel hinzu. Brasilien hatte die Partie eigentlich im Griff und sah in der Defensive sehr stabil aus. Doch dann wurde der Druck Australiens immer größer, und die Seleção hatte dem nicht mehr genug entgegenzusetzen. Nach dieser demoralisierenden Niederlage besteht die Herausforderung nun darin, schnell wieder aufzustehen. Noch ein Wort zu Marta und Cristiane: Die beiden Routiniers haben wieder einmal ihre Klasse vor dem gegnerischen Tor unter Beweis gestellt und werden nach ihren Treffern besonders enttäuscht über die Niederlage sein.

Südafrika – VR China 0:1, Gruppe B, Paris, 21:00 Uhr

Analyse der Teamreporter

Busisiwe Mokwena (RSA)
Die Banyana Banyana machte in dieser Partie weniger Fehler und zeigte eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Auftaktmatch. Dennoch verteidigte Südafrika auch in dieser Begegnung wieder tief in der eigenen Hälfte. Immerhin führte diese Taktik dazu, dass das Spiel der Chinesinnen dadurch über weite Strecken neutralisiert wurde. Man sollte hervorheben, dass Südafrika nach vorne besser kombinierte als im ersten Gruppenspiel, auch wenn es diesmal nicht zu einem Tor – geschweige denn zu einem Punkt – gereicht hat.

Qian Sun (CHN)
China hat vor der Partie betont, wie groß der Wunsch nach einem eigenen Treffer ist. Auf dem Feld hat man das deutlich gespürt: Das Team war im Angriff aggressiv und machte die Räume in der Verteidigung schnell eng. Die Chinesinnen erarbeiteten sich zahlreiche Torchancen, und am Ende reichte ein Treffer aus, um sich drei Punkte auf dem Habenkonto zu sichern. Angesichts des knappen Vorsprungs blieben die Spielerinnen stets konzentriert und zeigten in der zweiten Spielhälfte eine tadellose Defensivleistung. Der Trainer schöpfte sein Wechselkontingent voll aus, um verschiedene Angriffsoptionen zu testen. Vielleicht hatte er dabei schon das alles entscheidende abschließende Gruppenspiel gegen Spanien im Hinterkopf.

So geht es weiter

14. Juni

Japan - Schottland, Gruppe D, Rennes, 15:00 Uhr
Jamaika - Italien
, Gruppe C, Reims, 18:00 Uhr
England - Argentinien, Gruppe D, Le Havre, 21:00 Uhr

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