FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

7 Juni - 7 Juli

FIFA Frauen-WM 2019™

Europas Top-Torjägerinnen auf dem Weg nach Frankreich 

© AFP

Nach dem Erfolg der Niederlande in der Playoff-Runde der Qualifikation stehen nun die Namen aller europäischen WM-Teilnehmer fest. Sie warten bereits ungeduldig auf die Gruppenauslosung der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™. Die neun Teams und Gastgeber Frankreich hoffen darauf, den Titel erstmals seit 2007 wieder nach Europa holen zu können.

Wer den Triumph anstrebt, benötigt mindestens eine zuverlässige Torjägerin. Wer also sind die torgefährlichsten Europäerinnen, die in Frankreich dabei sein werden? Welche Stürmerin kann sich Hoffnungen auf eine individuelle Auszeichnung machen?

Seit dem 12:0-Kantersieg Belgiens gegen Moldau zu Beginn der europäischen WM-Qualifikation vor genau 14 Monaten fielen auf dem Weg nach Frankreich exakt 539 Tore. Wir stellen die Spielerinnen vor, die daran den größten Anteil hatten.

Jennifer Hermoso (Spanien)

Tore: 7

Torvorlagen: 9

Minuten pro Tor: 94,9

Janice Cayman aus Belgien war die erfolgreichste Torjägerin der Qualifikation, doch sie wird in Frankreich nicht mit dabei sein. Von den in Frankreich vertretenen Spielerinnen war Jennifer Hermoso an den meisten Treffern beteiligt. Sie war nicht nur die zweiterfolgreichste Torjägerin, sondern zudem auch die erfolgreichste Vorbereiterin der gesamten Qualifikation. Insgesamt war Hermoso an sage und schreibe 64 Prozent aller Tore Spaniens beteiligt!

Für die gegnerischen Verteidigerinnen ist sie der reinste Alptraum. Kein Kraut scheint gegen sie gewachsen. Hoch verteidigen, um ihr keinen Raum zur Entfaltung zu lassen? Dann durchbricht sie selbst die Verteidigung und lässt die Gegnerinnen hinter sich. Zurückziehen und abwarten? Dann hat sie viel Zeit für gefühlvolle und gefährliche Bälle in den Strafraum. Das Mittelfeld verstärken? Dann weicht sie gekonnt auf die Flügel aus und sorgt von dort für Gefahr. Und auch mit enger Deckung kommt man ihr kaum bei, denn die Spielerin von Atlético Madrid kann Bälle auch unter Druck annehmen und perfekt kontrollieren.

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Lisa-Marie Utland (Norwegen)

Tore: 7

Torvorlagen: 2

Minuten pro Tor: 76,3

Lisa-Marie Utland ist eine klassische Strafraumstürmerin. Am wohlsten fühlt sie sich ganz vorn in der Spitze, im gegnerischen Fünfmeterraum. Utland kann hervorragend antizipieren und hat bereits unzählige Male bewiesen, dass sie zur Stelle ist, wenn es darum geht, den Ball über die Linie zu drücken.

Mit ihren Kopfballtoren und Abstaubern erinnert sie durchaus an Gary Lineker, und genau wie der ehemalige Gewinner des Goldenen Schuhs von adidas ist auch sie technisch alles andere als eingeschränkt. Bewiesen hat sie auch das, beispielsweise mit dem ersten Tor Norwegens in der Gruppenphase. Sie nahm den Ball perfekt mit der Brust an und jagte ihn dann mit einem Volley aus der Drehung fast von der Strafraumgrenze flach ins Eck.

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Vivianne Miedema (Niederlande)

Tore: 7

Torvorlagen: 1

Minuten pro Tor: 93,7

In den vergangenen Jahren hat Vivianne Miedema bewiesen, dass sie trotz ihrer erst 22 Jahre zu den komplettesten Stürmerinnen im Frauenfussball gehört. Beim Titelgewinn der Niederlande bei der UEFA EURO der Frauen im vergangenen Jahr traf sie im Viertelfinale, im Halbfinale und im Finale sogar doppelt. Diese Erfolgsserie setzte sie in der Qualifikation für Frankreich 2019 nahtlos fort.

Sie verfügt über jede Stärke, die man sich bei einer perfekten Stürmerin nur wünschen kann. Sie ist schnell, stark im Abschluss, kopfballstark, körperlich präsent und sehr beweglich. In der Torschützenliste der englischen NWSL enteilt sie bereits der Konkurrenz. Sollte der amtierende Europameister die entscheidenden Turnierrunden erreichen, dürfte die Stürmerin von Arsenal gute Chancen auf den Goldenen Schuh haben.

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Cristiana Girelli (Italien)

Tore: 7

Torvorlagen: 1

Minuten pro Tor: 98,4

Auch Cristiana Girelli ist eine klassische Strafraumstürmerin mit entsprechend ausgeprägtem Torinstinkt. Girelli bleibt stets cool, selbst wenn sie von den Gegnerinnen bedrängt wird. Sie steht intuitiv immer richtig zum Tor und denkt an kaum etwas anderes als ans Toreschießen.

Mit ihrem späten Siegtreffer im direkten Duell gegen Belgien verschaffte sie den Azzurre die entscheidenden zwei Punkte für den Gruppensieg. Doch auch außerhalb des Strafraums darf man sie keine Sekunde aus den Augen lassen. Das bewies sie mit ihrem Tor gegen Frankreich aus gut 35 Metern im Januar.

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