FIFA Frauen-WM 2011

Für Japan wird Finaltraum wahr

(FIFA.com)
Japan's midfielder Homare Sawa celebrates scoring with her team-mates against Sweden
© AFP

Japan ist zum ersten Mal ins Finale einer FIFA Frauen-Weltmeisterschaft eingezogen. Am Mittwochabend bezwang das Team von Nationalcoach Norio Sasaki in der Runde der letzten Vier beim globalen Kräftemessen in Deutschland Schweden mit 3:1 (1:1) und kämpft damit am kommenden Sonntag in Frankfurt gegen die USA um den Titel.

Mit der Gewissheit im Rücken, dass man Titelverteidiger Deutschland aus dem Turnier geworfen hatte, starteten die Nadeshiko mit jeder Menge Selbstvertrauen in die Partie, während Schwedens Nationaltrainer Thomas Dennerby kurz vor Beginn der Partie eine schlechte Nachricht hinnehmen musste: Spielführerin Caroline Seger hatte sich beim Aufwärmen verletzt und wurde durch Marie Hammarstrom ersetzt.

Beide Mannschaften begannen mit einem nervösen Abtasten und fanden nur langsam in die Partie. In der siebten Minute konnten sich die Schwedinnen eine erste gute Möglichkeit erspielen, als Lotta Schelin auf der rechten Seite Therese Sjögran freispielte, deren Flanke aber keine Gefahr für Japans Schlussfrau Ayumi Kaihori darstellte. Auf der Gegenseite versucht Aya Sameshima Torhüterin Hedvig Lindahl ebenfalls mit einer Flanke zu überwinden.

Nur Sekunden später erzielten die Skandinavierinnen den ersten Treffer der Partie. Josefine Öqvist (10.) fing einen schwachen Pass von Homare Sawa ab, ließ Saki Kumagai stehen und versenkte das runde Leder eiskalt im gegnerischen Netz. Keine Chance für Torhüterin Kaihori. Die Antwort der Japanerinnen ließ nicht allzu lang auf sich warten. Aya Miyama brachte von der linken Seite eine scharfe Flanke vor das Tor und Nahomi Kawasumi (19.) drückte den Ball über die Linie.

Nach dem Ausgleichstreffer hatten die Nadeshiko *mehr von der Partie und die größeren Spielanteile. Angriffsversuche der *Tre Kronor blieben ohne Erfolg, während Japan den Druck stetig erhöhte. Kawasumi schoss in der 28. Minute aus guter Position direkt auf das gegnerische Gehäuse, konnte Lindahl aber nicht wirklich in Bedrängnis bringen. Einen Freistoß in der 34. Minute von Miyama konnte Schwedens Schlussfrau Lindahl zur Ecke klären.

Während Schweden zu Beginn der zweiten Halbzeit noch nach einem geeigneten Rezept gegen stark aufspielenden Japanerinnen suchte, hatte das Team von Trainer Norio Sasaki bereits in der 46. Minute die große Chance, in Führung zu gehen. Ein Distanzschuss von Shinobu Ohno touchierte die Querlatte.

Auf der Gegenseite konnten sich die Schwedinnen nicht gegen die gut gestaffelte Abwehr des Gegners durchsetzen und kassierten stattdessen in der 60. Minute den zweiten Gegentreffer. Nach einer Flanke flog Lindahl am Ball vorbei und Sawa köpfte aus wenigen Metern ins leere Gehäuse. Vier Minuten später erhöhten die *Nadeshiko *durch ein Traumtor von Kawasumi auf 3:1. Nach einem Steilpass musste Lindahl außerhalb des Strafraums klären und passte den Ball unfreiwillig vor die Füße von Kawasumi, die den Ball aus 35 Metern per Heber ins Tor beförderte.

Schweden setzte in der letzten Viertelstunde alles daran, den Anschlusstreffer zu erzielen, blieb aber im Abschluss letztendlich zu unpräzise.

Sielerin des Spiels: Aya Miyama (Japan)

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