Der japanische Nationaltrainer Norio Sasaki ist nach der verpassten Qualifikation für das Olympische Fussballturnier 2016 der Frauen in Rio de Janeiro zurückgetreten, wie der Asiatische Fussball-Verband AFC am Mittwoch, 10. März, bekannt gab. Seit 2008 stand der 57-Jährige an der Seitenlinie, zuvor hatte unter anderem die U-17 und U-20-Frauen-Auswahl seines Landes betreut.

"Das Team zu verlassen bedeutet nicht, dass ich jegliche Verantwortung für die verpasste Olympia-Qualifikation ablege. Die Spielerinnen müssen sich nun auf zukünftige Wettbewerbe konzentrieren und nach vorne schauen. Ich hoffe, dass ich das Gefühl hinterlasse, dass dieses Team die Möglichkeit hat, etwas zu erreichen. Dieses Mal waren wir nicht dazu in der Lage, aber das Team wird zurückkommen“, wird der 57-Jährige auf der Internetseite des Verbandes zitiert.

Sasaki machte sich 2011 weltweit einen Namen, als er die Asiatinnen bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ überraschend zum Titelgewinn führte. Mit taktischer Finesse und einer ausgefeilten Technik setzten sich die Japanerinnen ihrer bis dato eher bescheidenen Bilanz zum Trotz in der K.o.-Runde gegen die Fussball-Schwergewichte Deutschland, Schweden und USA durch und feierten einen bahnbrechenden Erfolg. Sasaki wurde im selben Jahr zum FIFA Frauenfussball-Trainer des Jahres gewählt und Japan holte später bei den Olympischen Spielen 2012 in London die Silbermedaille und sicherte sich zum ersten Mal den Titel bei der Asienmeisterschaft.

Drei Jahre später führte Sasaki sein Team erneut ins WM-Finale, das die Nadeshiko allerdings verloren. Gegner USA gewann die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft mit einer herausragenden Leistung. Doch schon allein das Erreichen von drei globalen Endspielen in Folge, stellte angesichts der immer größeren Leistungsdichte in der Welt des Frauenfussballs einen überaus beeindruckenden Erfolg dar.

Sasakis Team fehlten in Kanada die herausragenden Starspielerinnen, doch dafür zeichnet sich das Team durch einen unvergleichlichen mannschaftlichen Zusammenhalt aus. Sasakis sachliches und kultiviertes Verhalten an der Seitenlinie spiegelt sich auch in der Spielweise seiner Schützlinge wider, die durch Effizienz und Souveränität glänzten.