Olympische Fussballturniere London 2012 - Frauen

Olympische Fussballturniere London 2012 - Frauen

25 Juli - 9 August

Olympische Fussballturnier 2012 - Frauen

Smith: "Große Chance für den Frauenfussball"

Kelly Smith of England
© Getty Images

Zu den aufmerksamen Beobachtern der Auslosung für das Olympische Fussballturnier der Frauen im Wembley-Stadion in der vergangenen Woche zählte auch Kelly Smith, Routinier und Torjägerin der englischen Nationalmannschaft, die aus nächster Nähe gemeinsam mit Brasiliens Star Ronaldo die Zeremonie verfolgte.

Die 33-Jährige erlebte mit, wie Großbritannien in Gruppe E mit Brasilien, Kamerun und Neuseeland gelost wurde, während es in den anderen beiden Gruppen mit Japan, Schweden und den USA zu einigen mit großer Spannung erwarteten Duellen zwischen diesen Schwergewichten im Frauenfussball kommen wird.

Englands Rekordtorschützin (bisher 45 Länderspieltore) glaubt, dass London 2012 dazu beitragen wird, den Schwung beizubehalten, von dem der Frauenfussball seit der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft in Deutschland profitiert.

"Die Zeit ist gekommen, dass der Frauenfussball richtig in die Gänge kommt und zeigt, was er alles zu bieten hat", äußerte sich der Star der Frauenmannschaft des FC Arsenal gegenüber FIFA.com. "Das Eröffnungsspiel in Cardiff findet noch vor der großen Eröffnungsfeier statt, so dass alle Augen hoffentlich darauf gerichtet sein werden. Das ist eine große Chance für den Frauenfussball, sich in der Presse und im Fernsehen zu präsentieren und seine Popularität weiter zu steigern."

Goldmedaille in Sicht
Da fünf der acht Viertelfinalisten der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011™ sowie das englische Kontingent am Team Großbritannien am Turnier im Juli und August teilnehmen, ist großer Fussball zu erwarten. Smith freut sich darauf, es mit einigen der stärksten Mannschaften aufnehmen zu können und ist überzeugt davon, dass Großbritannien gute Chancen auf Gold hat.

"Ich bin sehr zufrieden mit der Auslosung. Das Duell gegen Brasilien ist eine tolle Sache. Wir werden im Wembley-Stadion gegen das Team von Marta, einer der besten Spielerinnen der Welt, antreten", so Smith. "Neuseeland ist ein Team, das diejenigen von uns, die für England spielen, schon recht gut kennen. Wir haben bereits ein paar Mal vor der Weltmeisterschaft gegen sie gespielt und sie geschlagen. Wir wissen also viel über sie und ihre Spielweise. Dann geht es noch gegen Kamerun, ein afrikanisches Team, mit dem wir es noch nie zu tun hatten. Ich bin durchaus der Ansicht, dass wir gewinnen können. Die englischen Spielerinnen haben sehr viel Erfahrung mit großen Spielen und wir sind bisher in jedem Turnier recht weit gekommen. Wir waren die einzigen, die Japan auf dem Weg zum WM-Titel im vergangenen Jahr geschlagen haben. Wir sind auf jeden Fall auf einem sehr guten Weg und ich glaube schon, dass wir die Gruppe überstehen und bis ins Endspiel vorstoßen können."

Die erfahrene Trainerin Hope Powell, die England bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011 bis ins Viertelfinale geführt hatte, wo man erst im Elfmeterschießen der Auswahl Frankreichs unterlag, ist für das britische Olympia-Team verantwortlich.

Powell kann aus einem Reservoir von Spielerinnen aus England, Nordirland, Schottland und Wales auswählen, wobei der Kader gegen Ende des Monats bekannt gegeben wird. Smith räumt ein, dass "sie keine Ahnung habe", wer berufen werden wird, wenngleich sie davon ausgeht, dass es ein größeres englisches Kontingent geben dürfte.

"Ich weiß, dass aus der langen Liste eine kurze Liste geworden ist. Und ich weiß, dass allgemeines Einvernehmen herrscht", erzählt sie. "Viele englische Spielerinnen haben in den letzten fünf oder sechs Jahren große Erfahrungen im Turnierfussball bei Welt- und Europameisterschaften sammeln können."

Hoffnung auf rasche Genesung
Wenige dürften jedoch so erfahren wie Smith selbst sein. In ihrer langen Karriere, die vor 18 Jahren begann, nahm sie an zwei FIFA Fussball-Weltmeisterschaften teil, gewann mit Arsenal 15 Titel, spielte zwei Mal in der U.S.-Liga und hat es auf mehr als 100 Einsätze für ihr Land gebracht.

Dieses Jahr hat sie erstmals die Chance, an einem Olympischen Fussballturnier teilzunehmen, und die Aussicht darauf erfüllt sie mit großer Freude. Zuvor muss sie jedoch noch ihre Fitness beweisen, denn aufgrund eines Ermüdungsbruchs geht sie gegenwärtig an Krücken. Doch die in Watford geborene Stürmerin ist überzeugt, dass sie rechtzeitig zu den Spielen wieder fit sein wird.

"Die Chancen auf einen Einsatz sind sicherlich gut. Ich gehe zwar gegenwärtig noch an Krücken, doch ich hoffe, dass ich sie in einer Woche bereits los bin", glaubt sie. "Ich bin Rad gefahren und geschwommen, um fit zu bleiben. Im Juni werde ich wieder Fussball spielen und mit einem Ball trainieren können. Wenn also alles nach Plan verläuft, dann werde ich rechtzeitig wieder fit und hoffentlich nominiert."

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