Olympische Fussballturniere London 2012 - Frauen

Olympische Fussballturniere London 2012 - Frauen

25 Juli - 9 August 2012

Olympische Fussballturnier 2012 - Frauen

Ogimi lobt japanische Tugenden

 Yuki Ogimi of Japan in action
© Getty Images

Sie gerieten zeitweise ins Wanken, doch am Ende konnten sie das Stolpern verhindern. Japans Fussballerinnen haben im Jahr eins nach dem Gewinn der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft das Finale des Olympischen Fussballturniers der Frauen 2012 erreicht. Dabei scheint es in London genauso zu sein wie vor 13 Monaten in Deutschland: Stürmische Hochkaräter beißen sich an den disziplinierten und äußerst effizienten Ostasiatinnen die Zähne aus, um am Ende frustriert das Feld zu verlassen. Yuki Ogimi glaubt, dass man mittlerweile sogar noch stärker geworden ist.

"Ich habe ein anderes Gefühl als noch vor einem Jahr bei der WM. Jetzt arbeiten wir noch mehr als Team", erklärte die Stürmerin des deutschen Meisters Turbine Potsdam nach dem knappen 2:1-Halbfinalsieg über Frankreich im FIFA.com-Gespräch. Dabei wirkte die 25-Jährige voller Selbstvertrauen, und sie hat auch allen Grund dazu. Im Londoner Wembley-Stadion waren die Bleues in der ersten Spielhälfte der Führung näher als Japan. Und in der Schlussphase setzte das Team aus Europa den Weltmeister mächtig unter Druck. Doch dank herausragendem Kampfgeist als Kollektiv behielt man dennoch die Oberhand. "Ich persönlich fühle mich dabei noch wohler", so Ogimi.

"Es gibt zwei Aspekte, die für unseren Sieg gegen Frankreich maßgeblich waren. Zum einen war die zweite Halbzeit unsere beste bei diesem Turnier. Und zum anderen blieben wir alle ausnahmslos sehr konzentriert, obwohl uns die Französinnen alles abverlangten", fügte die japanische Nummer 17, die bis zu ihrer Hochzeit unter ihrem Geburtsnamen Nagasato spielte, hinzu.

Dabei weiß sie aber auch nur zu gut, dass eine Teamkollegin ein Sonderlob verdient hat. "Miho Fukumoto spielte wunderbar! Ihre Leistung heute hat uns allen nochmal einen zusätzlichen Motivationsschub gegeben", lobte sie die Torfrau, die die Angreiferinnen des Ensembles von Coach Bruno Bini in der dramatischen Endphase mit mehreren Weltklasseparaden zur Verzweiflung brachte.

Auch wenn die Freude der Nadeshiko über den erneuten Finaleinzug am Montagabend schier endlos war, Ogimis Blick richtete sich bereits gen Finale am Donnerstag an gleicher Stelle. "Es bedeutet uns eine Menge, um Gold zu spielen", sagte sie mit funkelnden Augen. "Sollten wir das Finale gewinnen, wäre es ein weiterer wichtiger Schritt für den japanischen Frauenfussball, denn es würde beweisen, dass wir das, wofür wir lange hart gearbeitet haben, auch konstant auf höchstem Level beweisen können - nicht nur bei einem Turnier."

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