Olympisches Fussballturnier der Frauen Peking 2008

Olympisches Fussballturnier der Frauen Peking 2008

6 August - 21 August 2008

Olympische Fussballturnier 2008 - Frauen

U.S.-Girls im siebten Himmel

US players display their gold medals
© AFP

Die freudestrahlenden U.S.-Girls, die mit einer Goldmedaille um den Hals durch die widerhallenden Korridore des Arbeiterstadions in Peking liefen, boten ein Bild der Zufriedenheit und des Stolzes. FIFA.com unterhielt sich mit einigen von ihnen, während sie noch versuchten, den 1:0-Sieg nach Verlängerung gegen Brasilien und die dritte Goldmedaille für das *Sternenbanner *zu verarbeiten.

"Was für ein Gefühl. Wir haben das ganze Turnier über wie Pech und Schwefel zusammengehalten, obwohl es einige sehr schwierige Augenblick gab", erklärte Shannon Boxx, die über das ganze Gesicht strahlte. Ihre Leistung im Mittelfeld hatte mit dazu beigetragen, dass man die Südamerikanerinnen in der Neuauflage des Finales von Athen 2004 wieder in die Schranken wies. "Diese Partie war ein gutes Beispiel für unseren Kampfgeist und unsere Leidenschaft. Wir hatten großen Respekt vor den Brasilianerinnen und sie haben uns heute Abend gezeigt, wie stark sie technisch sind und wie sie mit dem Ball umgehen können. Wir wussten, dass die ganze Mannschaft zusammenhalten musste, denn wenn wir zu viele Eins-gegen-Eins-Situationen zuließen, würden wir es sehr schwer haben."

Als sie dazu befragt wurde, wie sie diese Goldmedaille gegenüber der vor vier Jahren einschätzen würde, lehnte sie einen Vergleich ab. "Das ist ein ganz anderes Gefühl. Beide waren etwas ganz Besonderes. Ich bin glücklich, dass ich mit dieser Mannschaft, mit diesen tollen Spielerinnen, Gold geholt habe", sagte sie.

Lindsay Tarpley, die ebenfalls ihr zweites Gold gewann, war einfach überwältigt. "Ich habe es noch nicht richtig begriffen. Ich versuche, das alles noch sacken zu lassen, die Medaillen, die Nationalhymne, das großartige Spiel. Es ist einfach alles unglaublich", erklärte sie gegenüber FIFA.com. "Ich bin so stolz auf diese Mannschaft, darauf, wie wir durch dick und dünn gegangen sind. Es ist einfach großartig."

"Die Gegner haben uns zusammenwachsen lassen. Heute Abend haben wir alle füreinander gekämpft und am Schluss die Oberhand behalten. Das ist ein Traum", fuhr sie fort.

Heather Mitts, die Verteidigerin, die bei der letzten FIFA Frauen-Weltmeisterschaft noch aufgrund einer Knieverletzung passen musste, war ebenfalls überglücklich. "Es ist unbeschreiblich. Diese Mannschaft und ich, wir haben so viel hinter uns. Ich bin so aufgeregt", erklärte sie. "Wir mussten heute hart arbeiten in der Abwehr. Das war auch nötig, denn es ging gegen zwei der besten Spielerinnen der Welt, Marta und Cristiane. Ich könnte nicht glücklicher sein."

Angela Hucles, die mit ihrer unermüdlichen Laufbereitschaft ein Sinnbild für den Kampf der U.S.-Girls um Gold war, stimmte ihren Mitspielerinnen zu. "Was für ein Gefühl! Das ist kaum zu beschreiben. Wir haben so hart dafür gearbeitet, und ich bin so stolz auf meine Mannschaftskameradinnen", rief sie. "Wir hatten schon Probleme vor dem Turnier, als wir unsere Goalgetterin verloren. Dann unterlagen wir in der ersten Partie gegen Norwegen. Aber wir haben uns zurück in den Wettbewerb gekämpft und am Ende das geholt, wofür wir hergekommen sind: die Goldmedaille."

Die stolzen U.S.-Amerikanerinnen fühlen sich nun als wahre olympische Dynastie. Da es die zweite Goldmedaille in Folge war und sie drei von vier Olympischen Fussball-Turnieren gewannen, haben sie auch allen Grund dazu.

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