Olympisches Fussballturnier der Frauen Peking 2008

Olympisches Fussballturnier der Frauen Peking 2008

6 August - 21 August 2008

Olympische Fussballturnier 2008 - Frauen

Brasilien und die USA kämpfen um Gold

Marta (3rdR) of Brazil is congratulated by teammates after scoring a goal
© AFP

Wie schon vor vier Jahren bestreiten Brasilien und die USA auch in diesem Jahr das Finale des Olympischen Fussballturniers der Frauen. Mit dem Unterschied, dass die Finalpartie dieses Mal in Peking stattfindet und dass die Spielerinnen beider Mannschaften seither einiges an Erfahrung gesammelt haben. Was indes die Ausgangslage vor dem Endspiel anbelangt, so ist diese durchaus mit jener von Athen 2004 vergleichbar. Denn für beide Teams geht es in dieser Neuauflage des olympischen Finales in der chinesischen Hauptstadt um nichts anderes als um die Goldmedaille.

Das Spiel
Brasilien - USA, 21. August, 21:00 Uhr (Ortszeit), Peking

Darum geht's
Ein Duell zwischen dem Titelverteidiger und Brasilien, das mit breiter Brust den Gewinn der Goldmedaille anpeilt. Mit diesen Worten etwa ließe sich die Finalpartie im Olympischen Fussballturnier der Frauen umschreiben, die am kommenden Donnerstag in Peking über die Bühne geht. Beide Mannschaften haben sich im Halbfinale ohne größere Probleme gegen Japan bzw. Deutschland durchgesetzt, so dass sie das bevorstehende Endspiel mit reichlich Selbstvertrauen angehen können.

Die Spielerinnen der USA und Brasiliens kennen sich aus dem Effeff: Allein in den letzten zehn Wochen standen sich beide Mannschaften nicht weniger als drei Mal gegenüber. Das Kuriose daran ist, dass die U.S.-Amerikanerinnen bei allen drei Spielen mit 1:0 erfolgreich waren. In einem dieser Freundschaftsspiele verletzte sich Abby Wambach, eine der besten Angreiferinnen im Team von Trainerin Pia Sundhage und Schützin des entscheidenden Treffers im Finale von Athen 2004, so schwer, dass sie ihrem Team in Peking nicht zur Verfügung stehen konnte. Noch deutlicher fällt die bisherige Gesamtbilanz zugunsten der U.S.-Amerikanerinnen aus: 22 Siegen der USA stehen lediglich zwei Unentschieden sowie zwei Siege der Brasilianerinnen gegenüber, darunter der klare 4:0-Erfolg Brasiliens bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft China 2007.

Obwohl oder gerade weil sich die Südamerikanerinnen von derlei Zahlenspielen kaum beeindrucken lassen, sprühen sie jetzt förmlich vor Optimismus und hoffen, dass sie gegen die USA eine ähnlich überragende Leistung wie in der Halbfinalpartie gegen Deutschland zeigen können. Dann hätten sie endlich die lang ersehnte olympische Goldmedaille, die sie vor vier Jahren in Athen nur denkbar knapp verpassten. Die größten Hoffnungen ruhen dabei vor allem auf Marta und Cristiane. Letztere erzielte gegen die DFB-Elf ihren insgesamt zehnten Treffer im Rahmen der Olympischen Fussballturniere. Sicher werden gerade die beiden Topstars der Brasilianerinnen alles daran setzen, an ihre denkwürdige Vorstellung in der Partie anzuknüpfen, die ihrer Mannschaft vor knapp einem Jahr den Einzug ins WM-Finale bescherte.

Spielerinnen im Fokus
*Cristiane (BRA) - Hope Solo (USA)
*Mit ihrem nunmehr bereits zehnten Treffer bei Olympischen Fussballturnieren stellte die brasilianische Topstürmerin einmal mehr ihre Torgefährlichkeit unter Beweis. Vor allem ihrer Abgeklärtheit im Abschluss war es zu verdanken, dass ihr Team im Halbfinale gegen Deutschland am Ende noch einen deutlichen 4:1-Sieg einfahren konnte. Im bevorstehenden Finale bekommt es die Torjägerin nun mit der fangsicheren und bislang äußerst zuverlässigen Hope Solo im Tor der U.S.-Amerikanerinnen zu tun. Die blonde und hochgewachsene 27-Jährige musste im bisherigen Turnierverlauf erst fünf Gegentore hinnehmen. Im unmittelbaren Duell mit Brasiliens Topangreiferinnen könnte gerade sie zum Zünglein an der Waage werden.

Die Statistik
18 - So viele Spielerinnen beider Teams standen sich bereits im Finale von Athen 2004 gegenüber: acht auf Seiten der U.S.-Amerikanerinnen und zehn bei den Brasilianerinnen.

Zitate"Wir wissen, dass Brasilien über eine Vielzahl hochtalentierter Spielerinnen verfügt, vor allem im Angriff. Andererseits ist das Halbfinale des WM-Turniers von 2007 inzwischen Geschichte. Was jetzt zählt, ist die Gegenwart in Form dieses olympischen Finales."
Kate Markgraf (Mittelfeldspielerin, USA)

"Wir haben noch nicht gewonnen. Schon deshalb wäre es fatal, angesichts unseres Kantersieges über Deutschland in pure Euphorie zu verfallen. Tatsache ist, dass wir selbst in diesem Spiel ein paar Fehler gemacht haben, die uns im Finale teuer zu stehen kommen könnten. Die USA sind für uns ein Gegner, vor dem wir allen Respekt haben."
Jorge Barcellos (Trainer, Brasilien)

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