Frauenfussball

Torfestival der USA, Kanada und Mexiko defensivstark

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Die USA haben sich bei der CONCACAF U-20-Meisterschaft der Frauen zum fünften Mal den Titel gesichert und damit ihre Vorherrschaft in der Nord-, Mittelamerika- und Karibik-Zone unterstrichen. Das U.S.-Team wird die Region neben Kanada und Mexiko, die den zweiten beziehungsweise dritten Platz belegten, bei der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Papua-Neuguinea 2016 vertreten.

Obgleich es unter den qualifizierten Teams keine Überraschungen gab, begeisterte der Wettbewerb durch die Offensivstärke der Nordamerikanerinnen und die Abwehrleistungen Kanadas und Mexikos, die nur gegen den späteren Meister Gegentore kassierten. FIFA.com präsentiert den Rückblick auf das Geschehen vom 3. bis 13. Dezember im honduranischen San Pedro Hula.

*USA nicht zu stoppen *Schon in der Auftaktpartie der Gruppe B ließen die USA und Mexiko keinen Zweifel daran, welchen Stil sie im weiteren Verlauf des Wettbewerbs pflegen würden. Die Stars and Stripes legten einen dynamischen und stets nach vorne gerichteten Fussball an den Tag. El Tri wiederum überzeugte durch einen besonnenen Aufbau und trotzte dem bis dahin viermaligen Meister ein 2:2-Unentschieden ab.

Die U.S.-Amerikanerinnen sicherten sich in der Folge mit zwei Kantersiegen gegen Panama (6:1) und Haiti (6:0) den Einzug ins Halbfinale. Dort ging es gegen Honduras um das WM-Ticket. Die Gastgeberinnen indes konnten der Feuerkraft der U.S.-Spielerinnen, die von Beginn an dominierten und sich mit einem 7:0-Erfolg Selbstbewusstsein für das Finale holten, nichts entgegensetzen.

Im Entscheidungsspiel gegen Kanada reichte ein Treffer von Ashley Sanchez in der 72. Minute zum fünften Titelgewinn. "Es ist uns gelungen, mit dem typischen Stil der USA zu gewinnen, immer auf das Spiel fokussiert", sagte Sanchez, die am Ende drei Treffer und fünf Vorlagen auf dem Konto hatte.

Aber auch die Mexikanerinnen zogen nach Siegen gegen Haiti (5:0) und Panama (2:0) mühelos in die Runde der letzten Vier ein. Im Halbfinale jedoch hatten sie gegen Kanada im Elfmeterschießen (4:5) das Nachsehen. So musste das Ticket nach Papua-Neuguinea 2016 durch einen Sieg gegen Honduras (2:0) im Spiel um Platz drei errungen werden. "Wir haben mit der nötigen Intensität und vollem Einsatz gespielt, um uns für die WM zu qualifizieren. Ich bin zufrieden", sagte die mexikanische Akteurin Jacqueline Crowther, die gegen die Catrachas einen Treffer beisteuerte.

Die kanadische Mauer
In Gruppe A qualifizierte sich Kanada nach Erfolgen gegen Honduras, Jamaika sowie Trinidad und Tobago als einziges Team mit drei Siegen für das Halbfinale. Mit elf Toren und keinem einzigen Gegentreffer legten die Canucks eine erstaunliche Effizienz und konzentrierte Leistung an den Tag, obwohl fünf ihrer Stammspielerinnen nicht älter als 16 Jahre alt sind.

Doch im Halbfinale gegen die defensivstarken Mexikanerinnen gab es kein Durchkommen, so dass die Partie ins Elfmeterschießen ging. Eine Situation, die die beiden Torhüterinnen Emily Alvarado und Rylee Foster bereits kannten: Vor zwei Jahren fiel die Entscheidung in der CONCACAF U-17-Frauenmeisterschaft ebenfalls zwischen El Tri und den Canucks vom Elfmeterpunkt.

Damals hatte die Mexikanerin Alvarado das bessere Ende für sich. Dieses Mal aber konnte nach dem Fehlversuch von Abwehrspielerin Vanessa Flores die Kanadierin Foster jubeln. "Ich sagte zu ihr: 'Schon wieder die gleiche Situation', und sie lachte. Wir sind uns auf vielen Turnieren begegnet und haben mittlerweile ein gutes Verhältnis", verriet die kanadische Schlussfrau.

Erst im Finale gegen die USA kassierte sie das erste Gegentor aus dem Spiel heraus, während ihr Team gleichzeitig keinen eigenen Treffer landen konnte.

*Die weiteren Erkenntnisse *Trotz der Unterstützung durch das heimische Publikum verpasste Honduras um ein Haar die erstmalige Teilnahme an der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft. Die Gastgeberinnen zogen als Gruppenzweite zwar ins Halbfinale ein, gerieten dort aber gegen die U.S.-Amerikanerinnen unter die Räder (0:7). Im Spiel um Platz drei schließlich (0:2) machten die Mexikanerinnen den Traum von der ersten WM-Teilnahme zunichte.

Panama hingegen enttäuschte auf der ganzen Linie und musste vorzeitig die Heimreise antreten. Las Canaleras konnten keine Partie gewinnen und verabschiedeten sich mit drei Niederlagen aus dem Wettbewerb.

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