Frauenfussball

Die Schweiz macht Schlagzeilen in Europa – Neue Ära in den USA

Defender Jessica Houara #8 of France and forward Christen Press #23 of the United States
© Getty Images

Es war ein historischer Tag für den Frauenfussball der Schweiz, als die Nationalmannschaft des Landes am Sonntag erstmals das Ticket für eine FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ löste. Schweden und Österreich konnten derweil wichtige Siege in europäischen Qualifikationsspielen für Kanada 2015 einfahren. Die USA setzten sich unter ihrer neuen Trainerin Jill Ellis zu Hause gegen starke Französinnen durch, und Brasilien stattete Neuseeland einen seltenen Besuch ab.

*Schweiz sichert sich in Europa als erstes Team das WM-Ticket *Es mag viele überrascht haben, dass die Schweiz sich als erstes Team Europas die Teilnahme an der im nächsten Jahr stattfindenden FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ sicherte, denn schließlich dominierten hier lange Zeit andere Mannschaften. Ein beeindruckender 9:0-Sieg gegen Israel und das gleichzeitige Remis zwischen den nächsten Verfolgern Island und Dänemark am Sonntag sorgten dafür, dass die Schweiz erstmals die Fahrkarte zum Weltereignis löste. "Bei uns sind die Emotionen geradezu explodiert" erklärte die deutsche Trainerin der Schweiz, Martina Voss-Tecklenburg. "Mit dieser Qualifikation haben wir uns in der Welt des internationalen Frauenfussballs viel Respekt verschafft. Niemand hätte erwartet, dass wir uns so problemlos qualifizieren würden." Island und Dänemark müssen sich nun um den einzigen Playoff-Platz bemühen, der für die zweitplatzierten Teams aller sieben Gruppen zur Verfügung steht.

*Schwedinnen setzen sich klar gegen Schottland durch *
Ein weiteres wichtiges Ergebnis des Wochenendes war in Motherwell zu verzeichnen, wo die von der Schwedin Anna Signeul trainierte schottische Mannschaft eine 1:3-Niederlage gegen Schweden, den Halbfinalisten von Deutschland 2011, kassierte. Obwohl Schottlands torgefährliche Stürmerin Kim Little den Führungstreffer der Gäste durch Caroline Seger egalisierte, sorgte ein Doppelpack von Kosovare Asllani schließlich dafür, dass Schweden drei ganz wichtige Punkte mit nach Hause nahm. Die Schwedinnen liegen nun punktgleich mit Schottland an der Spitze, haben jedoch noch eine Partie mehr zu bestreiten und haben es damit selbst in der Hand.

*Euro-Herausforderer weiterhin stark *In den übrigen Partien in Europa gab es wenige Überraschungen zu verzeichnen. Dabei kamen die Schwergewichte Deutschland und Frankreich nicht zum Einsatz. Russland und die Republik Irland liegen nach 1:0-Siegen gegen Slowenien beziehungsweise Kroatien weiterhin auf Kurs für einen Playoff-Platz. Italien setzte sich mit 4:0 gegen die Tschechische Republik durch. Dabei erzielte die routinierte Torjägerin Patrizia Panico einen Doppelpack. Damit bleiben die Italienerinnen erste Verfolgerinnen der Spanierinnen. Die in ihren Gruppen führenden Engländerinnen und Norwegerinnen landeten jeweils klare Siege, während Österreich mit einem überraschenden 3:1-Erfolg gegen Finnland wieder Hoffnungen auf einen Playoff-Platz nährte.

*USA setzen sich gegen Frankreich durch *
Die USA holten einen hart erkämpften 1:0-Sieg gegen Frankreich und bescherten damit der neuen Trainerin Jill Ellis zum Debüt einen Sieg. Ein Treffer von Sydney Leroux in der ersten Halbzeit sorgte für den ersten Sieg der* U.S.-Girls* in der Serie über zwei Spiele. Bemerkenswert war auch die Rückkehr von U.S.-Starstürmerin Alex Morgan nach achtmonatiger Abwesenheit von der internationalen Bühne aufgrund einer Sprunggelenksverletzung.

*Remis zwischen Neuseeland und Brasilien *Während die Welt ihr Augenmerk vorrangig auf Brasilien 2014 richtet, bereitet sich die Frauennationalelf des Gastgebers mit zwei Partien gegen Neuseeland auf die Qualifikationsspiele zur WM vor. Das erste Spiel endete mit einem 1:1-Unentschieden, nachdem Neuseelands Rosie White fünf Minuten vor dem Abpfiff Cristianes Führungstor aus der Schlussphase der ersten Halbzeit egalisiert hatte. Die Kiwis hätten im strömenden Regen von Auckland durchaus auch den Sieg verdient gehabt, denn Stürmerin Hannah Wilkinson traf zwei Mal die Querlatte.

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