Frauenfussball

Südamerika: Vier Teams dürfen weiter träumen

Venezuela U20 team celebrates
© Others
  • Teilnehmer an der Finalrunde der U-20-Südamerikameisterschaft der Frauen stehen fest
  • Venezuela, Kolumbien, Brasilien und Uruguay sind dabei
  • Die Finalrunde wurde aufgrund von COVID-19 bis auf Weiteres verschoben

Venezuela, Kolumbien, Brasilien und Uruguay haben sich für die Finalrunde der U-20-Südamerikameisterschaft der Frauen qualifiziert und sind damit weiterhin im Rennen um einen Startplatz bei der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft 2020 in Costa Rica und Panama.

Die Finalrunde, bei der zwei Tickets für das Weltturnier dieser Altersklasse zu vergeben sind, wurde allerdings aufgrund der COVID-19-Pandemie (Coronavirus) auf unbestimmte Zeit verschoben.

Bei drei der vier Finalisten, nämlich Kolumbien, Brasilien und Uruguay, stehen Spielerinnen im Kader, die bereits bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft 2018 in Uruguay dabei waren.

Für sechs Teams endete der Traum bereits in der Gruppenphase, darunter auch Argentinien. Die Gastgeberinnen schafften den Sprung in die nächste Runde nicht, obwohl sie ungeschlagen blieben und nur ein einziges Gegentor kassierten, und zwar am letzten Spieltag gegen das bereits ausgeschiedene Bolivien.

Die Platzierungen

Gruppe A Gruppe B
Venezuela 🇻🇪 10 (+13)* Brasilien 🇧🇷 12 (+14)*
Kolumbien 🇨🇴 7 (+11)* Uruguay 🇺🇾 9 (+3)*
Argentinien 🇦🇷 6 (+1) Paraguay 🇵🇾 6 (-1)
Ecuador 🇪🇨 3 (-10) Chile 🇨🇱 1 (-4)
Bolivien 🇧🇴 1 (-15) Perú 🇵🇪 1 (-12)
*Qualifiziert für die Finalrunde

Gruppe A: Spannung bis zum Schluss

Wilmary Argüelles und Enyer Higuera konnten mit je drei Toren insgesamt 42,85 Prozent der 14 Treffer Venezuelas für sich verbuchen. Die Venezolanerinnen sicherten sich mit zehn von zwölf möglichen Punkten den Gruppensieg.

Die Vinotinto, die lediglich gegen die Gastgeberinnen zwei Punkte abgab, kassierte nur einen einzigen Gegentreffer. Dieses Gegentor erzielte Kolumbien, gegen das sich Venezuela nach anfänglichem Rückstand mit 2:1 durchsetzte. Mit dieser Leistung hat das Team gute Aussichten auf eine zweite WM-Teilnahme in dieser Altersklasse.

Kolumbien belegte in Gruppe A mit sieben Punkten den zweiten Platz. Dabei verfolgten die Kolumbianerinnen von der Tribüne aus das Remis zwischen Argentinien und Bolivien, durch das der Einzug in die entscheidende Runde perfekt gemacht wurde.

Gisela Robledo erzielte 5 der insgesamt 14 Tore Kolumbiens, von denen 12 in den Partien gegen Bolivien(8:0) und Ecuador (4:0) fielen. Die Cafeteras, die ebenfalls nach der zweiten WM-Teilnahme streben, kassierten nur zwei Gegentreffer, und zwar bei der einzigen Niederlage gegen Venezuela.

Gruppe B: Brasilien und Uruguay

Brasilien konnte sich deutlich von seinen Gegnern absetzen. Das Team gewann alle vier Spiele, erzielte 14 Tore (3,5 pro Spiel) und kassierte keinen einzigen Gegentreffer. Angesichts dieser Zahlen sind die Brasilianerinnen Favoritinnen auf den neunten Titelgewinn in ebenso vielen Auflagen des Turniers.

Micaelly (4) und Jacqueline (7) erzielten zusammen 50 Prozent der Tore der brasilianischen Auswahl, die den Einzug in die Finalrunde einen Spieltag vor Ende der Gruppenphase perfekt machte.

Uruguay schrieb derweil Geschichte. Mit neun von zwölf Punkten belegte die Celeste den zweiten Gruppenplatz und zieht damit zum ersten Mal überhaupt in die Finalrunde der U-20-Südamerikameisterschaft der Frauen ein.

Esperanza Pizarro, Schützin des schönsten Tors der U-17-WM 2018, erzielte 7 der insgesamt 13 Tore Uruguays und konnte sich damit bei allen drei Siegen ihres Teams auf die Torjägerinnenliste eintragen. Der wichtigste Erfolg war der Kantersieg gegen Peru, mit dem das Team den Einzug in die Finalrunde perfekt machte. Die einzige Niederlage war das 0:6 gegen Brasilien.

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