QUALIFIKATION #WEURO2022

Nordirland feiert erste EM-Teilnahme - Schweiz siegt im Elfmeterschießen

Marissa Callaghan of Northern Ireland celebrates 
© Getty Images
  • Die letzten drei Tickets für die UEFA Women's EURO sind vergeben
  • Russland, Nordirland und die Schweiz sind im nächsten Jahr dabei
  • Nordirland schreibt Geschichte

Die letzten Entscheidungen sind gefallen! Russland, Nordirland und die Schweiz vervollständigen das Teilnehmerfeld für die UEFA Women's EURO 2022 in England. Den Russinnen reichte ein torloses Unentschieden, um die sechste EM-Teilnahme unter Dach und Fach zu bringen. Die Schweiz sicherte sich erst nach Elfmeterschießen den Startplatz, während Nordirland die erste EM-Teilnahme überhaupt feiert.

Tschechische Republik - Schweiz 2:2 (2:3 n. E.)

Die Playoffs zwischen diesen beiden Kontrahenten waren an Dramatik kaum zu überbieten. Im Hinspiel gelang es den Gästen aus der Schweiz erst in der 90. Minute den wichtigen Ausgleich zum 1:1 zu erzielen, nachdem Katerina Svitkova die Tschechische Republik mit einem von Julia Stierli verschuldeten Foulelfmeter in Führung gebracht hatte. Ana-Maria Crnogorcevic sorgte ebenfalls mit einem verwandelten Strafstoß für den wichtigen Auswärtstreffer der Schweizerinnen.

Auch das Rückspiel hatte es in sich. Die Tschechinnen gingen durch ein Traumtor von Kateřina Svitková (51.) in Führung, die nur wenige Minuten später von Coumba Sow (59.) ausgeglichen wurde. Da in der regulären Spielzeit und der anschließenden Verlängerung keine weiteren Tore erzielt wurden, musste die Partie im Elfmeterschießen entschieden werden. Hier behielt die Elf von Nils Nielsen mit 3:2 die Nase vorn.

"Ich bin hundemüde, wir haben heute alle super gekämpft, sind füreinander gegangen. Und am Ende ist es mir scheissegal, wie wir gewonnen haben. Wir fahren an die EM", freute sich Lia Wälti gegenüber SRF.

125

Für Ana-Maria Crnogorcevic war es gleich in doppelter Hinsicht ein besonderes Spiel. Die Schweizer Rekordtorschützin absolvierte am Dienstag ihr 125. Länderspiel für die Schweiz und qualifizierte sich gleichzeitig mit der Nati für die EM.

Ukraine - Nordirland 1:4

Eine gute Ausgangslage um Geschichte zu schreiben!

In der Ukraine gewann Nordirland mit 2:1. Rachel Furness hatte die Gäste bereits in der fünften Minute in Führung gebracht, doch vor dem Halbzeitpfiff gelang Daryna Apanaschenko der Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel legte Simone Magill mit ihrem Siegtreffer den Grundstein zur erstmaligen EM-Teilnahme. In Belfast wurde aus diesem Traum dann Wirklichkeit. Marissa Callaghan (55.) und Nadene Caldwell (90.+6) besiegelten mit ihren Treffern zum 4:1-Gesamtergebnis #ANewDream der Nordirinnen.

"Ich kann das Gefühl, das wir und alle anderen gerade haben, nicht in Worte fassen. Davon träumst du als kleines Mädchen. Ich bin einfach so stolz, dieses Shirt zu tragen. Ich bin stolz auf jedes einzelne Mädchen da draußen heute Abend. Wir werden es genießen - weil wir es verdienen und wir freuen uns darauf, mehr Geschichte für dieses Land zu schreiben", sagte eine sichtlich emotionale Rachel Furness nach dem Spiel.

Portugal - Russland 0:1

Im Hinspiel setzte sich Russland dank eines Treffers von Nelli Korovkina mit einem 1:0 gegen Portugal durch. In der ersten Halbzeit hatten die Portugiesinnen zwar mehr Spielanteil, doch ein Tor wollte einfach nicht gelingen. Die Gegenseite hatte da mehr Glück. Nach einem Lattenschuss von Marina Federova reagierte Korovkina am schnellsten und brachte ihrer Mannschaft den Sieg in Lissabon. Die besten Voraussetzungen, um die sechste EM-Teilnahme in trockene Tücher zu bringen.

Bei diesem Ergebnis sollte es am Ende auch bleiben. Der knappe Sieg aus dem Hinspiel reichte dem Ensemble von Yuri Krasnozhan, dass in der heimischen Sapsan Arena nicht über ein torloses Unentschieden hinauskam. Die Russinnen können sich dabei besonders bei ihrer Torhüterin Elvira Todua bedanken. In der 70. Minute wurde sie von Dolores Silva mit einem kraftvollen Schuss geprüft, den sie auf fantastische Weise abwehrte.

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