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Huber: "Es ist wichtig, dass wir unseren Matchplan verfolgen"

Melanie Huber
  • Melanie Huber wurde erstmals in die Schweizer Nationalmannschaft berufen
  • Für die Kapitänin des FC Basel ist eine besondere Erfahrung
  • "Ich habe mich sehr schnell eingelebt und wohlgefühlt"

Es hat nicht sollen sein...

Am Ende der Partie der Schweizer Nationalmannschaft gegen Kroatien stand ein 1:1 auf der Anzeigetafel. Nicht das Ergebnis, dass sich die Mannschaft von Trainer Nils Nielsen auf dem Weg zur UEFA Women’s EURO 2022 erhofft hatte.

"Es ist nicht alles nach Plan gelaufen“, analysiert Melanie Huber im Interview mit FIFA.com. "Schlussendlich hatte Kroatien nur zwei Chancen und macht ein Tor. Wir hatten in der ersten Halbzeit ein, zwei Möglichkeiten mehr und waren zu wenig effizient. Wir haben uns selbst das Spiel mit kleinen Ungenauigkeiten schwer gemacht. Das hat uns den Spielfluss genommen."

Auch für die Kapitänin des FC Basel hat es im Hinblick auf ihre bisherige Nati-Karriere zunächst nicht sein sollen. Im November 2014 war sie bei einem Leistungstraining der Nationalmannschaft dabei, aber nur kurz. Eine schwere Verletzung machte Huber einen Strich durch die Rechnung. Erst im Oktober 2015 kam sie auf den Fussballplatz zurück. "Es war einfach nicht der richtige Zeitpunkt und hat nicht gestimmt. Ich bin jetzt eigentlich das erste Mal so richtig dabei", erzählt die 27-Jährige, die die ersten Tage mit dem Team sichtlich genossen hat.

"Ich kannte vorher noch nicht so viele Spielerinnen. Es ist in Bezug auf die Professionalität auch ganz anders, als im Verein. Auf dem Trainingsplatz ist es dann relativ schnell gegangen. Man kommt mit den Leuten ins Gespräch. Ich habe mich sehr schnell eingelebt und wohlgefühlt." Dank ihrer starken Leistungen im Dress des FCB wurde Nils Nielsen auf die Abwehrspielerin aufmerksam und begründete seine Berufung mit den Worten: "Huber ist beeindruckend in die neue Saison gestartet."

In der Schweizer Super League belegt Huber mit dem FCB derzeit Platz drei, feierte unter anderem einen souveränen Sieg gegen Rekordmeister FC Zürich. Was der FCB und die Nationalmannschaft gemeinsam haben? Beide haben die perfekte Mischung aus erfahrenen und jungen, talentierten Spielerinnen die "letztendlich alle das Gleiche wollen und das ist, was uns alle im Fussball verbindet."

Genau diese Verbindung und der gemeinsame Einsatz soll nun im entscheidenden Spiel gegen Belgien zum Erfolg führen. Noch haben es die Schweizerinnen selbst in der Hand, sich aus eigener Kraft für die Endrunde 2022 in England zu qualifizieren. Dafür muss am Dienstag in der Thuner Stockhorn-Arena allerdings ein Sieg her.

"Nach dem Spiel gegen Kroatien haben wir die Dinge, die wir besser machen können, noch einmal analysiert. Danach haben wir es aber sofort abgehakt und unsere Konzentration voll auf das Spiel gegen Belgien gesetzt. Es ist einfach wichtig, dass wir jetzt unseren Matchplan verfolgen und Alle alles geben. Wir müssen zu unserem Spiel finden, unseren Plan verfolgen und dann kommt das gut", ist sich Huber sicher.

Sollte sie selbst am Ende keine Minute für die Eidgenossinnen auf dem Platz gestanden haben, nimmt sie trotzdem wertvolle Erfahrungen mit zurück zu ihrem Verein. "Das Training mit der Nationalmannschaft ist viel intensiver und die Qualität der Spielerinnen eine andere. Ein Großteil der Mannschaft spielt im Ausland. Ich denke, dass ich beim FCB weiterhin versuche meine Mannschaft zu führen. Ich nehme mir ein Beispiel an den Führungsspielerinnen in der Nationalmannschaft. Ich nehme die Intensität mit und halte den Schwung hoch, den ich erlebt habe und versuche dies mit ins Training beim FC Basel zu nehmen."

Melanie Huber (FC Basel)
© imago images

Ausgangssituation vor dem Spiel gegen Belgien

Gruppe H Spiele Siege Unentschieden Niederlagen Tore Gegentore Punkte
1. Belgien 5 5 0 0 23 3 15
2. Schweiz 5 4 1 0 16 1 13
3. Kroatien 5 1 1 3 5 14 4
4. Rumänien 4 1 0 3 4 13 3
5. Litauen 5 0 0 5 1 18 0

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