Frauenfussball

Gleichberechtigung im Mittelpunkt

FIFA Conference for Equality and Inclusion
© FIFA.com

Wie wichtig der FIFA die Förderung und Entwicklung des Frauenfussballs ist, unterstrich FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura erst kürzlich in einem Interview. "Durch die Reformen wurde der Anteil der Frauen im FIFA-Rat institutionell erhöht, aber nun war es an uns, der Direktion, dafür zu sorgen, dass das Konzept auch in unserer Arbeitsweise zum Tragen kommt. Daher verfügt die FIFA nun zum ersten Mal über eine eigene Frauenfussballdivision. Das ist eine Statusänderung und bringt ein eigenes Budget und einen Sitz in unserem Vorstand mit sich. Dies wird sich direkt auf den Frauenfussball auswirken", erklärte sie.

Ein nächster Schritt in diese Richtung ist die am 6. März anlässlich des Weltfrauentags im Home of FIFA in Zürich stattfindende FIFA-Konferenz für "Gleichberechtigung und Inklusion 2017" (FIFA Conference for Equality and Inclusion). Die Konferenz mit dem Schwerpunkt "Gleichberechtigung zur Wirklichkeit machen“ (Making Equality a Reality) wird sich in drei Sitzungen folgenden Themen widmen: Fortschritt in der Gleichstellung der Geschlechter; Männer als gleichwertige Vertreter des Wandels und Stärke durch Vielfalt: Erhöhung der Inklusion durch den Sport.

Während dieser Sitzungen stehen unter anderem folgende Bereiche im Mittelpunkt:

• Was steht der Gleichstellung der Geschlechter im Wege?
• Frauen im Fussball: Spielerinnen, Trainerinnen, Schiedsrichterinnen und Entscheidungsträgerinnen.
• Die andere Geschlecht: wie Männer eingebunden werden können.
• Sport als Werkzeug für Eingliederung und humanitäre Arbeit.
• Kampf gegen Rassismus und Sexismus im Sport.

"Ich bin eine schwarze Frau. Ich würde gerne einen Raum betreten und wissen, dass mich alle als gleichberechtigt ansehen“, so die ehemalige kanadische Nationaltorhüterin Karina LeBlanc, die an der Konferenz teilnehmen wird, im exklusiven Interview mit FIFA.com. "Aber ich weiß, das ist nicht meine Realität. Die Gleichstellung der Geschlechter in der Welt beginnt mit dem Gespräch. Es beginnt mit dem Bewusstsein. Es beginnt mit den kleinen Veränderungen. Drastische Veränderungen passieren nicht über Nacht."

Neben LeBlanc werden weitere bekannte Gesichter aus der Welt des Sports, der Politik und Wirtschaft anwesend sein, um über ihre Erfahrungen zu sprechen. Dazu gehören Khalida Popal, ehemaliger Kapitänin der afghanischen Frauen-Nationalmannschaft, Layhoon Chan, Präsidentin des spanischen Spitzenklubs FC Valencia oder Raha Moharrak, die als erste saudische Frau den Mount Everest bestieg.

Weitere Gastredner sind unter anderem Clarence Seedorf, FIFA-Legende und viermaliger UEFA-Champions-League-Gewinner, Piara Powar, Exekutivdirektor des FARE-Netzwerks (Football Against Racism in Europe), Lakshmi Puri, Stellvertretende Direktorin UN-Women (Fachstelle der UNO für Gleichstellung und Frauenförderung) sowie wichtige Entscheidungsträgerinnen der FIFA wie Sarai Bareman und Joyce Cook. Durch die Veranstaltung führt Sherine Tadros, Leiterin des UN-Büros von Amnesty International in New York.

Mit dieser internationalen Konferenz will die FIFA ihre Unterstützung des Frauenfussballs ausweiten und die dringend benötigte Plattform für Diskussionen über die Förderung von Frauen im Sport und in der Gesellschaft im Allgemeinen bieten. Bereits im März 2015 wurde die erste Frauenfussball- und Führungskonferenz erfolgreich durchgeführt.

Das vollständige Programm der FIFA-Konferenz für "Gleichberechtigung und Inklusion 2017" und nähere Informationen über die Gastredner entnehmen Sie bitte der Broschüre.

Sie haben außerdem die Möglichkeit die Konferenz via LIVE-Stream auf unserer Facebook-Seite zu verfolgen.

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