Frauenfussball

"Fussball war mein Sprungbrett zu einem besseren Leben"

  • Doreen Nabwire wurde in den Slums von Nairobi geboren
  • Ihr fussballerischer Werdegang brachte sie in die Nationalmannschaft – und nach Deutschland
  • Jetzt treibt sie die Entwicklung des Frauenfussballs in Kenia voran

Es ist November 2019 und in Zürich ist es kalt. Ein größerer Gegensatz zu Kenias Hauptstadt Nairobi ist kaum vorstellbar. Für Doreen Nabwire ist das allerdings keine Überraschung. Denn vor zehn Jahren absolvierte sie dank ihres fussballerischen Talents bereits eine ganz ähnliche Reise.

Doreen ist eine von 24 Frauen aus den 211 Mitgliedsverbänden der FIFA, die im vergangenen Monat das von FIFA und UEFA organisierte Programm für Frauen in Führungspositionen im Fussball abgeschlossen haben.

Unter der Leitung von Lektoren von der IMD Business School wurde im Rahmen des einwöchigen Kurses die persönliche Führungsstärke der Teilnehmerinnen gestärkt. Zudem wurde die Vernetzung mit weiblichen Führungskräften in der Wirtschaft verbessert, um die Teilnehmerinnen letztlich zu befähigen, leitende Funktionen in nationalen oder regionalen Verbänden auszufüllen.

Die Anzahl der Frauen im Fussball hat sich in den vergangenen Jahren enorm vergrößert und seine Beliebtheit ist regelrecht explodiert. Dennoch gibt es noch zahlreiche Hürden und Herausforderungen zu überwinden. Für Doreen, deren Leben aus einer Herausforderung nach der anderen bestand, ist diese Situation nichts Neues.

Als Zwölfjährige nahm sie an einem internationalen Fussballturnier teil. Kaum drei Jahre später spielte sie erstmals für ihr Land. Noch als Teenagerin nahm sie an einem Straßenfussballturnier in Berlin teil und wurde zur Hauptfigur einer TV-Dokumentation. Drei Jahre später absolvierte sie erfolgreich ein Probetraining bei Werder Bremen und schloss die Saison als beste Torjägerin des Teams ab. Es folgten vier weitere Jahre im europäischen Fussball.

Ihre Leidenschaft und ihr Engagement für den Fussball sind in all der Zeit nur stärker geworden: Sie war als Trainerin in ihrem Heimatland tätig, arbeitete mit Nichtregierungsorganisationen und einem Premier-League-Team zusammen und übernahm dann eine administrative Position beim kenianischen Fussballverband.

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