Pressemitteilung

Fédération Internationale de Football Association

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Frauenfussball

Führungsworkshop mit Frauen, die den Fussball verändern, und ihren Mentoren

Diese Woche fand in Zürich im Rahmen des FIFA-Programms zur Förderung von weiblichen Führungskräften ein Workshop statt. Ziel des Programms ist, das Gleichgewicht zwischen Frau und Mann im Fussball auf Entscheidungsebene zu verbessern.

Die mehr als 30 Frauen, die an der ersten Ausgabe des Programms teilnehmen, präsentierten am Schlusstag ihre persönlichen Projekte, die sie während des neunmonatigen Lehrgangs erarbeiten werden und für den Frauenfussball wirklich etwas bewirken sollen.

"Es war mir eine Ehre, diese Woche die ersten Teilnehmerinnen bei der FIFA zu treffen. Ich bin sicher, dass diese Frauen ihre Ziele erreichen und Tausende weitere inspirieren werden, eine Karriere im Fussball einzuschlagen", schrieb FIFA-Präsident Blatter in seiner Kolumne in The FIFA Weekly. "Der Fussball braucht mehr Frauen in Führungsetagen. Die Lenker des Fussballs müssen jetzt beweisen, dass wir es alle ernst damit meinen und diesem Ruf folgen werden."

Der Workshop sollte den Teilnehmerinnen die Werkzeuge geben, die sie benötigen, um im Fussball aufzusteigen - z. B. eine Plattform, um sich zu vernetzen, individuelle Beratung und die Möglichkeit zum Ideenaustausch. Die Teilnehmerinnen hatten zudem die Möglichkeit, sich mit ihren jeweiligen Mentorinnen und Mentoren zu treffen, die ihnen dabei helfen, ihr Führungspotenzial wirklich auszuschöpfen.

"Dies ist ein tolle Initiative der FIFA", sagte Sarah Walsh, Frauenfussball-Entwicklungsleiterin beim australischen Fussballverband und während zehn Jahren Nationalspielerin. "Frauen müssen auf Entscheidungsebene unbedingt vertreten sein. Frauen wie Moya Dodd, die wirklich etwas bewirkt haben, waren für mich extrem motivierend. Wenn ich eine ähnliche Rolle einnehmen und ausfüllen kann, werde ich hoffentlich die nächste Generation ebenso motivieren."

Sara Booth, ebenfalls ehemalige Nationalspielerin und heute nationale Frauenfussballmanagerin beim irischen Fussballverband, erklärte: "Selbstbewusstsein und Selbstreflexion waren vielleicht die wichtigsten Lektionen dieses Workshops - zu lernen, wie ich im Frauenfussball besser führen kann. Wir brauchen im Fussball, wie in jedem anderen Sektor auch, mehr Frauen auf Führungsebene."

Felicite Rwemalika, Vorsitzende der Frauenfussballkommission des ruandischen Fussballverbands, fügte an: "Ich will in Ruanda für einen Mentalitätswandel sorgen, damit die Menschen sehen, dass auch Frauen Fussball spielen können. Ich bin aus Leidenschaft und Überzeugung für unsere Rechte in den Sport gekommen. Bei diesem Programm lernen wir neue Strategien, wie wir unsere Führungkompetenzen verbessern und die Zahl der Frauen in Führungspositionen in unserem Land steigern können."

Julie Teo, Managerin für Frauen- und Kinderfussball beim Fussballverband von Singapur, will mit ihrem Projekt dafür sorgen, dass der Frauenfussball voll in den strategischen Plan integriert wird, der von ihrem Verband für 2016–2020 derzeit erarbeitet wird. "Mit den folgenden drei strategischen Hauptelementen will ich in Singapur wirklich etwas verändern: gute Ergebnisse der Nationalteams, Stärkung der nationalen Wettbewerbe und bessere Aufstiegschancen für Trainerinnen", erklärte Teo. "Messgrößen für den Erfolg sind eine stärkere Beteiligung und mehr Unterstützung seitens der einzelnen Abteilungen des Verbands für den Frauenfussball."

Der erste Workshop des FIFA-Programms zur Förderung von weiblichen Führungskräften, das zusammen mit der THNK School of Creative Leadership durchgeführt wird, fand kurz vor dem Finale der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Kanada 2015™ in Vancouver statt. Der dritte und letzte Workshop folgt im ersten Quartal 2016. Rund 30 Frauen können jährlich am Programm teilnehmen.

"Wir freuen uns, die FIFA bei der Gestaltung und Realisierung dieses einzigartigen Programms zu unterstützen. Diese Woche hat mehr denn je gezeigt, dass diese Frauen den Fussball verändern können", betonte Natasha Bonnevalle von der THNK School of Creative Leadership. "Studien haben belegt, dass ein besseres Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern die Lösungs- und Entscheidungsfindung verbessert, wovon der Fussball und die gesamte Gesellschaft profitieren."

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