Frauenfussball

OFC-Mitgliedsverbände stärken in Vanuatu den Frauenfussball

  • OFC-Mitgliedsverbände kamen in Vanuatu zur Frauenfussballkonferenz zusammen
  • Es war die sechste und abschließende Regionalkonferenz der FIFA-Konföderationen in den vergangenen zwölf Monaten
  • Am Vorabend der FIFA Frauen-WM™ trifft man sich in Paris zum ersten globalen Frauenfussballkongress

Während die Trophäe der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ im Rahmen der Trophy Tour durch Asien reiste, fand in Port Vila auf der Insel Efate in Vanuatu im Südpazifik die letzte von sechs regionalen Fussballkonferenzen statt, die in den vergangenen zwölf Monaten in den FIFA-Konföderationen veranstaltet wurden.

Im Rahmen der Veranstaltung vom 27. bis 29. März wurde den OFC-Mitgliedsverbänden die FIFA-Strategie für den Frauenfussball vorgestellt. Dazu kamen Vertreter der FIFA mit Generalsekretären und anderen Repräsentanten der elf OFC-Mitgliedsverbände zusammen. Sie diskutierten wichtige Themen rund um die Entwicklung des Frauenfussballs und die Stärkung der Frauen im Fussball.

Die Konferenz begann mit einem interaktiven Workshop für Führungskräfte unter der Leitung von Karl Lines, FIFA-Berater für Führungsfragen, der darauf abzielte, die für den Frauenfussball Verantwortlichen in den einzelnen Mitgliedsverbänden zu inspirieren.

"Bei der Stärkung der Frauen geht es um die Steigerung des Selbstvertrauens, des Selbstwertgefühls und darum, dies den Menschen zu vermitteln, damit sie mit Leidenschaft und Überzeugung bei der Sache sind", so Sarai Bareman, die leitende FIFA-Beauftragte für Frauenfussball.

"Zuallererst müssen wir in unserer Region die Grundeinstellung verändern", so die Botschaft von Lambert Maltock, OFC-Präsident und Präsident des Fussballverbandes von Vanuatu, als er zusammen mit OFC-Generalsekretär Franck Castillo, dem Generaldirektor des Ministeriums für Jugend und Sport Vanuatus Henry Vira und FIFA-Frauenfussballdirektorin Sarai Bareman den zweiten Tag der Konferenz eröffnete.

Sarai leitete auch die Präsentationen und Diskussionsrunden rund um die Frauenfussballstrategie der FIFA und die allgemeine Situation des Frauenfussballs in Ozeanien im zweiten Teil des Morgenprogramms. Emma Evans, die kürzlich ernannte Verantwortliche für den Frauenfussball in der OFC, stellte die Frauenfussballstrategie des Kontinentalverbandes vor und unterstrich, "wie wichtig Ozeanien den Frauenfussball nimmt."

An den Veranstaltungstagen gab es interaktive Sitzungen rund um das Thema, wie Förderstrategien den Frauenfussball voranbringen können. Für die Teilnehmer aus den Mitgliedsverbänden boten diese Veranstaltungen viel Inspiration und Motivation.

Andrew Pragnell, CEO des neuseeländischen Fussballverbandes, dessen Team bei der FIFA U-17-Frauen-WM im vergangenen Jahr Platz drei belegte, sprach über die Bedeutung einer grundlegenden Strategie als Fundament für alle konkreten Aktivitäten: "Nach mehreren Jahren intensiver Untersuchungen der tatsächlichen Voraussetzungen für die Entwicklung junger Menschen wurde ein Grundgerüst für die verschiedenen Anforderungen in den einzelnen Altersgruppen aufgebaut."

Im Verlauf der Veranstaltung wurden aus den in der FIFA-Strategie für den Frauenfussball angesprochenen Zielen reelle Vorhaben, die in den elf Mitgliedsverbänden der OFC umgesetzt werden sollen, um den Frauenfussball voranzubringen. Die Konferenz verschaffte der FIFA auch ein besseres Verständnis für die allgemeine Situation des Frauenfussballs in der OFC-Zone und verdeutlichte allen teilnehmenden Verbänden die Bedeutung der Zusammenarbeit als geeinte Konföderation.

Gegen Ende der Konferenz gedachten die Teilnehmer der Juli 2018 verstorbenen Just Play-Projektmanagerin Emmie Sope. Die Veranstaltung fand in Port Vila statt, um der aus Vanuatu stammenden Sope zu gedenken, die sich in der gesamten Pazifikregion unermüdlich zum Wohle von Frauen und Kindern einsetzte und dafür arbeitete, den Fussball zur Sportart Nummer 1 in der Region zu machen.

Die erste Reihe der Frauenfussballkonferenzen ist damit beendet. Nun rückt die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™ im Sommer in den Mittelpunkt.

Vertreter der 211 FIFA-Mitgliedsverbände kommen unmittelbar vor Beginn des Turniers in Paris zum ersten Frauenfussballkongress zusammen, um über die bestehenden Herausforderungen und ihre erzielten Fortschritte zu diskutieren.

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