Frauenfussball

Lernerfolge dank einer Größe im Frauenfussball

Hope Powell and Rhian Wilkinson meet Zvonimir Boban for FIFA's Coach Mentorship Programme launch
  • Die kanadische Ex-Spielerin Rhian Wilkinson lernt von ihrer Mentorin Hope Powell
  • Der Besuch fand im Rahmen des Trainerinnen-Mentorenprogramms der FIFA statt
  • Erfahrungen und wertvolle Einblicke in das Trainergeschäft bei einem englischen Erstligisten

Während eines Pokalspiels im Broadfield Stadium von Crawley ruft Cheftrainerin Hope Powell von Brighton & Hove Albion ihren Schützlingen auf dem Feld immer wieder Anweisungen zu.

Allerdings hat die überaus erfahrene Trainerin, die 15 Jahre lang die englische Frauen-Nationalmannschaft führte, heute noch eine weitere aufmerksame Zuhörerin, die sich nichts entgehen lassen will. Auch sie ist in der Welt des Frauenfussballs bestens bekannt: Es ist Rhian Wilkinson, die sage und schreibe 181 Länderspiele für Kanada absolvierte.

Wilkinson nimmt am FIFA Trainerinnen-Mentorenprogramm teil, das jungen Trainerinnen neue Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen vermitteln soll, die sie in ihre Karriere einbringen können. Ihre Mentorin ist die überaus erfahrene Hope Powell.

"Die Zusammenarbeit mit ihr ist für mich eine fantastische Sache", so Wilkinson während ihres Besuchs bei Brighton. "Als aktive Spielerin habe ich gegen ihre Teams gespielt und ihre Karriere aufmerksam verfolgt."

"Ich habe mir genau angesehen, wie ein Profiklub geführt wird. Ich habe zwar selbst professionell gespielt, aber so gut organisiert wie hier war mein Umfeld nie. Daher ist es für mich überaus interessant, Hope hier bei der Arbeit zuzusehen und die Vorbereitung auf ein Spiel zu erleben."

DATEN UND FAKTEN ZU HOPE POWELL

  • 66 Länderspiele für England und Teilnahme an der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 1995™
  • Trainerin der Lionesses von 1998 bis 2013 mit Teilnahme an den WM-Endrunden 2007 und 2011
  • Seit Juli 2017 Trainerin der Frauenmannschaft von Brighton & Hove Albion

Bei ihrem Besuch bei Brighton bekam Wilkinson wertvolle Einblicke in die Arbeit eines Klubs in der englischen Women's Super League aus der Perspektive der Cheftrainerin. Sie erlebte die enge Zusammenarbeit mit den Spielerinnen ebenso wie die Gespräche mit dem Stab, den Ärzten und Teampsychologen.

"Für junge Trainerinnen kann es nur vor Vorteil sein, wenn sie erleben können, in welchem Umfeld die Mentorin arbeitet. Ich wünschte, ich selbst hätte diese Möglichkeit gehabt, als ich jung war", so Powell. "Rhian hat gesehen, wie wir unsere Meetings abhalten, wie wir unseren Tag planen, was wir im Training machen und wie das auf dem Platz umgesetzt werden kann.

Sie war bei den Spielerinnen und beim Stab und hat selbst erfahren, wie wichtig es ist, anpassungsfähig zu sein und wo die Prioritäten bei der Vorbereitung auf ein Spiel liegen."

DATEN UND FAKTEN ZU RHIAN WILKINSON

  • Teilnahme an vier FIFA Frauen-Weltmeisterschaften™ mit Kanada
  • Zweifache Olympische Bronzemedaillengewinnerin (2012 und 2016)
  • Führte Kanada als Trainerin bis ins Halbfinale der FIFA U-17-Frauen-WM Uruguay 2018
Head coach Rhian Wilkinson of Canada looks on
© Getty Images

Wilkinson gehörte bei der Partie gegen Manchester United im FA Cup der Frauen zum Stab Brightons. Dadurch konnte sie alles von innen heraus verfolgen und beobachten. Sie war vom Aufwärmen vor dem Spiel bis zur Pressekonferenz nach der Partie stets und überall dabei.

"Am Anfang einer Trainerkarriere ist es überaus wichtig, einen Ansprechpartner zu haben, wenn man nicht weiter weiß oder mit jemandem diskutieren will", so Wilkinson. "Ich hoffe, dass ich später, wenn ich selbst in einer geeigneten Position bin, genau das für andere junge Trainerinnen leisten kann."

Der direkte Austausch zwischen Mentorin und Mentee wird auch nach Wilkinsons Besuch an der Südküste Englands fortgesetzt, wenn die Kanadierin in die Heimat zurückgekehrt ist, um als Assistenztrainerin Kanadas das Team bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™ zu betreuen.

"Wir sind während der ganzen Zeit regelmäßig in Kontakt miteinander", so Powell. "Und natürlich gilt auch für sie, was ich schon als Mentorin anderer junger Trainerinnen gesagt habe: Ich stehe bereit, um zu helfen. Also nicht zögern, sondern das Telefon nehmen, wann immer es nötig ist."

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