Frauenfussball

Frauenfussball weltweit weiter auf dem Vormarsch

2015 war ein bahnbrechendes Jahr für die Entwicklung des Frauenfussballs, und zwar nicht nur wegen des enormen Erfolgs der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ in Kanada, sondern auch aufgrund der Ergebnisse, die an der Basis erzielt wurden. Sage und schreibe 130 Mitgliedsverbände profitierten 2015 von den Entwicklungsprogrammen der FIFA für den Frauenfussball und 451 Aktivitäten wurden rund um die Welt exklusiv für den Frauenfussball organisiert – das ist Rekord. 

Im Jahr 2008 hatten gerade einmal 22 Mitgliedsverbände der FIFA an einer Initiative zur Entwicklung des Frauenfussballs teilgenommen. Bis zum Ende des Jahres 2015 war die Anzahl beträchtlich gestiegen. In den letzten acht Jahren waren 195 der insgesamt 209 Mitgliedsverbände der FIFA an einem der neun Frauenfussballprogramme des Weltfussballverbands beteiligt.

2016 feiern wir nun den 25. Jahrestag der ersten Auflage der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™. Dieses Jahr wird die FIFA auch einen neuen Rekord erreichen, denn mehr als 140 Mitgliedsverbände haben Entwicklungsprogramme für den Frauenfussball angefordert und über 500 Einzelaktivitäten werden bereits prognostiziert.

"Die Förderung des Frauenfussballs ist eine unserer Kernprioritäten, das wird von den neuen FIFA-Statuten, die im Februar in Zürich abgesegnet wurden, noch einmal untermauert", so Mayi Cruz Blanco, leitende FIFA-Entwicklungsbeauftragte für den Frauenfussball. "Das Engagement dafür, dass jedes Mädchen und jede Frau die Chance hat, aktiv am Fussball teilzunehmen, ist ein wichtiger Bestandteil der FIFA-Reformen – ebenso wie das ultimative Ziel eines 30-prozentigen Frauenanteils in Führungspositionen. Bis zur nächsten FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ im Jahr 2019 hat die FIFA sich das ehrgeizige Ziel gesteckt, die Anzahl der im Fussball aktiven Mädchen und Frauen auf 45 Millionen zu erhöhen."

Die FIFA hat in den letzten acht Jahren darauf hingearbeitet, eine klare Pyramidenstruktur aufzubauen. Beginnend mit dem Aufbau einer starken Basis wurde die Entwicklungsstrategie der FIFA für den Frauenfussball auf der Grundlage der kontinuierlichen Bewertung der unterschiedlichen Bedarfe und Anforderungen auf der ganzen Welt stetig ausgebaut.

Jeder Mitgliedsverband ist verpflichtet, einen Entwicklungsplan für den Mädchen- und Frauenbereich vorzulegen. Nach einer Bewertung dieser Pläne, die von der FIFA zentral in Zürich vorgenommen wird, erhalten die Mitgliedsverbände Unterstützung in Form von Knowhow (beispielsweise kann ein technischer Instruktor der FIFA dem entsprechenden Land einen Besuch abstatten, eine Bestandsaufnahme der aktuellen Aktivitäten vornehmen und Empfehlungen aussprechen), finanzieller Unterstützung und Fussballausrüstung für die Basis, den Jugendbereich und Ligen.

Die Unterstützung an der Basis und Entwicklungsprogramme für Ligen werden am häufigsten von den Mitgliedsverbänden angefordert. Bis Ende 2015 hatten 50 Verbände die Teilnahme am Programm "Live Your Goals" beantragt und mehr als 300.000 Mädchen im Alter von sechs bis 15 Jahren haben seit dem Start der Initiative im Jahr 2011 bereits an Festivals teilgenommen.

Noch gibt es viel zu tun für die FIFA, die Konföderationen und die 209 Mitgliedsverbände, um das volle Potenzial des Mädchen- und Frauenfussballs auszuschöpfen und für mehr Gleichberechtigung auf dem Spielfeld zu sorgen. Nächste Woche wird es auf FIFA.com weitere gute Nachrichten zur Entwicklung des Frauenfussballs geben, denn das Programm "Live Your Goals" wird 2016 auf neue Länder ausgedehnt, darunter auch zwei der bevölkerungsreichsten des Planeten. Darüber hinaus fällt im Juni der Startschuss für die zweite Auflage des FIFA-Programms zur Förderung von weiblichen Führungskräften.

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