Frauenfussball

Frauen im Fokus: September 2019

The FIFA FIFPro Women's World11 2019 Winners Kelley O'Hara, Julie Ertz, Megan Rapinoe and Rose Lavelle of United States pose 
© Getty Images
  • Megan Rapinoe und Jill Ellis in Mailand ausgezeichnet
  • Erstmals wurden eine Frauen-Weltauswahl und eine FIFA-Welttorhüterin gekürt
  • Keine Überraschungen in der EM-Qualifikation

The Best - mit diesen zwei Worten lässt sich der September im Frauenfussball kurz und knapp zusammenfassen. Im historischen Teatro alla Scala in Mailand wurden am 23. September bei der Show The Best FIFA Football Awards™ 2019 die Besten ihres Fachs ausgezeichnet.

In der UEFA Women's Champions League steht das Achtelfinale fest und Neuseeland sicherte sich als bestes Team der OFC U-19-Frauen-Meisterschaft ein Ticket für die FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft 2020. FIFA.com fasst ein paar Eckpunkte zusammen.

Zeit für die Besten der Besten

2019 ist definitiv ein historisches Jahr für den U.S.-amerikanischen Frauenfussball. Nach dem Gewinn der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2019 in Frankreich avancierten die The Best FIFA Football Awards™ zu einem Triumphzug der Stars and Stripes. Megan Rapinoe, die bei der WM-Endrunde in Frankreich den Goldenen Ball und den Goldenen Schuh von adidas erhielt, wurde zur The Best FIFA-Weltfussballerin gekürt und Jill Ellis zur The Best – FIFA-Welttrainerin. Auch bei der FIFA/FIFPro World11 – Frauen 2019 dominierten die U.S.-Amerikanerinnen. Mit Kelley O’Hara, Julie Ertz, Rose Lavelle, Alex Morgan und Rapinoe waren gleich fünf Nationalspielerinnen aus dem drittgrößten Staat der Erde zu finden. Die Auszeichnung für die beste Torhüterin ging an die Niederländerin Sari van Veenendaal, die für ihre herausragenden Paraden bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™ bereits mit dem Goldenen Handschuh von adidas ausgezeichnet wurde.

Achtelfinale der UEFA Women's Champions League steht

Es ist wenig überraschend, dass Olympique Lyon zu den Teams gehört, die sich in der Runde der letzten 32 durchsetzen konnten und nun im Achtelfinale steht. Ein Gesamtergebnis von 16:0 nach Hin- und Rückspiel gegen Ryazan-VDV spricht eine deutliche Sprache. Auch der VfL Wolfsburg (15:0 gegen Mitrovica) und der FC Bayern München (2:2 gegen Göteborg, Bayern aufgrund Auswärtstorregel weiter) stehen in der nächsten Runde. Ebenfalls noch im Rennen sind: Paris Saint-Germain, Barcelona, Slavia Praha, Manchester City, Brøndby, Fortuna Hjørring, BIIK-Kazygurt, Glasgow City, Atlético Madrid, Twente, Arsenal, Minsk und Breidablikc. Die Auslosung am Montag ergab, dass Lyon auf dem Weg zur Titelverteidigung auf Fortuna Hjørring (DEN) trifft. Die Wölfinnen müssen gegen FC Twente (NED) ran, auf den FC Bayern München wartet BIIK-Kazygurt (KAZ).

Der Weg zur EM geht weiter...

Im September standen die nächsten Partien auf dem Weg zur UEFA Women's Euro 2021 in England an. Neben Titelverteidiger Niederlande konnten sechs weitere Mannschaften sechs Punkte aus zwei Spielen holen: Russland, Dänemark, Bosnien und Herzegowina, Italien, Island und Deutschland. So ließ der achtmalige Europameister aus dem Land der Dichter und Denker nach einem 10:0-Kantersieg gegen Montenegro im August ein 8:0 gegen die Ukraine folgen und hat damit die meisten Tore erzielt. Dänemark folgt mit elf Treffern. Im Oktober greifen dann auch Spanien (4.10. gegen Aserbaidschan) und WM-Gastgeber Frankreich (8.10. gegen Kasachstan) ins Geschehen ein.

Neuseeland triumphiert bei der OFC U-19-Frauen-Meisterschaft

Die Neuseeländerinnen qualifizierten sich zum achten Mal in Folge für die FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft. Schlusspunkt war der Sieg im Finale gegen Neukaledonien. Die Kiwis beeindruckten während des gesamten Turniers auf den Cook-Inseln, bei dem sie bis zum Finale 58 Treffer erzielten und kein einziges Gegentor kassierten. Auch im Endspiel konnten sie ihre starke Form halten und somit zum siebten Mal den kontinentalen Titel gewinnen. Erstmals waren alle elf OFC-Nationen bei dem Turnier vertreten, was zeigt, dass in der Pazifikregion der Frauenfussball deutlich stärker in den Fokus gerückt ist. Die Dominanz der Neuseeländerinnen blieb zwar unangetastet, doch bei den anderen Nationen waren enorme Fortschritte zu erkennen. Neukaledonien schaffte erstmals den Sprung ins Finale der Kontinentalmeisterschaft und zeigte auch gegen den Titelverteidiger eine sehr ansprechende Leistung. Tahiti sicherte sich mit Trainerin Stephanie Spielmann gleich bei der ersten Teilnahme Platz drei. Den Finaleinzug verpasste das Team erst im Elfmeterschießen. Auch die kleinste OFC-Nation Amerikanisch-Samoa bejubelte einen historischen Moment: Mit einem 3:2 gegen Samoa feierte das Team seinen ersten Sieg bei diesem Turnier.

Kurz und knapp:

  • In Mailand fand die erste Konferenz zur FIFA Frauen-WM statt, an der Vertreterinnen und Vertreter aus mehr als 150 Mitgliedsverbänden teilnahmen.
  • Ein weiterer Titel für Olympique Lyon: Der sechsmalige Champions-League-Sieger setzte sich in der ersten Ausgabe der Trophée des championnes (Pokal der Meisterinnen) im Elfmeterschießen gegen Paris Saint-Germain (1:1, 4:3) durch. Bei dem "Pokal der Meisterinnen" handelt es sich um ein ausgetragenes Spiel auf neutralem Platz zwischen dem Meister der Division 1 Féminine und dem Gewinner der Coupe de France Féminine aus der vorangehenden Saison.
  • Manipur gewann zum 20. Mal die indische NFC (Senior Women's National Football Championship). Im Finale behielt Manipur mit 1:0 gegen Railways die Oberband. Die NFC wird von der All India Football Federation organisiert und seit der Saison 1991/92 ausgetragen.
  • Erstmal kommt der Videoschiedsrichter-Assistent (VAR) in allen Endspielen der UEFA Women‘s Champions League ab der Ausgabe 2019/20 sowie bei der UEFA Women‘s EURO 2021 zum Einsatz.
  • Neue Aufgabe für Vera Pauw. Die Niederländerin wurde vom irischen Fussballverband (FAI) als Trainerin der Nationalmannschaft Irlands präsentiert und tritt damit in die Fußstapfen von Colin Bell. Pauw war 1998 bis 2004 Cheftrainerin der schottischen Frauen-Nationalmannschaft, es folgten Engagements als Trainerin der niederländischen (2004 bis 2010), russischen (2011) und südafrikanischen Frauen-Nationalmannschaft (2014 bis 2016), sowie der Houston Dash (2017 bis 2018).
  • Bei den Heimspielen der belgischen Frauen-Nationalmannschaft wurden Fan-Zonen eingerichtet.
  • Apropos Belgien: Während die USA die FIFA/Coca-Cola- Frauenweltrangliste weiterhin souverän anführen, sind Belgien, Chile und Fidschi so gut rangiert wie nie zuvor. Belgien (18, plus 1), Chile (37, plus 1) und Fidschi (68, plus 4) gehören damit zu den wenigen Teams, die sich in der neusten Ausgabe der Weltrangliste zu verbessern vermochten.
  • Korea DVR und Japan haben sich ihre Startplätze für die FIFA U-17-Frauen-WM im nächsten Jahr gesichert, nachdem beide ins Finale der U-16-Asienmeisterschaft der Frauen einzogen. Den Titel sicherte sich Japan nach einem 2:1-Sieg.

Empfohlene Artikel

Megan Rapinoe poses with The Best FIFA Women's Player award. Gareth Cattermole/FIFA via Getty Images
.

The Best FIFA Football Awards™

Rapinoe: "Ich bin dem Gipfel ziemlich nahe"

24 Sep 2019

FIFA FIFPro Women's World 11 Players of the year pose

The Best FIFA Football Awards™

FIFA/FIFPro World11 – Frauen

23 Sep 2019

Frankreich 2019 unter dem Mikroskop der FIFA-Fussballkonferenz 2019

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™

Frankreich 2019 unter dem Mikroskop der FIFA-Fussb...

22 Sep 2019