Frauenfussball

EURO-Teilnehmerfeld nimmt Gestalt an, USA wieder zurück

Denmark players jubilate at the end of the UEFA Euro qualifying
© AFP

FIFA.com präsentiert die Zusammenfassung einer hektischen Woche im internationalen Frauenfussball, deren Höhepunkte der Abschluss der EM-Qualifikation, die Rückkehr der USA zu alter Stärke und eine Krönung im afrikanischen Frauenfussball waren.

*Spannung zum Abschluss der EURO-Qualifikation *
In der Qualifikation zur UEFA Women’s EURO 2017 standen die letzten Entscheidungen an. Nach einem dramatischen Spieltag sind nun 15 der 16 Startplätze für das Turnier im nächsten Jahr in den Niederlanden vergeben. Dänemark, Italien, Österreich und Russland sicherten sich am Dienstag das Ticket für das kontinentale Kräftemessen. Rumänien und Portugal ermitteln Ende Oktober in einer Playoff-Runde den letzten Teilnehmer. Rumänien hätte die erstmalige Qualifikation in seiner Geschichte um ein Haar schon geschafft, aber der 4:0-Erfolg gegen Griechenland fiel um ein Tor zu niedrig aus, um Russland abzufangen, das sich als eines der besten zweitplatzierten Teams qualifizierte. Österreich wiederum machte die erste EM-Teilnahme dank eines torlosen Unentschiedens gegen Wales perfekt. Italien und Dänemark qualifizierten sich mit Siegen über die Tschechische Republik beziehungsweise Schweden. Schottland und Belgien komplettieren das Quartett der EM-Neulinge in dem auf 16 Teams erweiterten Teilnehmerfeld. Beide Teams sicherten sich in den Begegnungen am Freitag die Teilnahme als einer der besten Zweitplatzierten.

Spanien, Frankreich, Deutschland und die Schweiz gaben sich in der Qualifikation keine Blöße. Die weiteren Gruppensieger, die sich allesamt direkt qualifizierten, lauten Island, Schweden, England und Norwegen. Die Norwegerin Ada Hegerberg stellte erneut ihre beeindruckende Offensivstärke zur Schau und erzielte in der letzten Partie der Skandinavierinnen gegen Israel (5:0) einen Hattrick. Damit beendet sie die Qualifikation neben der Schottin Jane Ross und der Isländerin Harpa Thorsteinsdottir als Torschützenkönigin. Alle drei Akteurinnen kamen auf jeweils zehn Tore.

USA trösten sich mit Siegen in der Heimat
Das Team der USA hat sich mit zwei Heimsiegen für die Enttäuschung beim Olympischen Fussballturnier der Frauen entschädigt, in dem es im Viertelfinale scheiterte. In den ersten Spielen seit Rio 2016 errang der entthronte Goldmedaillengewinner von 2012 zunächst in Columbus einen 9:0-Kantersieg gegen den frischgebackenen Südostasienmeister Thailand. Carli Lloyd zeigte mit drei Toren und vier Vorlagen einmal mehr einen beeindruckenden Auftritt im Nationaltrikot. Dennoch gehörten die Schlagzeilen des Abends Heather O’Reilly. Die Mittelfeldspielerin erzielte bei ihrem Abschied von der internationalen Bühne nach einer glanzvollen Karriere mit 231 Länderspielen und 47 Toren einen letzten Treffer. Drei Tage später in Atlanta hatten die U.S.-Amerikanerinnen mehr Mühe, um nach anfänglichem Rückstand einen 3:1-Erfolg gegen die Niederlande perfekt zu machen. Shanice van de Sanden hatte die Gäste in Führung gebracht, bevor die USA im zweiten Durchgang die Kontrolle über das Spiel übernahmen.

Spitzenspiel lockt Fanscharen
Der neue französische Nationaltrainer Olivier Echouafni startete mit einem 1:1 gegen Brasilien in sein neues Amt. Die junge Mittelfeldspielerin Claire Lavogez brachte Frankreich schon nach zwei Minuten in Führung, aber Marta schlug nach einem Defensivpatzer der Gastgeberinnen postwendend zurück. Das Duell zwischen den zwei Nationalteams aus den Top Ten der Welt lockte die beeindruckende Kulisse von 18.000 Fans ins Stadion von Grenoble.

*Tansania sichert sich neu geschmiedete Krone *
Der erste Gewinner der neu gegründeten CECAFA-Frauenmeisterschaft lautet Tansania. In der ersten Auflage des Turniers in Uganda holte sich das Team dank eines 2:1-Erfolgs gegen Kenia den Titel als Ost- und Zentralafrikameister. Omari Mwanahamisi erzielte im ersten Durchgang einen Doppelpack für Tansania. Christine Nafula gelang lediglich der Anschlusstreffer. Im Spiel um Platz drei setzte sich Äthiopien 4:1 gegen das Gastgeberland durch.

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