QUALIFIKATION #WEURO2022

Die letzten drei Startplätze sind zu vergeben

Switzerland women's team celebrates.
  • Sechs Mannschaften kämpfen um die letzten drei verbleibenden EM-Tickets
  • Die Playoffs finden im Hin- und Rückspielmodus statt
  • Ausgetragen werden die Partien am 09. und 13. April

Am 13. April wird feststehen, wer sich als letztes für die im Sommer 2022 stattfindende UEFA Women’s EURO qualifiziert. Die Tschechische Republik, Schweiz, Ukraine, Nordirland, Russland und Portugal kämpfen in den Playoffs um die verbleibenden drei Startplätze für das Turnier in England.

Tschechische Republik - Schweiz

9 April - Stadium FC Chomutov, Chomutov & 13. April - Arena Thun, Thun

Gleich zwei Spielerinnen erhielten für die Partie gegen die Tschechische Republik ihr erstes Aufgebot für die Schweizer Nationalmannschaft: Ella Touon (Defensive) und Sally Julini (Mittelfeld). "Ella und Sally sind nominiert, weil sie sehr interessante Spielerinnen für die Zukunft sind. Ich sehe sie gegen Tschechien noch nicht in der Stammformation, aber wenn sie auf ihrer Position am besten performen, werden sie spielen", so Trainer Nils Nielsen.

Vier Mal standen sich die beiden Kontrahenten bisher gegenüber, zwei Siege feierten die Schweizerinnen bei einem Remis und einer Niederlage. Das letzte Aufeinandertreffen war ebenfalls in der EM-Qualifikation. Damals fegten die Eidgenossinnen die Tschechische Republik mit 5:0 vom Platz (04.06.2016). Gutes Omen?

In der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste trennen die Mannschaften gerade einmal acht Ränge. Während die Nati die zweite Qualifikation in Folge anstrebt, nachdem man das globale Kräftemessen in Frankreich 2019 verpasst hatte, hoffen die Tschechinnen auf die erste EM-Teilnahme. Das Ensemble von Karel Rada wird alles daransetzen, diese wahr werden zu lassen. Die letzten Ergebnisse lassen dabei hoffen. Tschechien verlor in den letzten zwei Jahren nur gegen Spanien (0:4; 1:5) und England (2:3).

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Ukraine - Nordirland

9 April - Kolos, Kovalivka & 13. April - Seaview, Belfast

Zum ersten Mal erreichte Nordirland die Playoffs für ein großes Turnier. In der Qualifikationsgruppe C sicherte sich die Elf von Trainer Kenneth Shiels Platz zwei hinter Norwegen. "Ich kann gar nicht sagen, wie stolz ich bin. Ich bin so stolz auf sie", so Shiels vor den Playoffs. "Ich habe wirklich gute Spielerinnen übernommen. Sie beginnen, ihr Potenzial in Bezug darauf zu erkennen, wo sie sein möchten, aber auch, wo wir sein sollten."

Die Ukraine bestreitet hingegen bereits ihr viertes Playoff. 2001 und 2013 mussten sich die Ukrainerinnen allerdings geschlagen geben, 2009 gingen sie als Siegerinnen vom Feld und qualifizierten sich erstmals für eine Frauen-EM. Der Neuling belegte bei der Ausgabe 2009 in Finnland mit drei Zählern am Ende nur den letzten Platz der Staffel A. Nach einer 0:2-Niederlage gegen die Niederlande und einem 1:2 gegen Dänemark war die Ukraine bereits nach dem zweiten Spiel ausgeschieden.

16

Gewusst? Die jüngste Spielerin, die jemals an einer EM-Endrunde teilgenommen hat, kommt aus der Ukraine. Es war Oksana Yakovyshyn im Spiel gegen die Niederlande am 23.08.2009. Damals war sie 16 Jahre und 156 Tage alt.

Portugal - Russland

9 April - Estádio do Restelo - Lissabon & 13. April - Sapsan Arena, Moskau

Portugal kann mit guten Erinnerungen auf die Playoffs zurückblicken. Nach einem 1:1 gegen Rumänien qualifizierten sich die Portugiesinnen aufgrund der Auswärtstorregel als letzte Mannschaft für die Endrunde 2017 in den Niederlanden (Anm. d. Red 0:0 im Heimspiel und 1:1 in Cluj). Es war bis dato die erste Teilnahme, die bereits nach der Vorrunde endete. Russland kann auf einen größeren Erfahrungsschatz bauen, wenn es um Präsenz bei großen Turnieren geht. Der Gegner von Francisco Netos Team bestritt zwei Welt- und fünf Europameisterschaften. Auch die Statistiken sprechen eher für Russland. Bei sieben Zusammentreffen, sei es in Vorbereitungsspielen, im Algarve-Cup und in der Qualifikation für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 1999 - gelang es der Equipa das Quinas nie, ein Tor zu erzielen.

"Wir erwarten ein schwieriges und intensives Spiel. Beide Teams wollen gut starten, um der Europameisterschaft näher zu kommen. Wir spielen zu Hause und unser Ziel ist es, bereits in diesem Spiel eine gute Antwort zu geben und vorzugsweise ohne Gegentor zu gewinnen", analysiert Dolores Silva. "Wir werden sehr gut trainieren, um uns für das Spiel in die beste Form zu bringen. So schwierig die Mission auch sein mag, wir haben unsere Möglichkeiten und werden alles versuchen. Wir konzentrieren uns darauf, zu gewinnen und wieder Geschichte zu schreiben. Ich glaube, wir werden Erfolg haben."

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