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Aus Liebe zu den Fans

Belgium s Aline Zeler signs autographs
© imago
  • Fan-Zonen bei den Heimspielen der belgischen Frauen-Nationalmannschaft eingerichtet
  • Ziel für die Zukunft: Das perfekte Fan-Erlebnis
  • "Wir versuchen das Beste für die Fans zu tun"

Sie sind das Salz in der Suppe, das Tüpfelchen auf dem i, das Sahnehäubchen oben drauf. Ohne sie gäbe es keine Stimmung in den Stadien, keine Atmosphäre. Ohne sie wäre nicht nur der Fussball nichts: die Fans.

Und genau diese rücken bei den Heimspielen der belgischen Frauen-Nationalmannschaft in der Qualifikation für die UEFA Women’s EURO 2021 in den Vordergrund. Rund um das Den-Dreef-Stadion in Leuven wird für die Partien gegen Kroatien (3. September), Litauen (12. November), die Schweiz (14. April 2020) und Rumänien (18. September 2020) eine Fan-Zone eingerichtet.

Eine Premiere im belgischen Frauenfussball.

"Die Idee stammt ursprünglich von den Red Devils [Nationalmannschaft Belgiens, Anm. d. Red.]", erklärt Ertan Elibol vom Fan Relationship Department des belgischen Fussballverbandes im Gespräch mit FIFA.com. "Wir hatten die Idee, im Juni des vergangenen Jahres mit dem A-Team der Männer zu beginnen und zwar für die Spiele gegen Kasachstan und Schottland. Wir bekamen von den Fans ein sehr gutes Feedback. Da wir versuchen, die Frauen auf das gleiche Niveau wie die Männer zu bringen, haben wir beschlossen: Wenn wir es für die Red Devils tun, müssen wir es auch für die Red Flames [Frauen-Nationalmannschaft Belgiens, Anm. d. Red.] tun."

90 Minuten vor Anpfiff des Spiels werden die Fan-Zonen geöffnet und die Möglichkeiten der Anhänger, sich in Stimmung zu bringen, sind vielfältig. Ein DJ sorgt für gute Musik und den Fans stehen unter anderem ein Pannafeld (eine Art Straßenfussballfeld für Groß und Klein, in dem vorzugsweise zwei Spieler im direkten Duell gegeneinander antreten, aber auch 1 gegen 1 bis 5 gegen 5 ist möglich), eine Fotokabine oder eine Kegelbahn zur Verfügung. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. "Wir sind das Land der belgischen Pommes", erklärt Elibol lachend. "Aber wir haben auch Pasta, Gemüse und vieles mehr. Wir haben für jeden etwas dabei, weil nicht jeder Hamburger und Pommes isst."

Jeder, der an dem Spiel teilnimmt, kann die Fan-Zone genießen. Sie befindet sich direkt nach der Ticketkontrolle.

"Das Hauptziel ist es, unsere Fans so früh wie möglich im Stadion zu haben, um das Essen oder die Musik zu genießen. Wir versuchen die besten DJs auf nationaler und internationaler Ebene zu engagieren. Diese werden vor dem Anpfiff und nach dem Spiel Musik machen. Unsere Fans können die Musik also vor und nach dem Spiel genießen."

Besonders wichtig ist es Elibol dabei, die Fan-Zonen so einzigartig wie möglich zu gestalten. "Ich habe viel recherchiert und möchte nicht kopieren, was ich zum Beispiel in der Schweiz oder in Deutschland gesehen habe. Nach dem Motto: 'Nehmen wir das und implementieren es für Belgien'. Ich bin kein Fan davon. Ich möchte herausfinden, wer unsere Fans sind. Wer und wie sind sie oder er, die zum Spiel kommen? Wie alt sind sie, was mögen sie? Wenn sie jung sind, können wir sie vielleicht dazu animieren, auch Fussball zu spielen."

Doch wie geht es weiter, wenn die Qualifikation für die Frauen-Europameisterschaft 2021 beendet ist? Wird es diese Zonen dann weiterhin geben? Auf diese Fragen hat Elibol eine klare Antwort: "Das Projekt wird definitiv fortgesetzt! Vor den ersten Spielen in der Qualifikation für die Euro 2021 hatten wir nichts. Wenn man ein Spiel der Red Flames sehen wollte, dann hatte man nur das Spiel. Deshalb haben wir mit dem Männerteam angefangen, werden mit ihnen weitermachen und versuchen, dasselbe mit den Flames zu tun. Was wir für die Herrenmannschaft tun, tun wir auch für die Damenmannschaft. Ich habe also ein sehr interessantes Projekt vor mir und werde versuchen, den Fans das Beste zurückzugeben", bringt er es auf den Punkt.

Belgium s Aline Zeler signs autographs and makes selfies after winning a soccer game 
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