Frauenfussball

Alte Bekannte aus Westafrika buchen Tickets nach Papua-Neuguinea

© Getty Images

Wenn die 16 besten Teams der U-20-Frauen-Nationalmannschaften sich nächstes Jahr in Papua-Neuguinea ein Stelldichein geben, um die FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft auszuspielen, werden Ghana und Nigeria wie bereits bei den letzten drei Turnieren als Repräsentanten Afrikas dabei sein. *FIFA.com *fasst die Qualifikation der Afrika-Zone für Sie zusammen, die im Mai begann und in vier Runden ausgetragen wurde.

*Nigeria im Höhenflug *Als gesetzte Teams übersprangen Nigeria und Ghana die Vorrunde und erwiesen sich dann auch beide als das Maß aller Dinge auf dem Kontinent. In der ersten Runde fuhren die Nigerianerinnen auswärts in Monrovia einen komfortablen 7:1-Sieg gegen Liberia ein. Spielführerin Yetunde Adeboyejo erzielte bei dieser Gelegenheit einen Hattrick. Im Heimspiel gelangen dem Team dann erneut sieben Treffer. In der acht Teams umfassenden zweiten Runde bekam es Nigeria mit der DR Kongo zu tun - einem wesentlich stärkeren Gegner und dem einzigen anderen afrikanischen Land, das sich bereits für die Weltmeisterschaft qualifizieren konnte. Dieses Mal erwies sich Chinwendu Ihezuo als Heldin ihres Teams. Sie erzielte beim 2:1-Sieg in Kinshasa einen Treffer und im Rückspiel weitere zwei. Damit machte sie den 2:0-Erfolg für die Westafrikanerinnen perfekt.

In der dritten Runde war Nigeria dann mit Südafrika konfrontiert, und hatte zu kämpfen. In Abuja gelang jedoch mit viel Einsatz ein 2:1-Sieg. Erneut konnte Ihezuo ihren Namen auf die Torjägerinnenliste setzen, der zweite Treffer für Nigeria war ein Eigentor der Südafrikanerinnen. Im Rückspiel in Johannesburg hatte die *Basetsana *größere Spielanteile, doch wiederum war es Ihezuo, die den einzigen Treffer der Partie erzielte und damit die Entscheidung brachte. "Wir haben vor dem Spiel gegen Südafrika unsere Hausaufgaben gemacht. Wir haben die Defizite behoben, die dazu geführt haben, dass wir im Hinspiel in Abuja Chancen vergeben haben. Es war eine knifflige Partie, aber wir haben fest darauf vertraut, dass wir ihnen das WM-Ticket wegschnappen würden", so der nigerianische Trainer Peter Dedevbo.

*Starke Ghanaerinnen *Ghanas Weg zur Qualifikation war ähnlich geradlinig. Die Ghanaerinnen starteten mit einem überzeugenden 6:0-Heimsieg gegen Senegal ins Turnier und ließen in Dakar ein 2:0 folgen. Damit war die erste Hürde problemlos überwunden. In der zweiten Runde wurde es gegen Äquatorial-Guinea schon etwas schwieriger, doch am Ende stand nach einem 2:0-Rückspielsieg vor heimischem Publikum insgesamt ein 3:0 zu Buche.

In der letzten Runde war das Team von Mas-ud Didi Dramani dann gegen Äthiopien haushoher Favorit und die Qualifikation für Papua-Neuguinea schien schon in trockenen Tüchern zu sein. Dann gestaltete sich die Angelegenheit jedoch kniffliger als erwartet. Ghana konnte sich in Addis Abeba nur dank eines späten Tores von Kate Addo ein 2:2-Unentschieden sichern. Beim Rückspiel in Kumasi bekam man dann jedoch ein ganz anderes Ghana zu sehen. Die Gastgeberinnen gingen am Ende mit einem 4:0-Sieg vom Platz und sicherten sich zum vierten Mal in Folge einen Startplatz für die Endrunde. Sandra Owuso-Ansah war beste Torschützin der Ghanaerinnen, bei denen im Laufe der Qualifikation acht unterschiedliche Spielerinnen 17 Treffer erzielten (einer davon war ein Eigentor).

*Unterschiedliche WM-Geschichte *Obwohl die beiden qualifizierten Teams wissen, worauf sie sich nächstes Jahr einlassen, hätten die vorherigen WM-Auftritte der beiden Mannschaften kaum unterschiedlicher sein können. Die Nigerianerinnen sind eines von insgesamt vier Teams (die anderen sind Deutschland, die USA und Brasilien), die bei allen vorherigen sieben Endrunden dabei waren. Einmal abgesehen von der ersten Teilnahme im Jahr 2002 sind die Westafrikanerinnen jedes Mal über die Gruppenphase hinausgekommen und in jüngster Zeit drei Mal in Folge ins Halbfinale eingezogen. 2010 und 2014 erreichten sie sogar das Finale, wo sie jeweils gegen Deutschland unterlagen. 2012 unterlagen sie im Halbfinale gegen die USA und im anschließenden Spiel um Platz drei gegen Japan und landeten am Ende auf dem vierten Platz. Bei der letzten Auflage im Jahr 2014 wurde die Nigerianerin Asisat Oshoala zur besten Spielerin des Turniers gewählt und mit dem Goldenen Ball von adidas ausgezeichnet. Zusätzlich war sie mit sieben Treffern auch noch Torschützenkönigin und erhielt den Goldenen Schuh.

Ghana ist hingegen bei seinen bisherigen drei Teilnahmen am Weltturnier kein einziges Mal über die Gruppenphase hinausgekommen. In Kanada zeigte das Team jedoch beträchtliche Fortschritte, gewann zwei Gruppenspiele (gegen Kanada und Finnland) und schied nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz aus.

Mehr zu diesem Thema erfahren

Empfohlene Artikel