Frauenfussball

Abschluss des ersten Lehrgangs des Programms zur Förderung von weiblichen Führungskräften in Amsterdam

Die ersten Absolventinnen schliessen diese Woche in Amsterdam mit dem letzten Modul das FIFA-Programm zur Förderung von weiblichen Führungskräften (PFWF) ab.

Zur Steigerung des Frauenanteils in Führungspositionen und Vorbildfunktionen im Fussball lancierte die FIFA bei der letzten FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ im Juli in Vancouver den ersten Lehrgang mit 33 Teilnehmerinnen und über einem Dutzend Mentorinnen und Mentoren aus aller Welt.

Das Programm könnte nach der Verabschiedung wegweisender Reformen durch den FIFA-Kongress diesen Monat, einschliesslich einer Mindestquote von sechs Frauen im FIFA-Rat und der statutarischen Verpflichtung zur Förderung von Frauen im Fussball, in Zukunft eine noch grössere Wirkung entfalten.

"Der Stellenwert der Förderung des Frauenfussballs – sowohl des Fussballs selbst als auch der Rolle der Frauen auf Führungsebene – in den überarbeiteten FIFA-Statuten ist ein Riesenschritt und hoffentlich ein Meilenstein, damit Frauen im Fussball dereinst selbstverständlich sind", betont Moya Dodd, berufenes Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees, Vorsitzende der Arbeitsgruppe für Frauenfussball und PFWF-Mentorin.

"Der Fussball kann zu einem besseren Sport werden, wenn er in der Administration, im Trainerwesen und in anderen Bereichen das Potenzial aller und nicht nur der Hälfte nutzt."

Die FIFA stellt für jeden Lehrgang USD 1 Million zur Verfügung. Während neun Monaten wird den Teilnehmerinnen in Workshops und mit viel praktischer Arbeit Know-how vermittelt. Begleitet werden sie dabei von einem Mentor und einem Führungscoach. Das PFWF gehört zu den neun Programmen zur Frauenfussballförderung, die die FIFA ihren Mitgliedsverbänden im Zyklus 2015–2018 bietet.

"Das Programm zur Förderung von weiblichen Führungskräften hat enorm viel bewirkt und den Teilnehmerinnen dabei geholfen, für neue Projekte auf höherer Ebene garantierte Unterstützung zu erhalten, während die Mentorinnen und Mentoren ihre Führungsqualitäten weiter verbessern konnten", sagt Mayrilian Cruz Blanco, leitende Frauenfussball-Entwicklungsmanagerin bei der FIFA. "Das Programm ist auch bei den Mitgliedsverbänden auf ein positives Echo gestossen. Für die 35 Plätze des nächsten Lehrgangs, der in diesem Jahr beginnt, sind 75 Gesuche eingegangen."

"Die Absolventinnen dieses Programms sollen dereinst Präsidentinnen, Generalsekretärinnen und Mitglieder des Exekutivkomitees sein. Es ist an der Zeit, dass sie solche Aufgaben übernehmen", fügte Cruz Blanco an.

Die Lancierung einer Frauenfussballwoche in Australien und die Bildung einer Frauenfussballabteilung beim costa-ricanischen Fussballverband sind nur zwei Beispiele von Projekten der Kursabsolventinnen. Das abschliessende dritte Modul findet vom 29. Februar bis zum 3. März am Hauptsitz der THNK School of Creative Leadership statt, die das Programm zusammen mit der FIFA organisiert. Es folgt auf den zweiten Workshop im Oktober in Zürich.

Die Teilnehmerinnen absolvieren praktische Übungen zu Themen wie Führungsstile und Einflussnahme und haben die Möglichkeit, sich persönlich mit ihren Mentoren und Führungscoaches auszutauschen. Zudem stellen sie ihre praktischen Projekte vor, die sie im Rahmen des Lehrgangs erarbeiten mussten, ehe sie am letzten Tag ihr Diplom erhalten.

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