Pressemitteilung

Fédération Internationale de Football Association

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Über die FIFA

Zwei Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees provisorisch suspendiert

Chairman of the FIFA Ethics Committee Claudio Sulser and FIFA Secretary General Jérôme Valcke at a press conference in the Home of FIFA in Zurich on 20 October 2010
© Foto-net

Die FIFA-Ethikkommission beschloss heute, 20. Oktober 2010, unter dem Vorsitz von Claudio Sulser nach Prüfung der entsprechenden Fälle im Zusammenhang mit dem Bewerbungsverfahren für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022™, die FIFA-Exekutivkomiteemitglieder Amos Adamu und Reynald Temarii mit sofortiger Wirkung provisorisch zu suspendieren. Folglich ist den beiden jegliche Fussballtätigkeit (Verwaltung, Sport etc.) untersagt. Aufgrund der Schwere der Fälle und angesichts eines möglichen Verstosses gegen die FIFA-Statuten, das FIFA-Ethikreglement und das FIFA-Disziplinarreglement kam die Ethikkommission nach Anhörung von Amos Adamu und Reynald Temarii zum Schluss, dass eine provisorische Suspendierung für die Fortdauer des Untersuchungsverfahrens notwendig ist.

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Die Ethikkommission beurteilte auch die Fälle von vier weiteren Offiziellen (Slim Aloulou, Amadou Diakite, Ahongalu Fusimalohi und Ismael Bhamjee), dies ebenfalls mit Blick auf einen angeblichen Verstoss gegen die FIFA-Statuten, das FIFA-Ethikreglement und das FIFA-Disziplinarreglement im Rahmen des Bewerbungsverfahrens für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022™. Die Kommission beschloss, auch diese vier Offiziellen provisorisch für jegliche Fussballtätigkeit zu sperren.

Die FIFA hatte am 18. Oktober 2010 gegen die beiden Exekutivkomiteemitglieder ein Verfahren eingeleitet und die Ethikkommission beauftragt, eine unabhängige, eingehende Untersuchung der Angelegenheit durchzuführen. Die Ethikkommission wird Mitte November 2010 nach der Sicherung weiterer Fakten und Beweise in den sechs Fällen erneut zusammentreten, um in der Sache endgültig zu entscheiden.

"Die provisorische Suspendierung dieser Offiziellen ist vollkommen gerechtfertigt und sollte nicht in Frage gestellt werden. Die Beweise, die uns heute vorgelegt wurden, haben uns zu dieser provisorischen Maßnahme veranlasst. Wir kamen zum Schluss, dass die Voraussetzungen für diesen Entscheid definitiv erfüllt sind und die Integrität des Bewerbungsverfahrens für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 unbedingt geschützt werden muss. Bei jeglichem Verstoss gegen das Ethikreglement gilt für uns Nulltoleranz", erklärte der Vorsitzende der Ethikkommission.

Ebenfalls auf Antrag der FIFA beschloss die Ethikkommission ferner, eine Untersuchung zu den angeblichen Absprachen zwischen Mitgliedsverbänden und ihren Bewerbungskomitees im Rahmen des Bewerbungsverfahrens für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022™ einzuleiten, da diese eine Verletzung der Bewerbungsregistrierung und des Ethikreglements darstellen würden. Auch in diesem Fall wird die Ethikkommission nach einer eingehenden Untersuchung Mitte November entscheiden.