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Governance

Weltweite Sanktionen gegen Spieler aus Estland und der Slowakei

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© Getty Images

Die Sanktionen wegen Spielmanipulationen, die der estnische Fussballverband gegen 13 Spieler und der slowakische Fussballverband gegen zwei Spieler verhängt haben, werden von der FIFA weltweit ausgedehnt.

Der estnische Fussballverband hat mit den nationalen Justizbehörden zusammengearbeitet, nachdem die Staatsanwaltschaft 2011 Untersuchungen wegen Betrugs eingeleitet hatte, und anschließend gegen mehrere Spieler selbst Verfahren eröffnet. Während der estnische Verband weiter Beweis und Informationen erhebt, hat seine Disziplinarkommission zehn Spieler (acht wurden bereits früher gesperrt) bis zum 1. März 2015 sowie zwei weitere Spieler bis zum 31. Dezember 2014 für jegliche Tätigkeit im Fussball gesperrt. Gemäß Angaben des estnischen Verbands sollte die Disziplinarkommission in diesen zwölf Fällen bis Ende Jahr einen Schlussentscheid erlassen, sobald alle erforderlichen Elemente geprüft worden sind. Ein Spieler (Yaroslav Dmitriev) wurde zudem lebenslänglich für jegliche Tätigkeit im Fussball gesperrt.

Die Disziplinarkommission des slowakischen Fussballverbands hat im Zusammenhang mit der Manipulation mehrerer Klubfreundschaftsspiele im Jahr 2011 zwei Spieler (Ivan Hodúr und Róbert Rák) für 11 bzw. 15 Jahre gesperrt. Ivan Hodúr war wegen eines anderen Falls von Spielmanipulation bereits am 17. Dezember 2013 für 14 Jahre gesperrt worden, so dass die vom slowakischen Verband gegen ihn verhängte Sperre nun insgesamt 25 Jahre dauert. Im Januar und Februar dieses Jahres hatte die FIFA die Ausweitung der Sperren verfügt, die gegen sechs slowakische Spieler, darunter Ivan Hodúr, wegen der Beteiligung an der Manipulation mehrerer Spiele in der obersten slowakischen Spielklasse (Corgoň Liga) in der Saison 2013/2014 verhängt worden waren. Die verfügten Sperren dauern zwischen 14 und 25 Jahren.

Der Vorsitzende der FIFA-Disziplinarkommission hat die Gültigkeit der Strafen gemäß Art. 78 Abs. 1 lit. c und Art. 136 ff. des FIFA-Disziplinarreglements weltweit ausgedehnt. Die Entscheide des Vorsitzenden wurden den maßgebenden Mitgliedsverbänden am 24. September 2014 ordnungsgemäß mitgeteilt.

Die Medien werden gebeten, sich für weitere materielle Fragen zu den Entscheiden an den entsprechenden Mitgliedsverband zu wenden.

Die FIFA arbeitet bei der Bekämpfung von Spielmanipulationen eng mit ihren Mitgliedsverbänden und den Konföderationen zusammen. Im Rahmen der zehnjährigen Partnerschaft mit Interpol werden Ansprechpartner rund um die Welt bei Regionalseminaren geschult, während die E-Schulungsprogramme ebenfalls dabei helfen, Spieler, Trainer und Schiedsrichter über die Gefahren von Spielmanipulationen aufzuklären und sie davor zu schützen, selbst Opfer dieser Bedrohung für die Integrität des Fussballs zu werden.

Weitere Initiativen sind die Unterzeichnung einer Leumundserklärung durch Offizielle, die Überwachung des Wettmarkts durch die FIFA-Tochtergesellschaft Early Warning System (EWS) sowie ein E-Schulungs-Ethiktool, eine Integritätshotline und -E-Mail-Adresse und ein vertrauliches Hinweisgebersystem.

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