Pressemitteilung

Fédération Internationale de Football Association

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Über die FIFA

Über 200 Mitgliedsverbände nehmen an FIFA-Talentförderungsprogramm teil

  • Arsène Wenger, FIFA-Direktor für globale Fussballförderung: "Programm soll jedem Talent eine Chance geben"
  • Fundierte Analyse des Fussballökosystems jedes Mitgliedsverbands
  • Umsetzung des Programms durch namhafte internationale Experten

Über 200 Mitgliedsverbände aus allen Konföderationen haben sich für das neue FIFA-Talentförderungsprogramm angemeldet und damit für Initiativen des Weltfussballverbands in diesem Bereich neue Maßstäbe gesetzt. Mit von der Partie sind u. a. die amtierenden Weltmeister bei den Männern und Frauen – Frankreich und die USA – sowie etliche Mitgliedsverbände, die sich noch nie für einen finalen FIFA-Wettbewerb zu qualifizieren vermochten.

Das Programm, das von Arsène Wenger, dem FIFA-Direktor für globale Fussballförderung, im Januar 2020 lanciert wurde, bietet den Mitgliedsverbänden eine ausführliche Analyse ihrer Spitzenförderung im Männer- und Frauenfussball, einschließlich aller Nationalteams, nationalen Ligen, Talentsichtungsprojekte und Akademien, damit jeder talentierte Spieler die Chance erhält, sein Potenzial auszuschöpfen.

"Die ganze Welt hat sich für das FIFA-Talentförderungsprogramm angemeldet. Wir freuen uns sehr über die vielen Anmeldungen und das Vertrauen, das unsere Mitgliedsverbände in uns setzen. Nun müssen wir liefern: schnell, sinnvoll, verständlich und effizient", sagte Wenger.

"Gute Kommunikation und eine präzise Analyse der Bedürfnisse jedes Mitgliedsverbands sind beim Programm das A und O. Nur so können wir einen fundierten Bericht und maßgeschneiderte Hilfe liefern. Wir wollen auch Chancen schaffen, etwa durch Modelllösungen, bei denen die Mitgliedsverbände voneinander lernen und dabei Denkmuster aufbrechen und über den eigenen Tellerrand hinausblicken können", fügte Wenger an.

Arsene Wenger in Doha

Da die Gesundheit angesichts der COVID-19-Pandemie nach wie vor oberste Priorität hat, spielen Onlinetools eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung des Talentförderungsprogramms.

30 FIFA-Experten, darunter April Heinrichs, die einst die US-Frauenauswahl trainierte, der englische Ex-Nationaltrainer Steve McClaren und Ged Roddy, der ehemalige Fussballförderungsdirektor der Premier League, führen statt Besuchen vor Ort Fernanalysen durch und werden – basierend auf Onlineumfragen und -interviews – für jeden Mitgliedsverband einen Bericht erstellen, der sein jeweiliges technisches Ökosystem aufzeigt.

"Dank der Technologie kann sich der Fussball trotz Distanz nahe bleiben. Von den Mitgliedsverbänden haben wir positive Rückmeldungen erhalten – sie freuen sich auf den Start. Der Fussball hat einen enormen Bildungsauftrag. Das FIFA-Talentförderungsprogramm soll jedem Kind auf der Welt, das Fussball spielen möchte, eine Chance geben und ihm dabei helfen, sich zu verbessern und den Fussball positiv zu erleben. Dank dem Programm können es Kinder hoffentlich bis ganz nach oben schaffen oder haben zumindest die Chance, ihre Träume zu verfolgen und Fussball zu spielen", betonte Wenger.

2021 wird die FIFA für jeden Mitgliedsverband maßgeschneiderte technische Programme umsetzen, um mögliche Schwächen zu beheben und die Stärken jedes einzelnen Verbands noch besser zur Geltung zu bringen.

James Johnson
Geschäftsführer des australischen Fussballverbands (FFA)

"Der australische Fussballverband freut sich auf den Austausch mit der FIFA, ihren Experten und anderen Mitgliedsverbänden aus der ganzen Welt im Rahmen des neuen FIFA-Talentförderungsprogramms. Die Initiative zieht eine Parallele zu wichtigen Projekten, die in unserem Verband gerade jetzt am Laufen sind.

In unserem Diskussionspapier ‚XI Grundsätze für die Zukunft des australischen Fussballs‘ etwa betonen wir unsere Schwerpunkte Nachwuchskonzepte, Spielerförderung und Wettbewerbsstrukturen sowie unser Ziel, ein Weltklasseumfeld für die Trainerförderung in unserem Land zu schaffen.

Dank dem neuen FIFA-Talentförderungsprogramm werden wir zu gegebener Zeit einen auf Australien zugeschnittenen technischen Bericht erhalten, einschließlich eines Vergleichs mit den anderen Mitgliedsverbänden, die am Programm teilnehmen. Dadurch hat unser Technik- und Führungspersonal zusätzliche Informationen zur Hand, die uns helfen, auf lokaler Ebene fundiertere Entscheidungen zu treffen, was uns künftig wiederum auf der globalen Ebene unterstützen kann."

Patrice Flaccadori
Technischer Direktor des Fussballverbands von Tahiti (FTF)

"Dieses Programm ist für den Fussballverband von Tahiti sehr wichtig: Es unterstützt unsere Mitglieder auf ihrem Weg zu einer stärkeren Professionalisierung.

Aufgrund unserer speziellen Situation – geografische Lage, Demografie, Entwicklungsstand etc. – muss unser Verband jedes Jahr all seine Programme evaluieren, insbesondere die Organisation unserer Eliteprogramme.

Die verschiedenen abgegebenen Fragebögen ermöglichen eine Standortbestimmung und die Messung der Differenzen zwischen Ausgangslage, Zielsetzung und Endergebnis.

Zudem liefern sie Denkanstöße und neue Ansätze zur Entwicklung von Strukturen, z. B. zur Erarbeitung eines Förderplans, der Überwachung von Spielern anhand von Längsschnittdaten, der Delegationsorganisation (Missionsblätter), der Planung und/oder Terminierung etc.

Kurz gesagt: Das Programm ist relevant, weil es uns bei der Strukturierung hilft."

Roberto Martínez
Cheftrainer und technischer Direktor des belgischen Fussballverbands (RBFA)

"Als Verband haben wir immer einen offenen Ansatz und einen Austausch auf allen Stufen des Fussballs unterstützt. Wir haben gute Erfahrungen mit dem Teilen von Projekten innerhalb des belgischen Fussballs gemacht. Wir selbst kennen die Vorteile, die ein solcher Austausch und die Verknüpfung verschiedener Projekte zur Förderung von Amateur- und Profispielern mit sich bringen. Deshalb sind wir so begeistert von dieser FIFA-Initiative, die in der Welt des Fussballs ganz Neues hervorbringen könnte. Das Programm wird alle Fussballverbände rund um den Globus verbinden und könnte den Beginn einer neuen Zukunft im Fussball darstellen, in der kein Talent brach liegen bleibt."

Lucía Mijares Martínez
Sportförderungsdirektorin des mexikanischen Fussballverbands (FMF)

"Das FIFA-Talentförderungsprogramm ist eine kraftvolle Initiative, die uns mit aufzeigt, wo wir als Mitgliedsverband hinsichtlich nationaler Talentförderung stehen und wie wir weiter wachsen und uns entwickeln können, um unsere Förder-, Sport- und Strategieziele als Fussballnation zu erreichen. Dazu gehören die Stärkung unserer Wettbewerbe und die verbesserte Förderung von Trainern und Spielern, damit jeder talentierte Spieler eine Chance erhält."

Etienne Sockeng
Stellvertretender technischer Direktor des kamerunischen Fussballverbands (FECAFOOT)

"Dieses Programm hilft uns dabei, die Art und Weise, wie wir Fussball spielen, zu verbessern und gegen den Verlust von Talenten anzugehen. Seit Mai 2020 haben wir mit den FIFA-Experten an verschiedenen Modulen gearbeitet, u. a. an der Trainingsstruktur für Nachwuchsspieler und an unserer Technologie zur Talentbindung. Ziel ist es, die Fehlermarge zu begrenzen und jedem Jungen und Mädchen die Chance zu geben, mitzuspielen und voranzukommen."

Diogo Netto
Leiter soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit des brasilianischen Fussballverbands (CBF)

"Für den brasilianischen Fussballverband ist die Teilnahme an diesem FIFA-Programm eine große Ehre.

Unser Verband ist stets offen gegenüber den wichtigen Themen, die die FIFA anspricht, und steht voll hinter Investitionen in die geschlechtergerechte Förderung des brasilianischen Fussballs. Wir engagieren uns in diversen Bereichen und mit verschiedenen Tätigkeiten, darunter die Ausbildung von Profispielern, Kinderfussball, Wettbewerbe, Nationalteams oder Programme für die soziale Verantwortung.

Unserer wichtigen gesellschaftlichen Rolle in Brasilien sind wir uns vollumfänglich bewusst. Die Analyse des brasilianischen Fussballökosystems wird uns deshalb eine Basis liefern, auf die wir unsere nachhaltige Talentförderung im Fussball stützen können."

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