Über die FIFA

Stars engagieren sich für die Initiative TOGetherAgainstCorona

  • Große Stars unterstützen die COVID-19-Kampagne von "The One Goal"
  • Hedvig Lindahl und Daniela Porcelli leiten die Organisation
  • Trikots und Fussballschuhe von Stars bei Spendensammlung für WHO-Fonds zu gewinnen

Im Fussball gibt es ebenso wie in der Gesellschaft den ehrlichen Wunsch, weniger privilegierten Menschen unter die Arme zu greifen. Angesichts einer beispiellosen Pandemie und ihren unzähligen globalen Folgen stellt sich jedoch zwangsläufig die Frage, wo man überhaupt anfangen soll.

Mit der Initiative #TOGetherAgainstCorona The One Goal eine einfache Antwort darauf gegeben. Die gemeinnützige Organisation wird von Daniela Porcelli und der angesehenen schwedischen Torhüterin Hedvig Lindahl geleitet, die bereits an fünf FIFA Frauen-Weltmeisterschaften™ teilgenommen hat. Für die Initiative haben sie Spielerinnen gesucht und gefunden, die bereit sind, ihre Trikots und Fussballschuhe zu spenden.

Unter den Beteiligten sind auch einige ganz große Namen des Frauenfussballs. Lucy Bronze ist der erste berühmte Name, der nun veröffentlicht wurde, doch es werden noch weitere folgen! Sie alle haben heiß begehrte Artikel zu der Aktion beigesteuert. Fans haben die Möglichkeit, sie zu gewinnen, wenn sie sich mit einem Mindestbeitrag von GBP 5 einbringen. Das Geld wird für einen guten Zweck verwendet.

"80 Prozent der Einnahmen fließen in den Solidaritätsfonds der Weltgesundheitsorganisation zur Bekämpfung von COVID-19", erklärt Porcelli, eine bekannte Fotografin im Frauenfussball. "Über die anderen 20 Prozent entscheidet die betreffende Spielerin."

"Jeden zweiten Tag wird ein neues Trikot online gestellt, und jeder, der ein Ticket kauft, hat die Chance, etwas wirklich Cooles und Einzigartiges zu gewinnen. Ich glaube, viele Leute möchten ohnehin gern für diesen Zweck spenden, aber hier kommt noch der Anreiz hinzu, dass du etwas ganz Besonderes gewinnen kannst."

"Als durch die Pandemie alles den Bach runterging, haben Hedvig und ich uns Gedanken darüber gemacht, wie und wo wir helfen könnten. Wir haben gesehen, dass die WHO wirklich weltweit agiert und über diesen Fonds die Dinge in Angriff nimmt, die am dringlichsten sind."

Im nächsten Schritt ging es darum, die Stars des Frauenfussballs davon zu überzeugen, dass diese Kampagne unterstützenswert ist. Lindahl erklärt gegenüber FIFA.com: "Ich weiß aus Erfahrung, dass Spielerinnen sehr häufig nach Trikots gefragt werden. Dann gilt es, sich die Sache anzuschauen und zu überlegen: 'Möchte ich das unterstützen?'"

"Zum Glück waren die Reaktionen auf diese Kampagne wirklich positiv. Ich glaube, wir fühlen uns im Kampf gegen COVID-19 alle verbunden, und dies ist für uns als Fussballerinnen eine recht einfache Möglichkeit zu helfen."

Hedvig Lindahl of Sweden saves a penalty from Janine Beckie of Canada
© Getty Images

"Wir haben mit einigen wenigen Spielerinnen begonnen", fügt Porcelli hinzu, "aber dann sind es sehr schnell mehr geworden. Jetzt sind wir bei 20, und jeden Tag meldet sich noch jemand. Das fühlt sich wirklich an, als würde ein Traum in Erfüllung gehen."

Der Traum wird auf der Website von The One Goal skizziert, wo Daniela sich an ein Gespräch erinnert, das sie in ihrer Kindheit mit ihrer Mutter geführt hat. "Ich stellte meiner Mutter folgende Frage: 'Wenn jeder, der Geld hat, mir einen Dollar geben würde, dann hätte ich Millionen und könnte dieses Geld Menschen geben, die es dringend brauchen, oder?' Leider ist es nicht ganz so einfach. Aber ich kann es versuchen."

Tatsächlich ist die Initiative #TOGetherAgainstCorona nicht der erste gute Zweck, für den The One Goal sich einsetzt. Alles begann 2018 mit dem Ziel, Fussballversteigerungen durchzuführen, um kleine, unterstützenswerte Projekte im Sport zu fördern. Der Vorschlag kam von Porcelli, die in Lindahl eine verwandte Seele fand.

"Ich hatte Hedvig vorher noch nie getroffen", meint die Schweizerin rückblickend. "Als großer Fussballfan und durch meine Arbeit als Fotografin wusste ich natürlich, wer sie war. Doch als ich dann die Idee hatte, Fussballschuhe und Trikots von Spielerinnen für unterschiedliche Sportprojekte zu versteigern, empfahl mir eine Freundin, mich an Hedvig zu wenden. Nach einem Spiel sprach ich schließlich mit ihr, wir blieben per E-Mail in Kontakt, und innerhalb von wenigen Monaten hatten wir The One Goal aus der Taufe gehoben."

"Wir hatten von Anfang an große Ambitionen", so Lindahl. "Die Frage war immer, wie realistisch diese Ambitionen angesichts unserer anderen Verpflichtungen waren. Zum Beispiel rede ich jetzt gerade mit Ihnen, während mein jüngster Sohn schläft und mein anderer Sohn mit seinen Lego-Steinen spielt. Zeit habe ich nicht gerade im Überfluss!"

"Obwohl wir nur langsam Fortschritte gemacht haben, war der Ehrgeiz, die Organisation auszubauen, immer da. Wir wollen auf jeden Fall zu den wichtigen Akteuren im Frauenfussball gehören."

Mit der Initiative #TOGetherAgainstCorona wurde jedenfalls der Beweis dafür erbracht, dass der Frauenfussball und seine Fans noch immer eine verschworene Gemeinschaft sind – obwohl die Sportart enorm gewachsen ist.

"Es fühlt sich fast an wie eine Familie", meint Porcelli. "Einige der an dieser Kampagne beteiligten Spielerinnen kennen sich noch nicht einmal, aber vom Gefühl her ist es ein großes Netzwerk, in dem jeder den anderen unterstützt. Je mehr Spielerinnen sich beteiligen, desto mehr weitere werden darauf aufmerksam und denken sich: 'Coole Sache, daran würde ich mich auch gern beteiligen.' Ich hoffe, das ist erst der Anfang."

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