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Zitate des FIFA-Präsidenten und der FIFA-Generalsekretärin nach der FIFA-Ratssitzung

FIFA Secretary General Fatma Samoura  talks to the media after part II of the FIFA Council Meeting 2016 at the FIFA headquaters on October 14, 2016 in Zurich, Switzerland.
© Getty Images

Der FIFA-Präsident und die FIFA-Generalsekretärin nahmen sich nach der Sitzung des FIFA-Rates kurz Zeit, um die Medien zu informieren.
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Gianni Infantino, FIFA-Präsident
*"Ich bin sehr zufrieden mit dem Ausgang dieser Sitzung, aber noch zufriedener bin ich mit dem Geist dieser Sitzung. Der Geist war sehr positiv. Wir haben intensiv diskutiert und argumentiert. Wir haben viele Entscheidungen getroffen, die uns in Richtung unserer neuen Vision führen. Auch die Diskussion um die Anzahl der Mannschaften bei der Weltmeisterschaft wurde mit einer sehr positiven Einstellung geführt. Die Leitung einer Sitzung des FIFA-Rates mit mehr als 30 Mitgliedern aus den verschiedensten Teilen der Welt und mit verschiedensten kulturellen Hintergründen ist eine große Herausforderung. Alle Teilnehmer haben eigene Vorstellungen und eigene Interessen; das ist legitim. Letztlich muss allerdings jeder die globalen Interessen des Fussballs verteidigen. Für mich beginnt dies mit der Annahme, dass bei einer Erhöhung der Gesamtzahl der teilnehmenden Teams bei der WM auch die jeweilige Anzahl der Teilnehmer aus den Regionen erhöht wird.

Ich denke, dass es nichts besseres für die Förderung der fussballerischen Entwicklung gibt, als die Teilnahme. Wir werden unsere Hausarbeiten machen. Es gibt sehr viel zu diskutieren und zu regeln. Ganz sicher ist es allerdings so, dass die Kosten für eine Erweiterung der Weltmeisterschaft durch die positiven Auswirkungen bei Weitem aufgewogen würden. Letztlich ist es eine sportliche Entscheidung.

Was die Maßnahmen zur Kostensenkung angeht, die derzeit diskutiert werden: Es geht nicht darum, die Kosten zu senken sondern darum, effizienter zu werden. Selbstverständlich werden wir unsere Veranstaltungen und Turniere auch weiterhin auf höchstem Niveau durchführen. Doch wenn wir das Gleiche schaffen und dafür weniger ausgeben, dann bedeutet dies, dass wir mehr Geld haben, das wir in den Fussball investieren können, und das ist das oberste Ziel."

Fatma Samoura, FIFA-Generalsekretärin
"Nach dieser Sitzung gibt es hohe Erwartungen an die Administration der FIFA, die neue Vision in eine Strategie und einen Aktionsplan umzusetzen. Auch die Abläufe und Verfahren sollen gestrafft werden, um die administrativen Kosten einzudämmen und mehr Ressourcen für die Entwicklung des Fussballs einzusetzen.

Ich arbeite an der Straffung der Prozesse und Abläufe und an der Rationalisierung der Ressourcen. Im aktuellen Finanzzeitraum von 2014 bis 2018 haben wir USD $1,4 Mrd. für die 211 Mitgliedsverbände vorgesehen. Wenn wir unsere Sponsorenbasis und die TV-Rechte nicht erweitern, besteht die einzige Möglichkeit darin, die administrativen Kosten rational zu gestalten.

(Der Kampf gegen Diskriminierung) ist eine erzieherische Frage. Selbst wenn bestimmte Ausdrücke kulturell Teil des Sports sind und von den Fans vorgebracht werden, sollten wir dies nicht zulassen. Das ist allerdings ein langwieriger Prozess. Schwere Sanktionen können nicht die einzige Möglichkeit sein, dies zu kontrollieren. Ich komme von den Vereinten Nationen, dort setzen wir auf Dialog und Aufklärung. Wären Sanktionen der einzige wirksame Weg, Stolpersteine zu beseitigen, wäre die Welt heute eine bessere, denn die Menschen tendieren eher zu Sanktionierungen und weniger zu Erziehung und Aufklärung. Wir müssen beides verknüpfen."

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