Entwicklung

Pilotprojekt - Mauritius

Grassroots programms
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Die Insel Mauritius war das erste Land, das im Rahmen eines Pilotprojekts vom Grassroots–Programm profitierte. Als das Mauritius-Projekt angedacht wurde, ging es nicht allein darum, das Grassroots-Programm in diesem Verband zu starten, sondern es war auch der erste Praxistest der FIFA-Vorstellungen auf diesem Gebiet. Die Auswirkungen des Programms auf Mauritius und der Erfolg seiner Organisation haben schon erste Ergebnisse gezeitigt.

Der Fussball als Breitensport ist für die FIFA ein ganz besonderes Programm, stellt er doch eine wichtige Zieländerung in ihren Entwicklungsprogrammen dar. Denn bislang waren die Ausbildungsprogramme der FIFA an eine Trainerelite gerichtet. Kenntnisse und Fachwissen wurden auf diese Weise eher in Richtung Spitze der Fussballpyramide gelenkt.

Mit dem Grassroots-Programm nun richtet sich die FIFA direkt an die Fussballbasis: Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Mittler sind allein die Verbände und Bildungseinrichtungen. Die Helfer vor Ort waren dabei immens wichtig. Ohne sie hätte das Mauritius-Projekt gar nicht das Licht der Welt erblickt. Um das Pilotprojekt überhaupt zu stemmen, arbeitete die FIFA mit dem Fussballverband von Mauritius ebenso zusammen wie mit der örtlichen Regierung: Wichtige Partner waren die drei Minister für Bildung, Jugend und Sport und Gesundheit. Andere Ministerien steuerten ihr Fachwissen in sozialer Sicherheit, Regionalverwaltung und Mitteln für herausragende sportliche Leistungen bei.

PartnerschaftenDiese Partnerschaften mit der Regierung des Landes waren umso wichtiger, als es das Grassroots–Projekt hier ohne diese Zusammenarbeit nicht gegeben hätte. Denn Grassroots ist für Schulkinder gedacht, und Schulen sind Regierungssache. Hinzu kommt, dass das Schulsystem in jedem Land der Welt anders ist und das Programm mithin immer abgewandelt werden muss. Ohne vorbereitende Arbeit der lokalen Behörden ein Ding der Unmöglichkeit.

Die Umsetzung des Programms erfolgte schrittweise entlang eines Weges, an dessen Ende das Grassroots-Festival stand. Vor dem Start des Projekts standen Beratungen mit allen Beteiligten, die Einrichtung eines Planungskomitees, die Ausarbeitung des Programmplans und dessen Prüfung durch die FIFA.

*Die Umsetzung *Der offizielle Start wurde dann im Mai 2009 von FIFA-Botschafter Vikash Dhorasoo im Beisein des Ministers für Jugend und Sport, Satyaprakash Rittoo, vorgenommen. Ihm folgte ein Turnier mit 276 Schulen aus allen Teilen des Landes und über 3.000 Kindern zwischen zehn und elf Jahren. Mehr als 800 Begegnungen wurden in drei Phasen ausgetragen.

Inzwischen befindet sich das Projekt auf der Insel Mauritius in der Phase mittelfristiger Entwicklungen. Ziel ist es dabei, die Zahl der im Programm aktiven Kinder bis 2011 zu verdreifachen. Dazu sollen alle Schulen des Landes angesprochen und nach und nach auch Mädchen in das Programm aufgenommen werden. Denn Gleichberechtigung ist ein Grundprinzip des Grassroots–Programms der FIFA.

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