Pressemitteilung

Fédération Internationale de Football Association

FIFA-Strasse 20 - P.O. Box - 8044 Zurich - Switzerland

Tel: +41-(0)43-222 7777

Entwicklung

Fussball als Hobby ist eine ideale Vorbeugung

Jiri Dvorak, FIFA Chief Medical Officer (L) flanked by Chairman of the FIFA Medical Committee Michel D'Hooghe give a press conference
© AFP

Seit über 15 Jahren ist eine wirksame Prävention im Berufsfussball eines der wichtigsten Anliegen des FIFA-Zentrums für medizinische Auswertung und Forschung (F-MARC). Nachdem der Fussball als gesunde und sichere körperliche Betätigung fest verankert ist, geht das Augenmerk von F-MARC nun über den Fussball hinaus. "Mit dem Projekt 'Gesund dank die 11' nutzen wir das enorme Potenzial des Fussballs zur weltweiten Verbesserung der Gesundheit sowohl von Einzelpersonen als auch von Gemeinschaften. Mithilfe des Fussballs können wir wirksame Gesundheitsaufklärung betreiben", erklärte Dr. Michel D’Hooghe, Vorsitzender der Medizinischen Kommission der FIFA, nach der 3. internationalen Fussballmedizinkonferenz in Sun City.

Mangelnde Fitness ist heute die Todesursache Nummer eins. Fussball spielen ist vor diesem Hintergrund eine überaus gesunde und wirksame Prävention. In neusten Untersuchungen haben die Universität Kopenhagen (Dänemark) und die Eidgenössische Technische Hochschule der Schweiz nachgewiesen, dass Fussball als Hobby wirksam vor Erkrankungen schützt. Bereits nach drei Wochen (zwei Trainings von 45 Minuten pro Woche) war eine merkliche Verbesserung des Gesundheitszustands (z. B. bessere Herzkreislaufkondition) festzustellen.

"Gesund dank die 11" basiert auf einer Analyse der größten gesundheitlichen Risikofaktoren, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgemacht wurden. Im letzten Jahr wurden in der Township Khayelitsha außerhalb von Kapstadt Kinder zwischen elf und 15 Jahren in einer Pilotstudie mithilfe des Fussballs über Gesundheitsthemen aufgeklärt. Nach den ermutigenden Ergebnissen wurde das Projekt im Januar 2010 auf Mauritius und Simbabwe ausgedehnt. "Falls die Ergebnisse ebenso überzeugend sind, werden wir 'Gesund dank die 11' 2011 in ganz Afrika und Südamerika lancieren", sagte Prof. Jiri Dvorak, FIFA-Chefarzt und Vorsitzender von F-MARC. Elf namhafte Fussballspieler (u. a. Didier Drogba, Michael Essien, Nompumelelo Nyandeni, Cristiano Ronaldo und Lionel Messi) standen für die elf wichtigen Gesundheitsbotschaften wie Respekt für Mädchen und Frauen, gesunde Ernährung und Händewaschen Pate.

Schutz der Spieler Kernziel der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™Der Schutz der Gesundheit der Spieler durch Aufklärung und Bildung liegt der FIFA sehr am Herzen. Bei einem Seminar stellten sich die Ärzte der Teams der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ in einer gemeinsam unterzeichneten Erklärung voll hinter die Strategie der FIFA zur Dopingbekämpfung, die medizinischen Untersuchungen vor Wettbewerben (PCMA) sowie das Aufwärmprogramm "Die 11+" zur Verletzungsprävention. Seit 2006 empfiehlt die FIFA PCMA, um bei Spielern mögliche Herzerkrankungen zu erkennen und so Tragödien wie den Tod von Marc-Vivien Foé beim FIFA Konföderationen-Pokal 2003 zu verhindern.

Nicht nur bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ selbst, sondern bereits bei den Trainingslagern der Teams vom 10. April bis 10. Juni 2010 wird die FIFA unangekündigte Dopingkontrollen (Blut- und Urintests) vornehmen. Zu diesem Zweck müssen die Teams der FIFA bis 22. März 2010 Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen. "Wir nehmen den Kampf gegen Doping sehr ernst und werden in Übereinstimmung mit dem WADA-Kodex unser Engagement unvermindert fortsetzen", erklärte Prof. Dvorak. Pro Jahr werden im Fussball über 33.000 Dopingkontrollen durchgeführt, wobei durchschnittlich nur 0,03 Prozent positiv sind.

Mehr zu diesem Thema erfahren

Empfohlene Artikel

Members of the FIFA Medical team are seen during a Football Emergency course

FIFA U-17-Weltmeisterschaft 2009

Erste-Hilfe-Kurs in zwei Tagen

24 Okt 2009