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FIFA und Europäische Kommission kämpfen gemeinsam gegen Rassismus

United against racism
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  • EU-Aktionsplan gegen Rassismus 2020–2025 von der Europäischen Kommission in Brüssel lanciert
  • FIFA unterstützt Europäische Kommission zusammen mit anderen Interessengruppen des Sports
  • FIFA-Legende Mbo Mpenza: "Gemeinsam können wir Großartiges erreichen."

Die Europäische Kommission lancierte ihren neuen Aktionsplan gegen Rassismus am Freitag in Belgien – unterstützt von der FIFA. Der Aktionsplan, der während des Trainings eines lokalen Mädchenteams im Sippelberg-Stadion in Molenbeek vorgestellt wurde, zeigt auf, wie die Kommission Ungleichbehandlung in der europäischen Gesellschaft neu angehen will.

Die FIFA hat beim Thema Antidiskriminierung eng mit der Kommission zusammengearbeitet und wird dies auch in Zukunft tun.

Die von der Europäischen Kommission durchgeführte Veranstaltung wurde von der FIFA mitorganisiert, die von der belgischen FIFA-Legende Mbo Mpenza vertreten wurde, der seine Erfahrungen mit Rassismus in Europa bei einem Rundtischgespräch beschrieb.

"Diese Initiative liegt mir sehr am Herzen" erklärte der ehemalige Stürmer der Red Devils. "Ich bin stolz, ein richtiger Belgier zu sein – ein 'Belgier of Colour'. Der Sport hat mir im Leben sehr viel gegeben. Aber leider ist der Rassismus im Sport immer noch präsent. Als ich mit rund 17 Jahren mit dem Profifussball begann, machten die Zuschauer jedes Mal Affengeräusche, wenn ich den Ball annahm."

Mpenza zeigte sich zuversichtlich, dass der Aktionsplan Resultate erzielen kann. "Wenn die Europäische Kommission involviert ist und die FIFA ebenfalls, dann zeigt das, dass der Sport etwas bewirken kann. Gemeinsam können wir Großartiges erreichen."

EU-Gleichstellungskommissarin Helena Dalli nannte klare Ziele des Aktionsplans: "Niemand wird rassistisch geboren. Deshalb müssen wir einen Schwerpunkt auf den Sport und den Schulunterricht legen. Wir müssen mit den Schulen zusammenarbeiten, damit die Kinder die Vorurteile, die sie von der Gesellschaft und den Menschen in ihrem Umfeld aufnehmen, 'verlernen' können."

Auch die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und Kommissarin für Werte und Transparenz, Vĕra Jourová, forderte entschlossene Schritte, um dem Rassismus ein Ende zu setzen. "Wir brauchen konkrete Maßnahmen, die Resultate liefern. Deshalb sind wir heute hier – um zu hören, was Sie uns für diesen Kampf gegen Rassismus raten."

Ebenfalls an der Gesprächsrunde dabei war die belgische Starspielerin Aline Zeler, die ihre Erfahrungen im Kampf gegen Diskriminierung und ihre Ansichten über ein Umdenken im Bildungssystem einbrachte.

"Als Spielerin kenne ich das Thema seit 15 Jahren und als Sportlehrerin hier in Brüssel seit nunmehr sechs Jahren. In dieser Zeit habe ich leider zahlreiche Beispiele für Rassismus und Diskriminierung erlebt. Mit der Bekämpfung von Rassismus müssen wir schon bei kleinen Kindern anfangen. Respekt ist dabei der Schlüssel zum Wandel."

Die FIFA erarbeitet derzeit ihr eigenes umfassendes Programm zur Diskriminierungsbekämpfung. Dieses wird ein weiterer Eckpfeiler im soliden Fundament der proaktiven Maßnahmen der FIFA zur Förderung der Gleichstellung im Fussball, wozu auch das Disziplinarreglement, das Antidiskriminierungs-Beobachtungssystem und die Auszeichnung für Vielfalt zählen.

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